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Die Räuber

   Kinostart: 19.03.2015

Les brigands: Familiendrama um zwei rivalisierende Brüder nach dem Bühnenstück von Friedrich Schiller, angesiedelt in der Hochfinanz, als Film Noir.

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Filmhandlung und Hintergrund

Familiendrama um zwei rivalisierende Brüder nach dem Bühnenstück von Friedrich Schiller, angesiedelt in der Hochfinanz, als Film Noir.

Um seinen Vater, einen Banker, der Gelder veruntreut haben soll, zu schützen, nahm Karl die Schuld auf sich und ging dafür drei Jahre hinter Gitter. Zurück in Freiheit stellt er fest, dass sein Bruder Franz die Fusion mit einer Großbank nur deshalb vorangetrieben hat, um im noch größeren Stil Geld waschen zu können. Daraufhin versucht Karl alles, um Beweise gegen Franz in die Hände zu bekommen. Dabei schreckt er auch vor Raubüberfällen und Geißelnahmen nicht zurück. Doch Franz scheint stets einen Schritt voraus zu sein.

Als ein junger Banker erkennt, dass sein Bruder Geldwäsche im großen Stil betreibt, geht er in den Untergrund und wird zum Wegelagerer. Das Stück von Friedrich Schiller, modernisiert als Film noir in der Welt der Hochfinanz.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Räuber: Familiendrama um zwei rivalisierende Brüder nach dem Bühnenstück von Friedrich Schiller, angesiedelt in der Hochfinanz, als Film Noir.

    Moderne und eigenwillige Interpretation von Schillers gleichnamigem Bühnenstück um zwei verfeindete Brüder in der europäischen Bankiersszene.

    Höchst ambitioniert kommt das Werk des luxemburgischen Regie-Duos Frank Hoffmann und Pol Cruchten daher, das das 36. Festival Max Ophüls Preis in Saarbrücken eröffnen durfte. Schließlich handelt es sich bei dem mit deutschen und belgischen Geldern mitfinanzierten „Die Räuber“ zum einen um eine Neuinterpretation des gleichnamigen Sturm-und-Drang-Dramas von Friedrich von Schiller, zum anderen wird hier der Versuch unternommen, die korrupte Hochglanzwelt der Supereichen, insbesondere jene der Banker, zu durchleuchten. Allerdings fehlt es dem Drehbuch, das Hoffmann gemeinsam mit Erick Malabry verfasst hat, an Stringenz. Zwar dominiert der Twist zwischen den ungleichen Brüdern Karl und Franz die Handlung. Doch im Laufe der Geschichte werden zu viele Nebenschauplätze und Nebenfiguren etabliert, die vom eigentlichen Thema wegführen. Zudem verliert der Film, der zu Beginn mit einem originell inszenierten Kidnapping- und Bankraub-Coup überrascht, schnell an Tempo und Rasanz.

    Der Action-Plot weicht so nach und nach dem Psychogramm eines Banker-Clans, das sich insbesondere durch Dialoglastigkeit und eine gewisse Schwerfälligkeit auszeichnet. In dieser Phase kommen aber die darstellerischen Qualitäten des Schauspiel-Ensembles zur Geltung. Neben den beiden von Éric Caravaca und Robinson Stévenin verkörperten Brüder setzen vor allem Frankreichs Charakterschauspielerin Isild Le Besco („Der Unberührbare“) als deren als Vermittlerin auftretende Schwester und der 2014 verstorbene Maximilian Schell, der als dominantes Familienoberhaupt ein letztes Mal seine gewaltige Leinwandpräsenz aufblitzen lässt, die Glanzpunkte.

    Handwerklich ist an „Die Räuber“ nichts auszusetzen. Das Produktionsdesign ist stimmig und dem eleganten Ambiente angepasst, die Kamera produziert kristallklare Bilder der Upper Class, in der die Herren edles schwarzes Tuch tragen und „frau“ im engen roten Kostüm für den Kontrast sorgt. Und wenn am Ende Großbanken fusioniert, schmutzige Finanzgeschäfte vertuscht und Millionenbeträge veruntreut wurden, macht jeder wieder business as usual, oder wie es Ex-Häftling Karl ausdrückt, als er seinen angestammten Platz im Familienunternehmen wieder einnimmt: „Es gibt sie nicht die Freiheit. Ich habe nur das Gefängnis gewechselt. Und da ist es ein bisschen wärmer.“ lasso.

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