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Die Träume Neapels

Kinostart: 01.06.2006

Filmhandlung und Hintergrund

Poetischer Dokumentarfilm in Schwarzweiß aus der Altstadt von Neapel über eine spezielle Art der Glückssuche.

Die Kundschaft der „ricevitoria“-Lottoannahmestelle der Schwestern Angela und Maria in der Altstadt von Neapel erzählt ihre Träume; die Schwestern stellen aus dem Buch der Zahlen die Zahlenkombinationen nach Schlüsselwörtern zusammen. So hat z.B. Jesus die Nummer 33, Angst 90. Der Historiker Giuseppe Imbucci analysiert die Natur der Zahlengläubigkeit und vom Taxifahrer bis zum Buchrestaurator kommen kluge bis kuriose Aussagen zusammen.

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Darsteller und Crew

  • Anna Bucchetti
    Anna Bucchetti
  • André Bos
    André Bos
  • Stefano Bertacchini
    Stefano Bertacchini
  • Katarina Türler
    Katarina Türler

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Träume Neapels: Poetischer Dokumentarfilm in Schwarzweiß aus der Altstadt von Neapel über eine spezielle Art der Glückssuche.

    Poetischer Dokumentarfilm in Schwarzweiß aus der Altstadt von Neapel über eine spezielle Art der Glückssuche.

    Lotto wurde in Italien geboren, wird von Millionen gespielt, aber es gibt wohl nur einen Laden, in dem seit Generationen Träume die Zahlen der Glücksspieler bestimmen. Die Kundschaft der „ricevitoria“-Lottoannahmestelle der Schwestern Angela und Maria in der Altstadt von Neapel erzählt ihre Träume; die Schwestern stellen aus dem Buch der Zahlen „Grimas“, wo alles eine Nummer hat, die Zahlenkombinationen nach Schlüsselwörtern zusammen. So hat Jesus die Nummer 33, Angst 90, Lachen 19, Teufel 77, Maradona 10, Vater und Tochter 81, Polizei 24, Wasser 39, Schwein 4 usw.

    Das wäre nur einen Kurzfilm wert. Aber Regisseurin Anna Bucchetti weitet ihre Boebachtungen der hinter Panzerglasscheiben sitzenden Schwestern aus zu einem Rundgang durchs Viertel und befragt Bewohner nach ihren Schicksalen. Besonders beeindruckend eine ältere Frau, die vom Tod ihrer vier Kinder berichtet, und eine beherzte Stripperin, die ein Mal wöchentlich ihre Wohnung umräumt, um für Frauen Bingo zu veranstalten. Der Historiker Giuseppe Imbucci (1941 - 2005), dem der Film gewidmet ist, analysiert die Natur der Zahlengläubigkeit („Zahlen bestimmen die Welt“), und vom Taxifahrer bis zum Buchrestaurator („Lotto macht nicht reich. Lotterie ist Liebe.“) kommen kluge bis kuriose Aussagen zusammen.

    Über die Streifzüge durch Neapel hinaus, die den Film nach „Die Seele Neapels“ als weitere Huldigung an diese Stadt kennzeichnen, ist „Dreaming by Numbers“ durch seine Schwarzweißfotographie ein sehr poetischer Film geworden. Die Gesichter der Menschen wirken wie in alten neorealistischen Filmen, regennasse nächtliche Straßen entfalten ihren Zauber, enge Gassen ziehen geheimnisvoll an. Sehr sehenswert und mit 75 Minuten genau richtig. ger.

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