Die Schwester

  

Filmhandlung und Hintergrund

Geschwisterdrama mit Rosemarie Fendel und Cornelia Froboess.

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Kritiken und Bewertungen

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4 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

  • Die Schwester: Geschwisterdrama mit Rosemarie Fendel und Cornelia Froboess.

    Mit ihrem jüngsten Werk knüpft Margarethe von Trotta an einen ihrer ersten Filme an. Die Parallelen sind nicht nur wegen des Titels offenkundig. Das Drama lebt vor allem von den großartigen Darstellern.

    In „Schwestern oder Die Balance des Glücks“, 1979 entstanden, beschreibt Margarethe von Trotta das komplexe Beziehungsgeflecht zwischen zwei Schwestern, deren gegenseitige Abhängigkeit zu einem fatalen Ungleichgewicht geführt hat: Mit dem Unglück der einen wächst das Glück der anderen.

    Das Drehbuch zu Trottas jüngstem Film stammt von Johannes Reben („Bei Thea“). Reduziert man die Geschichte auf den Handlungskern, sind die Parallelen jedoch unverkennbar: Zwei einander in inniger Hassliebe ergebene Schwestern wohnen seit Jahrzehnten zusammen. Wilma, um die achtzig, ist die ältere. Sie kümmert sich um die jüngere gehbehinderte Margot, obwohl deren einziger Dank in pausenloser Schikane besteht. Aber dann lernt Wilma einen Mann kennen. Als der charmante Gregor aus seinem Männerheim ausziehen muss, nehmen die Schwestern ihn bei sich auf. Eine Weile funktioniert die Senioren-WG, doch dann kann Margot der Versuchung nicht länger widerstehen.

    Im Grunde könnte die Geschichte auch als Kurzfilm erzählt werden; die Handlung ist recht überschaubar. Dass man ihr trotzdem bereitwillig neunzig Minuten lang folgt, spricht für die Kunstfertigkeit der Inszenierung, ist aber natürlich auch den Darstellern geschuldet. Matthias Habich hat dabei die vergleichsweise leichteste Aufgabe; er muss eigentlich nur Charme versprühen und seine Dialoge gelegentlich mit italienischen Vokabeln würzen. Die Herausforderung für Rosemarie Fendel ist schon etwas größer. Wilma ist die zentrale Figur in dieser menage à trois. Ihr kommt zwar eindeutig die Opferrolle zu, aber Fendel muss sie von Anfang an mit einem Funken Widerstand versehen, damit ihr späterer Ausbruchsversuch auch glaubhaft wirkt. Herausragend ist die Leistung von Cornelia Froboess, und das keineswegs bloß, weil sie sich schon seit Jahren rar gemacht hat und ihr letzter bemerkenswerter Auftritt geraume Zeit her ist. Allerdings vollzieht Margot auch die größte Entwicklung: Als Gregor in die traute Zweisamkeit eindringt, blüht Margot ähnlich auf wie Wilma. Sie wandelt sich von einer durchtriebenen ordinären alten Hexe, vor deren Zynismen nichts und niemand sicher ist, zu einer Frau, deren Attraktivität lange unter Verbitterung verschüttet war.

    Obwohl sich die Geschichte über weite Strecken in der Wohnung der Schwestern zuträgt, wirkt das Kammerspiel nur selten wie ein verfilmtes Theaterstück; ohne Frage neben den vorzüglichen Hauptdarstellern auch ein Verdienst der Bildgestaltung Axel Blocks. tpg.

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