Filmhandlung und Hintergrund

Drama um das Schicksal zweier getrennter, deutscher Zwillingsschwestern in den Niederlanden des Zweiten Weltkriegs.

Nach dem Tod ihrer Eltern werden zwei sechsjährige Zwillingsschwestern 1926 brutal voneinander getrennt und kommen in die Obhut höchst unterschiedlicher Pflegefamilien. Ohne jeden persönlichen Kontakt zueinander wachsen sie zu jungen Frauen heran. Anna (Nadja Uhl), zunächst misshandelt und ausgenutzt, findet schließlich Anstellung bei einer gutmütigen Gräfin, holt versäumte Bildung nach und heiratet einen SS-Mann. Lotte (Thekla Reuten) wächst, als Kind wohlumsorgt, in Holland heran und findet ihr Glück an der Seite ihres jüdischen Verlobten. Der ausbrechende Krieg stellt die neugeknüpften Familienbande bald auf eine harte Probe.

Eine Oscar-Nominierung und eine handfeste gesellschaftliche Kontroverse begleiteten Ben Sombogaarts Verfilmung von Tessa de Loos Bestseller im Heimatland. Nadja Uhl stiehlt allen die Show im einfühlsamen Familiendrama vor historisch brisantem Hintergrund.

Nach dem Tod der Eltern werden 1926 die Zwillingsschwestern Anna und Lotte getrennt. Während Anna auf einem Bauernhof schuftet, wächst Lotte wohlbehütet bei einer niederländischen Familie auf. Zehn Jahre später treffen sie sich wieder und gehen auseinander, als Lotte den Mann von Anna, der bei der Wehrmacht ist, für den Tod ihres jüdischen Gatten verantwortlich macht.

Köln, 1926. Nach dem Tod ihrer Eltern trennt man die Zwillingsschwestern Anna und Lotte, steckt Anna als billige Hilfskraft zu einem sie misshandelnden Bauern auf einen Hof, während Lotte in Holland ein privilegiertes Leben als Bildungsbürgerkind genießt. Zehn Jahre später erleben die beiden bei Annas neuer Anstellung auf einem Gutshof wenige glückliche Tage, bevor der Zweite Weltkrieg erneut einen Keil zwischen die Geschwister treibt. Erst als alte Damen sehen sich die Zwillinge wieder und lassen ihr Leben Revue passieren.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Zwillinge: Drama um das Schicksal zweier getrennter, deutscher Zwillingsschwestern in den Niederlanden des Zweiten Weltkriegs.

    Die Oscar-Nominierung 2004 für den Besten Fremdsprachigen Film brachte der niederländischen Produktion um das außergewöhnliche Schicksal zweier deutscher Zwillingsschwestern endlich einen Verleih. Durch die attraktive Besetzung einer der beiden Hauptrollen mit Nadja Uhl (Silbener Bär 2000 für „Die Stille nach dem Schuss“) sollte die einfühlsame Verfilmung des Bestsellers von Tessa de Loo weitere verdiente Aufmerksamkeit finden, zumal Buch und Film im Nachbarland wegen der positiven Zeichnung der (von Uhl gespielten) Schwester während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg heftig diskutiert wurden.

    Nach dem Tod der Eltern werden 1926 in Köln die deutschen Zwillingsschwestern Anna und Lotte grausam getrennt. Während Anna auf einem Bauernhof schuftet und nach ihr vorenthaltener Bildung hechelt, wächst Lotte wohlbehütet bei einer niederländischen Familie auf. Die jeweiligen Briefe der Schwestern werden abgefangen. Zehn Jahre später wird Anna (jetzt Nadja Uhl), vom Bauern (Ingo Naujoks richtig fies) misshandelt, in eine Haushaltsschule geschickt, arbeitet dann als unersetzlicher Kopf der Dienerschaft für eine freundliche, ziemlich überspannte Gräfin (Barbara Auer idealbesetzt). Lotte (Thekla Reuter) besucht Anna auf dem Gutshof, sie erleben glückliche Tage. Im Krieg wird Lottes jüdischer Verlobter deportiert. Lotte macht Anna, die den österreichischen Soldaten der Wehrmacht (Roman Knizka), in den sie verliebt ist, heiratet, dafür verantwortlich, bricht die Beziehung ab. Als alte Damen (Gudrun Okras, Ellen Vogel) sehen sich Anna und Lotte ein letztes Mal.

    In den Niederlanden war umstritten, dass Anna eindeutige Heldin ist. Weitgehend aus ihrer Perspektive erzählt, erzeugt Uhl in ihrer kraftvollen, beängstigend glaubhaften Darstellung Annas als deutscher, von Ideologien freien menschlichen und spontanen Durchschnittsfrau sympathisches Profil. Das musste in den Niederlanden aufstoßen, da Annas Gatte SS-Offizier wird.

    Ben Sombogart inszenierte das Epos um Hassliebe, Vorurteile und die Last der Vergangenheit derart gefühlvoll, dass Nadja Uhl von seiner Wirkung als „Heulen auf hohem Niveau“ berichtet. Hervorragende Schauspielerleistungen, kurze prägnante Szenen, elegante Zeitübergänge und Rückblenden des zweisprachig deutsch und niederländisch gedrehten Geschwisterdramas halten über zwei Stunden die Aufmerksamkeit und sollten nicht nur Leser des Bestsellers reizen. ger.

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