Die Liebe ein Traum

  1. Ø 5
   2007
Die Liebe ein Traum Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Liebe ein Traum: TV-Liebeskomödie nach dem Motto "Warum einfach, wenn's auch umständlich geht".

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Schon die ersten Momente sind verräterisch, aber das ahnt man noch nicht, weil der Film nach der Einführung in die Rahmenhandlung einen ganz anderen Ton anschlägt. Der Epilog jedoch ist dem großen Xaver Schwarzenberger (Kamera und Regie) ein wenig steif geraten.

    Da begegnen sich ein Mann und eine Frau auf der Straße, beide kommentieren die Szene in Gedanken, suchen quasi händeringend nach originellen, geistreichen Begrüßungsworten und bringen doch bloß Banalitäten zustande. Neunzig Minuten später wird man wissen: Das gilt für die gesamte Geschichte. Zunächst aber erinnern sich die beiden im Grazer Café, wie sich ihre Lebenswege vor vielen Jahren erstmals gekreuzt haben; und plötzlich wirkt der Film wie eine spritzige ProSieben-Komödie. Die erste Beziehungsphase ist Autor Stefan Rogall richtig gut gelungen: Die Figuren sind fesselnd, die Szenen pointiert geschrieben, die Entwicklung interessant. Man möchte wissen, wie’s weitergeht mit dem angehenden Architekten Max und Japanisch-Studentin Anna (Florian David Fitz und Stefanie Dvorak), die sich an der Uni in Graz kennen gelernt und ineinander verliebt haben, obwohl gerade sie das gar nicht wollte, weil sie viel zu verschieden sind. Er ist der typische Sunnyboy, sie mag die Dinge gern kompliziert, und so gestaltet sie auch die Beziehung: Silvester offenbart sie ihm, dass sie Neujahr nach Japan fliegen werde; für zwölf Monate.

    Dieses erste Drittel ist schwungvoll inszeniert. Gerade bei den gemeinsamen Auftritten von Fitz und Maresa Hörbiger (unüberhörbar eine Schwester von Christiane) ist der Film sehr komisch, weil Hörbiger als Annas Mutter Shirley eine Frau mit scharfer Zunge ist; außerdem trifft sie Max zufälligerweise stets nackt an. Dann aber ändert sich die Tonart grundlegend. Aus der beschwingten Komödie wird ein Beziehungsfilm, selbst wenn das fast paradox ist, weil die Beziehung ja zu Ende ist. Aber die besten Freunde der beiden Hauptfiguren, ihrerseits gleichfalls mehr schlecht als recht miteinander liiert (Aglaia Szyszkowitz, Johann von Bülow), sorgen dafür, dass sich Max und Anna immer wieder begegnen. Die alten Anziehungskräfte wirken immer noch, aber Anna ist jetzt mit einem britischen Kurator liiert, den sie in Venedig zu heiraten gedenkt.

    Auch die Inszenierung ändert sich; mit der Reifung der Figuren wandelt sich der Elan vom Anfang zu einem fast bedächtigen Tempo. Pointen gibt es hier und da immer noch, doch sie fallen eher am Rande an; eine Komödie ist der Film jedenfalls nicht mehr. Selbst die Musik wird plötzlich viel prätentiöser. In gleichem Maß wirken auch die anfangs spritzigen Dialoge mehr und mehr um Anspruch bemüht und ähnlich konstruiert wie die gesamte Geschichte. Außerdem klingen in dieser österreichisch-deutschen Koproduktion die Einheimischen, als hätten sie sich fürs hiesige Fernsehen synchronisieren müssen. tpg.

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