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Diese Tage in Terezin

   Kinostart: 15.01.1998

Filmhandlung und Hintergrund

Drei Frauen versuchen, den Holocaust zu verstehen. In Theresienstadt forschen sie nach einem damals inhaftierten Kabarettisten. Persönliche Doku.

Viktoria, Sängerin und Performance-Künstlerin aus Israel, Lena, eine aus Rußland emigrierte Schriftstellerin und die Filmemacherin Sibylle Schönemann reisen nach Theresienstadt (Terezin). Dort forschen sie nach den Spuren des Prager Kabarettisten Karel Svenk, den „Chaplin von Theresienstadt“ und versuchen, jede auf ihre eigene Weise, den Holocaust verstehen zu lernen.

Drei Frauen versuchen, den Holocaust zu verstehen. In Theresienstadt forschen sie nach einem damals inhaftierten Kabarettisten. Persönliche Doku.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Diese Tage in Terezin: Drei Frauen versuchen, den Holocaust zu verstehen. In Theresienstadt forschen sie nach einem damals inhaftierten Kabarettisten. Persönliche Doku.

    Außergewöhnlicher Dokumentarfilm der Potsdamer Regisseurin Sibylle Schönemann, deren DDR-Gefängnis-Recherche „Verriegelte Zeit“ (1990) international mehrfach ausgezeichnet wurde. In ihrer neuen Zeit-Reise begibt sie sich auf die biographische Spurensuche nach dem Schauspieler, Regisseur, Komponisten, Pianisten, Sänger und Kabarettisten Karel Svenk, der der „Chaplin von Theresienstadt“ genannt wurde und von dem nur 58 Sekunden Film einer riskanten Kabarettnummer erhalten geblieben sind.

    Die Filmemacherin wird auf ihrer Reise ins jüdische Ghetto und KZ Theresienstadt (Terezin) von der jungen Israelin Viktoria, Sängerin, und der russischen Schriftstellerin Lena begleitet. Die drei Frauen begegnen Zeitzeugen, die den Holocaust überlebt haben, darunter eine Fremdenführererin, die heute durch ihre Hölle von damals führt und einer Frau mit ihrer Tochter, die dem Schrecken mit Humor antwortet. Viktoria fragt, singt damalige Lieder, um heutige Erinnerungen auszulösen, eines davon der „Theresiner Marsch“.

    Sibylle Schönemanns Film hält, wenngleich nur 82 Minuten lang und mit weniger Zeugen besetzt als „Shoah“, jeden Vergleich mit Claude Lanzmanns Meisterwerk aus. Die sehr persönlichen Äußerungen der Männer und Frauen machen die collageartige Dokumentation nicht nur zu einem wichtigen Zeitzeugnis, sondern sie stoßen, dank der Sensibilität Schönemanns, bis ins Herz der Zuschauer, ohne sentimental zu wirken. Sollte in keinem Programmkino auf dem Spielplan fehlen. ger.

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