Die Stunde des Lichts

   Kinostart: 31.12.1998

Filmhandlung und Hintergrund

Ungewöhnlicher Liebesfilm mit Joachim Król vor der malerischen Kulisse des norwegischen Polarwinters.

Die Studentin Ellen will der Großstadthektik entfliehen und begibt sich an den Rand der Zivilisation. In Spitzbergen verbringt sie den Polarwinter bei dem norwegischen Trapper Lars, Die beiden können sich anfangs überhaupt nicht vertragen, zumal sich Lars nicht als nordischer Held, sondern absoluter Chaot entpuppt. Die junge Frau muß ihre Vorurteile aufgeben, bevor sie sich näherkommen können.

Den sympathischen, etwas kauzigen Norweger Lars hat es in die Arktis Spitzbergens verschlagen, wo er sich als Trapper durchschlägt. Sein von Jahres- und Tageszeiten geregeltes Leben gerät gehörig in Unordnung, als die deutsche Studentin Ellen in seine entlegene Behausung einzieht, um einen Polarwinter lang dem hektischen Großstadtleben zu entfliehen. Schwerer als die Sprachprobleme erweisen sich die unterschiedlichen Erwartungshaltungen und so gerät das Duo immer wieder aneinander…

Ungewöhnlicher Liebesfilm mit Joachim Król vor der malerischen Kulisse des norwegischen Polarwinters.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Stunde des Lichts: Ungewöhnlicher Liebesfilm mit Joachim Król vor der malerischen Kulisse des norwegischen Polarwinters.

    Unter extremen Bedingungen drehte der Belgier Stijn Coninx eine ausgefallene Liebesgeschichte mitten im Nichts. In der Kälte und Einsamkeit Spitzbergens begegnen sich zwei Menschen aus ganz verschiedenen Welten - eine junge, abenteuerlustige Studentin und ein liebeshungriger, wortkarger Trapper. Die Botschaft: Man muß den anderen so akzeptieren, wie er ist.

    Bei zweistelligen Minustemperaturen im Winter stand die 35köpfige Crew von Regisseur Stijn Conix (bekannt durch den oscarnominierten „Daens“) zwischen Norwegen und Nordpol beim Kampf mit der Natur vor fast unlösbaren Problemen. Nicht nur daß es an Komfort mangelte oder die Eiseskälte in die Glieder kroch - mal warf der Schneesturm den ganzen Drehplan durcheinander, klappte der Transport nicht, mußte Kameramann Theo Birkens tatenlos zusehen, wie das Nordlicht strahlte oder der Himmel sich ausdrucksstark färbte, weil das Filmmaterial nicht angekommen war. Diese Schwierigkeiten merkt man dem Resultat der 78 Drehtage nicht an, die visuelle Gestaltung beeindruckt. Die Geschichte basiert auf der autobiographischen Erzählung „Wo bleibt das Licht“ der Niederländerin Heleen van der Laan, die als 19-jährige bei einem ihr völlig fremden Pelzjäger in Spitzbergen überwinterte.

    Die Studentin Ellen will der Großstadthektik entfliehen und begibt sich an den Rand der Zivilisation. In Spitzbergen verbringt sie den Polarwinter bei dem norwegischen Trapper Lars, der sich nach einer Liebesenttäuschung in die Einsamkeit zurückgezogen hat. Erst herrscht Unverständnis zwischen Großstadtpflanze und Einsiedler, Ellen ist enttäuscht von dem mürrischen Kauz, der sich nicht als Held des Nordens, sondern als Chaot des Alltag entpuppt. Lars dagegen hofft erst einmal umsonst auf körperliche Freuden. Nur sehr langsam nähern sich die beiden an. Bis es zur unvermeidlichen, aber dennoch anrührenden Liebesbeziehung kommt, fliegen die Fetzen, muß die junge Frau ihre Arroganz und Vorurteile aufgeben. Trotz holländisch-belegisch-norwegisch-deutscher Co-Produktion ist „Die Stunde des Lichts“ kein beliebig zusammengewürfelter Euro-Pudding, sondern ein warmherziges Werk über den Zusammenprall von Kulturen und Gefühlen. Daß die belgische Schauspielerin Francesca Vanthielen leicht überfordert wirkt, macht ein Joachim Król in Bestform wett. Perfekt meistert er die Gratwanderung zwischen Einfalt und Einfachheit, Eigensinn und Eigenbrötlerei, Verschrobenheit und Verletzbarkeit. Seine starke Präsenz und großartige Landschaftsbilder lassen einige Ungereimtheiten vergessen. Denn bei den sehr erdenschweren Dialogen hapert es gewaltig, und wenn Joachim Król Sätze wie „Füttör för Hünd för Wünter“ von sich geben muß, könnte das für unfreiwillige Komik sorgen. Ökobewußte und Naturfreunde kommen dagegen voll auf ihre Kosten, ob sich das „normale“ Publikum für diesen Film aus dem kalten Norden erwärmen kann, bleibt fraglich. mk.

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