Die Mutter des Killers

  1. Ø 5
   1996
Die Mutter des Killers Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Die Mutter des Killers: Schwarze Kriminalkomödie mit viel trockenem Witz, formal überzeugend in Szene gesetzt vom vielversprechenden Nachwuchsmann Volker Einrauch.

Bestattungsgehilfe Eddie wird vom Leben nicht eben mit Samthandschuhen angefaßt. Seine Frau betrügt ihn, sein Bruder ist ein lästiger Depp,der Alkoholismus klopft an die Tür, und obendrein steht er immer noch unter dem Pantoffel seiner übermächtigen Mutter. Doch dann gerät Eddie in ein mörderisches Komplott, das die Situation drastisch ändert.

Schwarze Kriminalkomödie mit viel trockenem Witz, formal überzeugend in Szene gesetzt vom vielversprechenden Nachwuchsmann Volker Einrauch.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Für Überraschung sorgte beim „Filmfest München“ 1996 die Vergabe des mit 60.000 Mark dotierten Regie-Förderpreises der Hypobank für „unternehmerisches Engagement“. Der Preis ging an den krassen Außenseiter Volker Einrauch für seine bizarre Genre-Persiflage „Die Mutter des Killers“. Die in brillantem schwarz-weiß gedrehte Story, über einen scheinbar toten Krimischriftsteller, der „posthum“ einen Preis erhält und plötzlich wieder quicklebendig ist, polarisierte das Publikum trotz Schauspielerriege wie Peter Lohmeyer und Dieter „Alles-außer-Mord“ Landuris.

    Wer bunte Beziehungskomödien und schicke Menschen mit Handys satt hat, wird sich bei diesem skurril-schrägen Mordkomplott erholen können. Vorausgesetzt, er mag einen speziellen schwarzen Humor, äußerst spröde Dialoge (Kostprobe:“ Wo gehst du hin?“ – „Na, wohin schon? Ficken“ – „Schon wieder?“ – „Was dagegen?“ – „Ich bin dein Mann“) und ein gewöhnungsbedürftiges Sozial-Ambiente. Im Mittelpunkt der kruden Mischung stehen zwei Figuren: Krimischreiberling Theo Bono (Peter Lohmeyer) läßt sich als Leiche deklarieren, um einen perfekten Mord zu begehen, erweist sich dann aber doch als „Weichei“ als er posthum den Schriftstellerpreis „Die goldene Kanone“ erhält und lieber seine Autorenkarriere fortsetzen will. Sein Gegenpart ist Eddie (Dieter Landuris), ein Bestattungsgehilfe, dem seine Frau ständig die Hörner aufsetzt und der sich im Gegenzug mit Theos Geliebter vergnügt, vom Lover der eigenen Gattin was auf die Mütze kriegt und überhaupt schlecht mit dem Leben klarkommt. Die bösartige Komödie wurde in nur 15 Drehtagen mit einem Mini-Budget von 400.000 Mark gedreht. Da blieb kein Pfennig übrig für irgendwelche Spezialeffekte oder technische Spielereien, sondern da mußte auch schon mal improvisiert werden, einige Szenen mit ein oder zwei Einstellungen im Kasten sein, was man natürlich auch sieht. Einrauch orientiert sich mit seiner ersten Solo-Regie an Vorbildern wie „Mann beißt Hund“, erreicht aber nicht ganz das Abgründige des Originals. Zwar bürstet der 46jährige bei diesem „Schnellschuß“ kräftig gegen den Strich und manchmal blitzen in diesem Feuerwerk an Absurdität durchaus Fragmente eines lakonischen Humors auf, aber das beliebte Gütesiegel „kleiner, schmutziger Film“ allein reicht nicht, um den Durchschnittszuschauer bei dieser 79minütigen Fingerübung bei der Stange zu halten. Für Ungereimtheiten entschädigt aber ein Peter Lohmeyer in Bestform und eine innovative Kamera (Bernd Meiners). Wie bei Sexy Sadie“, der es in kleiner Kopienzahl in neun Wochen auf rund 45.000 Zuschauer brachte, könnte sich auch bei „Die Mutter des Killers“ ein junges Szene-Publikum herrlich amüsieren und in Großstadt-Programmkinos bei richtigem Marketing durchaus Erfolg zeigen.mk.

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