Filmhandlung und Hintergrund

TV-Krimi nach Motiven des gleichnamigen Romans der israelischen Autorin Batya Gur mit Heiner Lauterbach als Inspektor der Jerusalemer Mordkommission.

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Kritikerrezensionen

  • Die Seele eines Mörders: TV-Krimi nach Motiven des gleichnamigen Romans der israelischen Autorin Batya Gur mit Heiner Lauterbach als Inspektor der Jerusalemer Mordkommission.

    Heiner Lauterbach als israelischer Kommissar in Jerusalem? Was auf den ersten Blick irritierend erscheinen mag erweist sich in der Roman-Verfilmung „Die Seele eines Mörders“ als Volltreffer.

    Rund 15 Jahre nachdem er als Freitags-Ermittler „Faust“ im Einsatz war und gut 20 Jahre nach seinen Auftritten als „Eurocop“ Thomas Dorn steigt Heiner Lauterbach erneut für das ZDF als Kriminalist in den Ring. Natürlich will man bei den Mainzern mit einem solchen Zugpferd die Aufmerksamkeit für die ambitionierte Batya-Gur-Verfilmung „Die Seele eines Mörders“ steigern. Doch Lauterbach bringt nicht nur seinen guten Namen in das Projekt ein, er passt auch perfekt in die Rolle des Jerusalemer Oberinspektors Ochajon, der sich durch sein gelassenes und ruhiges Wesen und weniger durch spektakuläre physische Auftritte auszeichnet. Überhaupt ist die Besetzung - eine gesunde Mischung aus deutschen und israelischen Akteuren - absolut harmonisch.

    Die besondere Stärke des Films liegt jedoch darin, dass er mit wesentlich mehr aufwartet, als einem packenden Krimi-Plot an einem im deutschen Formatfernsehen gänzlich unbekannten Schauplatz. Die Geschichte um den Mord an einer jüdisch-jemenitischen Anwaltsgehilfin führt bis zurück in die Konzentrationslager Nazi-Deutschlands. Einem Domino-Effekt gleich zieht das Schicksal überlebender Mengele-Opfer - die nach den Torturen durch den KZ-Arzt keine Kinder mehr bekommen konnten - neue Schicksale und Familiendramen nach sich. Einige der nach Israel emigrierten Opfer adoptierten Kinder, häufig, ohne sich ernsthaft nach deren Herkunft zu erkundigen. Und solch einem Schicksal war die Anwaltsgehilfin auf der Spur.

    Ohne großes Aufheben und ohne die lineare Krimistruktur zu vernachlässigen erzählt „Die Seele eines Mörders“ von diesem traurigen Kapitel in der Geschichte Israels. Allein beim eigentlich gut gewählten musikalischen Thema ging das Maß verloren. Es bleibt ein Mysterium, warum TV-Verantwortliche so selten auf die solitäre Kraft des Wortes und des Bildes vertrauen. fra.

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