Filmhandlung und Hintergrund

Im beschwingten Stil klassischer Abenteuerfilme gehaltenes Comeback des TexMex-Robin Hoods. Mantel-Masken-und-Degen-Spaß.

Der alternde Don Diego de la Vega vereint seine schwindenden Kräfte mit dem Heißsporn Alejandro, dem er das Fechten und Manieren beibringt. Alejandro soll für Zorro die Klinge bei dessen Rache an Don Rafael führen, der 20 Jahre zuvor die Frau seines Herzens tötete, seine Tochter stahl und ihn ins Gefängnis werfen ließ. Jetzt ist der Menschenschinder zurück - und Zorro wieder gefragt.

Mexiko 1821: Die Revolution fegt die spanischen Herrscher aus dem Land. Doch noch bevor der Diktator flieht, läßt er die schöne Gattin seines Erzfeindes Don Diego De La Vega alias Zorro töten und entführt dessen kleine Tochter Elena. Zwanzig Jahre später kehrt der Usurpator gestärkt zurück. Um sich an ihm zu rächen, bildet der altgewordene De La Vega den jungen Banditen Alejandro Murrieta zum neuen Zorro aus. Verkleidet erhält dieser Zutritt zu einem großen Fest im Palazzo des machtlüsternen Spaniers…

Im beschwingten Stil klassischer Abenteuerfilme gehaltenes Comeback des TexMex-Robin Hoods. Mantel-Masken-und-Degen-Spaß.

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Kritikerrezensionen

  • Die Maske des Zorro: Im beschwingten Stil klassischer Abenteuerfilme gehaltenes Comeback des TexMex-Robin Hoods. Mantel-Masken-und-Degen-Spaß.

    Wenn die neuen Helden nichts mehr taugen, müssen eben die alten zur Rettung schreiten. Sah man sich als popcornwilliger Zuschauer in dieser US-Sommersaison bislang gezwungen, Wurmforschern („Godzilla“) oder Ölbohrern („Armageddon“) die Daumen zu drücken, serviert nun Amblin Entertainment mit dem Edelmann Zorro einen anachronistischen Heroen, dem man ohne schlechtes Gewissen zujubeln darf. Etliche Filmjahre mag der spanische Robin Hood auf dem Buckel haben, doch in Martin Campbells prächtig anzusehendem Mantel-und-Degen-Actioner wirkt er jung, frisch, spritzig und mitreißend - wegen seiner famosen Darsteller Anthony Hopkins und Antonio Banderas, aber auch, weil „Die Maske des Zorro“ nicht nur nach dem Vorbild von „Indiana Jones“ ein wenig auf den heutigen Stand der Dinge gebracht wurde, sondern auf den Geist des Original-„Zorro“ und all der anderen roten Korsaren der Filmgeschichte zurückgriff, die nicht nur mit Wagemut, sondern auch mit Charme betörten.

    Der Erfolg von „Zorro“ steht und fällt mit den Fechtszenen - und hier rasseln die Säbel geradezu im Akkord: Ob ernste Duelle zwischen den Todfeinden, humorvolle Kämpfe zwischen dem maskierten Helden und einer ganzen Horde von Opponenten oder romantisch-verspielte Aufeinandertreffen zwischen Zorro und seiner eine nicht minder scharfe Klinge führende Auserwählten: Eine Armada von Stuntleuten hat ganze Arbeit geleistet und ohne die Hilfe von Computereffekten eine perfekte Illusion geschaffen. Die Natur des Fechtens erlaubt es den handelnden Figuren überdies, während ihrer Auseinandersetzungen markige Dialoge auszutauschen, und Martin Campbell („GoldenEye“) nutzt sie, um die Action um ein lustvoll-spielerisches Element effektiv zu erweitern. So elegant ging es bei Angelegenheiten um Leben und Tod nicht mehr zu, seit Gene Kelly den Dienst bei den Musketieren quittierte. Überhaupt sind bestenfalls das hohe Tempo und eine kurze Stuntsequenz, in der Zorro eine Schaufel als Skateboard benutzt, Konzessionen an das hyperaktive Kino der Neunziger. Der Rest ist ein Besuch bei den Konventionen der Vierziger, aber sie wurden stimmungsvoll und mit der unbedingten Lust an Unterhaltung derart enthusiastisch umgesetzt, daß sich „Die Maske des Zorro“ in diesem freudlosen Sommer der verwackelten Kameraführung fast wie eine Revolution ausnimmt. Wie Zorro kämpft der Film einen gerechten Kampf - und gewinnt ihn für sein Publikum.

    Daß Anthony Hopkins als alternder Diego de la Vega (sprich: Zorro) und Antonio Banderas als ungehobelter Heißsporn so ein gutes Hauptdarstellerpaar abgeben, trägt nicht unerheblich zum Gelingen des sonnendurchfluteten Fantasy-Unternehmens bei. Rache ist beider Triebfeder, und so gelingt es dem grauen Wolf, den jungen Mann in ein paar pfiffigen Szenen in der Kunst des Fechtens und des guten Umgangs zu unterrichten. Banderas soll für Vega die Klinge bei seiner Rache an dem bösen Don Rafael (Stuart Wilson als herrlich sinistrer Vorfahre von Alan Rickman) führen, der 20 Jahre zuvor die Frau seines Herzens tötete, seine Tochter stahl und ihn ins Gefängnis werfen ließ. Jetzt ist der Menschenschinder an die Küste Mexikos zurückgekehrt, um sich erneut auf Kosten des Volkes zu bereichern - und hat Vegas bildschöne Tochter (Ebenbild eines Filmstars der Fünfziger: Catherine Zeta-Jones) mitgebracht, die glaubt, Don Rafael sei ihr Vater.

    Eine wunderbare Ausgangssituation: Die Bühne ist bereit für unablässiges Hauen und Stechen, verbales und tatkräftiges Taktieren, glutäugige Romantik und fulminante Action - und alle Mitwirkenden werfen sich con brio in die diversen Schlachten, in denen ein gefochtener Pas de deux mit anschließendem Striptease und eine witzige Hommage an das Wagenrennen in „Ben Hur“ die Höhepunkte bilden. Als ginge es darum, die Ehre des alten Hollywood zu retten, scheute man kaum Kosten und Mühen, um „Die Maske des Zorro“ in rauschendes Entertainment zu verwandeln. Für Zwölfjährige oder solche, die gerne wieder zwölf wären, hat man in diesem Jahr sicherlich noch keinen besseren Film gedreht - und das ist voller Respekt und Lob gemeint. ts.

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