Die Reise ins Glück

  1. Ø 0
   2004
Die Reise ins Glück Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Reise ins Glück: Schräges, psychedelisches und amüsantes Abenteuer-Märchen.

Kapitän Gustav (Jürgen Höhne) will sich mit seiner bezaubernden Braut Eva (Jasmin Harnau) und den fünf Kapitänskindern zur wohlverdienten Ruhe setzen. Er steuert per Schneckenschiff unter Begleitung seines 1. Offiziers, eines Bordorchesters und einer vielköpfigen Mannschaft aus Tier und Mensch ein idyllisches Eiland unter der Sonne an. Doch ach: Die Insel ist bereits bewohnt vom fiesen König Knuffi (Holger Müller) und seinen Schergen, den stets von hohem Harndrang geplagten Propagandaministern.

Underground-Landwirt Wenzel Storch, von seinen Verehrern gern als „besserer Buck“ oder „Deutschlands Antwort auf Terry Gilliam“ apostrophiert, schlägt wieder zu und stellt die Nerven ahnungsloser Familienfilmfreunde mit dieser effektvollen Fantasykomödie auf eine steinharte Probe.

Kapitän Gustav und seine aus Eingeborenen, Bär, Eule und Fröschen zusammengewürfelten Mannschaft wollen sich zur Ruhe setzen. Sie stranden mit ihrem Schneckenschiff auf einer unbekannten Insel. Doch dort herrscht ein böser König, der den verdienten Ruhestand zum Albtraum macht.

Einst rettete der dicke Gustav dem kleinen Knuffi auf dem zugefrorenen Dorfteich das Leben, doch davon will Knuffi, seit er König geworden ist, nichts mehr wissen. Statt dessen versucht er, Gustav die schöne Eva auszuspannen und schickt seine zwielichtigen Minister, um Unruhe zu stiften. Gustav ist nämlich eben erst auf Knuffis Insel gelandet mitsamt seinen unzähligen Kindern und Tieren. Und er hat nicht vor, König Knuffis Unrechtsregime tatenlos hinzunehmen. In den Eingeborenen findet er Verbündete.

Auf seinen Reisen kommen Abenteurer Gustav und seine schillernde Bagage auf die Insel von König Knuffi. Dort liegt manches im Argen. Experimenteller Kinderspaß für Erwachsene.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Aus dem westfälischen „Underground“ stammt das schräge und vergnügliche Abenteuermärchen um eine kuriose Seefahrt, die mit Schauspielern, Knetfiguren und Tieren ins Bayerische Hochland führt. Wenzel Storch, einschlägig bekannt für seine ausschließlich in der eigenen Filmwerkstatt und den Wäldern und Feldern ringsumher entstandenen Produktionen, mit denen er meist auf Kurzfilmfestivals zu sehen ist, gelang damit der Sprung aufs Fantasy Filmfest 2004, wo der mit rund 70 Minuten mittellange Seemannsgarn hingehört.

    Im Prolog mit Knetfiguren geben drei Schneemänner als Orakel den künftigen Kurs für die Freunde Gustav und Knuffi an, die in ein Eisloch urinieren. Als Erwachsene leben sie mit Eva auf einem Bauernhof, bis Gustav mit Eva im Schneckenschiff auf Weltreise geht. Nach der Rückkehr finden sie Knuffi als König vor, siegen über einen Tyrannen und begegnen sich am Eisloch als Kinder wieder. Ab geht’s ins Bayerische Hochland, denn „auf der Alm, da gibt’s ka Sünd'“.

    Um den losen Handlungsfaden bastelt Storch mit vielen Apparaturen, echten Tieren, Knetfigurenanimation, Menschen in Tiermasken und mit Ballonbäuchen eine popbunte Märchenwelt. Als Running Gag dient ein weißer Hase, der im psychedelischen Wunderland mit dem Spruch „Es stinkt“ durch die Szenerie hoppelt und sich in ein riesiges mechanisches Stofftier verwandelt. Omas im Korsett als „Verführerinnen“, ein sich übergebender Bär, eine Filmvorführung in Schwarzweiß, ein Lustgarten, eine Gehirnamputation, eine Dreschmaschine als Kutsche und an „Siebenstein“ erinnernde Gebilde aus Röhren und Drähten gehören zu den in Stakkato-Montage aufgenommenen Szenen, die mit asynchronem Ton und Off-Erzähler sich der puren Lust an den originellen Einfällen hingeben. Launig, launisch, unklassifizierbar, privateste Fantasy für Programmkinos mit Faible fürs Schrille. ger.

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