Filmhandlung und Hintergrund

Hinreißend verrückte Komödie, in der sich der scheinbar völlig harmlose Adam Sandler mit dem offensichtlich völlig durchgedrehten Jack Nicholson einer Wuttherapie unterziehen muss.

Eigentlich ist Geschäftsmann Dave Buznik (Adam Sandler) ein netter und umgänglicher Zeitgenosse. Seit man ihn jedoch wegen Stiftung von Aufruhr an Bord eines Flugzeuges völlig zu Unrecht zur Teilnahme an einem Anti-Aggressionsprogramm verurteilt hat, ist es vorbei mit der Ruhe und Gelassenheit. Sein dortiger Therapeut, Dr. Buddy Rydell (Jack Nicholson), könnte nämlich selbst ein paar Stunden seines eigenen Trainings gebrauchen…

Wenn das nicht das Comedy-Duell der Titanen ist: Adam Sandler, der wütendste Nice Guy, den das Familienkino seit langem sah, trifft auf Jack Nicholson, den Parade-Psychopath aus vierzig Jahren Kinogeschichte.

Der außerordentlich friedliebende Dave Buznik gerät an Bord eines Flugzeugs unfreiwillig in einen Streit mit dem Kabinenpersonal und wird in Folge dessen zu einer Wuttherapie verdonnert, bei der ihm ausgerechnet der scheinbar völlig verrückte Dr. Buddy Rydell, der sein Temperament selbst nicht zügeln kann, helfen soll.

Per Gerichtsbeschluss verdonnert man den sanftmütigen Marketing-Angestellten Dave Buznik dazu, bei dem offensichtlich geistesgestörten Therapeuten Buddy Rydell vier Wochen Anti-Aggressionstraining zu absolvieren. Der mutterfixierte Seelenklempner erweist sich nicht nur selbst als cholerischer Psychopath, sondern schafft es zusammen mit Buzniks Mit-Patienten - darunter der gemeingefährliche Chuck - innerhalb kürzester Zeit, dessen Leben sowie die vormals wunderbare Beziehung zu Linda in einen Trümmerhaufen zu verwandeln.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Wutprobe: Hinreißend verrückte Komödie, in der sich der scheinbar völlig harmlose Adam Sandler mit dem offensichtlich völlig durchgedrehten Jack Nicholson einer Wuttherapie unterziehen muss.

    Eine Mutprobe ist diese „Wutprobe“ nicht. Risikofrei paart der neue Film von Peter Segal („Familie Klumps und der verrückte Professor“) den erfolgreichsten Komiker mit dem angesehensten Darsteller Hollywoods. Lässt den sanften „Waterboy“ Adam Sandler wegen behauptetem Jähzorn vom Therapeutenteufel Jack Nicholson behandeln. So entstand eine Slapstick- und Konzeptkomödie, die dank der Stars die Absurditäten ihrer Konstruktion weitgehend vergessen lässt und Sandlers letztes Projekt „Mr. Deeds“ (1,3 Millionen Zuschauer) an Resonanz doch deutlich übertreffen dürfte.

    Nach „Punch-Dunk Love“ gibt Sandler erneut den scheuen Punchingball für die Demütigungen seines Umfelds. Für konstante Reizung seines sympathischen, wenn auch etwas schlichten Gemüts sorgen nun nicht sieben dominante Schwestern, sondern ein exzentrischer Therapeut, der im Konzept von Drehbuchneuling David Dorfman mehr behandlungstaugliche Symptome zeigt als Sandler selbst. Tatsächlich geht es weniger um Wut als um Mut, weniger um „anger“ als um „confidence“.

    Sandlers Figur Dave fehlt es an Selbstbewusstsein und an der Fähigkeit, sich Konflikten offensiv zu stellen und seine Gefühle in Handlungen münden zu lassen. Dass er durch permanentes Zwischenlagern seiner Emotionen auch tatsächlich eine neurotische Zeitbombe ist, beweist der Film erst in Daves finaler Heilungsphase. Zu Beginn aber ist Dave verfolgte Unschuld, landet nach einer grotesk-komischen Provokationskette einer Flugzeugcrew wegen angeblicher Aggressionsattacken in der Gruppe von Dr. Buddie Rydell (Nicholson). Ein Therapeut mit Kumpelvornamen, satanischem Grinsen und fragwürdigen Konfrontationskonzepten ist ein Heimspiel für Nicholson, der nach Totalentzug in „About Schmidt“ hier wieder den „Joker“ gibt. Einen kleinen Teufel, der seinen Patienten provoziert, ihn verhaltenstherapeutisch mit seinen Ängsten konfrontiert und zur Kontrolle mahnt, selbst aber parkende Autos demolieren darf - eine witzige Hommage an Nicholsons Golfschläger-„Wutprobe“ vor einigen Jahren. Sandler, der zurückhaltende Part in diesem Duo, zeigt gutes Timing und gerade auch sprachlich, in Intonation und Pausensetzung, wie wichtig nicht nur der Clown, sondern auch die Reaktion darauf ist. Natürlich ist auch in Dave der Einfaltspinsel früher Sandler-Hits konserviert, wenn Buddie in den Gedichten von Daves Freundin Linda „Spuren von Emily Dickinson“ entdeckt, an die sich auch Dave aus „Police Woman“ (im realen Leben Angie D.) zu erinnern glaubt. Nur so ist es natürlich zu erklären, dass Dave nicht misstrauisch wird, wenn sein Therapeut bei ihm einzieht, wenn Linda in Buddie und seinem Bierbauch eine romantische Alternative zu ihm sieht.

    Schneller als Dave erkennt der Zuschauer die Parallelen zu „The Game“ - nicht nur, weil auch „Die Wutprobe“ kein befriedigendes Finale findet und sich traditionell in eine öffentliche, hier romantische, Verlautbarung flüchtet. Für Fans von Slapstick und Situationskomik aber wird der Film funktionieren, weil die Stars gut harmonieren und Nicholson hinter Absurdität blitzschnell Autorität hervortreten lassen kann. Und wenn das dynamische Duo in New Yorks Rushhour mit einer Spontaninterpretation von „I Feel Pretty“ den Verkehr aufhält, schlägt der Film musikalisch auf einer Brücke selbige zu „Reine Nervensache“. „A boy like that would kill your brother“, warnten schon die Girls in der „West Side Story“? Wer diese Boys sieht, hat daran keinen Zweifel. kob.

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