Die Zürcher Verlobung - Drehbuch zur Liebe

  1. Ø 3
   2007
Die Zürcher Verlobung - Drehbuch zur Liebe Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Zürcher Verlobung - Drehbuch zur Liebe: TV-Remake des charmanten Klassikers von 1957 nach dem gleichnamigen Roman von Barbara Noack.

Juliane verdient ihr Geld mit dem Schreiben von billigen Liebesromanen. Als die gelernte Zahnarzthelferin in der Praxis ihres Onkels den smarten Schweizer Jean kennenlernt, ist es um sie geschehen. Fast wie bei einer Berufskrankheit verarbeitet sie ihre unerfüllte Liebe zu einem Roman, der ein Renner wird. Sogar eine Verfilmung steht an, und zufälligerweise hat sie die Möglichkeit, Jean wiederzusehen. In St. Moritz treffen sich die beiden. Dumm nur, dass Juliane mittlerweile einen anderen Mann erfunden hat, dem angeblich ihr Herz gehört.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Klassiker „Die Zürcher Verlobung“ gehört zu den Filmen, die sich gerade ältere Zuschauer immer wieder gern anschauen. Eine Neuverfilmung birgt also ein gewisses Risiko: Die Zielgruppe kennt das Original und wird vergleichen.

    Zumindest der Geschichte ist Autor Wolfgang Limmer weitgehend treu geblieben: Als Groschenromanautorin Juliane, gelernte Zahnarzthelferin, bei ihrem Onkel (Jan Fedder) aushilft, stürmt ein Notfallpatient (Christoph Walz) die Praxis. Die junge Frau hat allerdings nur Augen für den Schweizer Jean (Tim Bergmann), der seinen „Büffel“ genannten Freund begleitet. Sie träumt sich in eine Liebelei hinein, bringt ihr Erlebnis zu Papier, der Roman landet bei einer Filmproduzentin, man trifft sich zur Drehbuchbesprechung – und der Regisseur ist niemand anders als Büffel. Dem kommt die Geschichte natürlich bekannt vor, weshalb Juliane kurzerhand einen Zürcher Verlobten namens Urs Uri erfindet. Als „Büffel“ ankündigt, Silvester bei einem Freund in der Schweiz verbringen zu wollen, hofft Juliane auf ein Wiedersehen mit Jean und fährt mit. In St. Moritz entwickeln sich die Dinge allerdings völlig anders als geplant, und als auch noch ein Mann namens Urs Uri (Armin Rohde in zwei herrlichen Kurzgastspielen) auftaucht, ist Juliane erst mal fertig mit der Welt.

    Auch wenn gerade Autorinnen von Groschenromanen heute nicht mehr so naiv sein dürften wie Heldin Juliane: Die Geschichte ist einfach schön und selbst in kleinen Nebenrollen sehenswert besetzt. Abgesehen von Tim Bergmanns albernem Akzent inszeniert Stephan Meyer die immer wieder mit Slapstickeinlagen gewürzte Handlung zudem recht kurzweilig, und Christoph Walz hat spürbar Spaß an seiner Rolle als süffisanter, im Grunde aber liebenswerter Drahtzieher der diversen Verwirrspiele.

    Noch hübscher sind bloß die Seitenhiebe gegen das Film- und Fernsehgeschäft, dessen Repräsentanten (herrlich: Hannelore Hoger als Produzentin mit Zigarre) gnadenlos opportunistisch sind. So viel Selbstironie in einem Film der Degeto, die doch an Quotenfixiertheit kaum noch zu überbieten ist: Respekt. Überflüssig sind allerdings die regelmäßigen Stippvisiten von Julianes Mutter, die sich zum ermahnenden Zwiegespräch gern mal auf Julianes Laptop in die Handlung einschaltet. Gänzlich unelegant ist auch die Verbeugung vor dem Original: Als Julianes Roman endlich verfilmt wird, platzt plötzlich Liselotte Pulver in die Dreharbeiten und muss von der Produzentin umständlich vorgestellt werden. tpg.

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