Filmhandlung und Hintergrund

Actionabenteuer über die Rettung des jugendlichen letzten römischen Kaisers vor der Klinge brutaler gotischer Eroberer.

Rom anno domini 476. Das Weltreich hat seinen Zenith lange überschritten und der 12-jährige Romulus Augustus (Thomas Sangster) soll zum neuen Kaiser gekrönt werden. Doch eine Horde Barbaren überfällt die Stadt und verschleppt den Jungen und seinen väterlichen Lehrmeister Ambrosinus (Ben Kingsley) nach Capri. Der Befehlshaber der kaiserlichen Leibgarde, Aurelius (Colin Firth), bricht mit einigen hartgesottenen Legionären auf, den Caesar zu retten. Mit der byzantinischen Kriegerin Mira (Aishwarya Rai) können sie ihn aufspüren.

Historische Abenteuerschlacht nach dem gleichnamigen Bestseller von Valerio Massimo Manfredi. Das actionreiche Epos bietet neben Weltstars wie der Bollywood-Queen Aishwarya Rai Namen wie Peter Mullan, John Hannah und „Darth Vader“ Hayden Christensen auf.

Nachdem seine Eltern von den Goten ermordet wurden, wird Romulus Augustus, der gerade inthronisierte zwölfjährige letzte Kaiser Roms, mit seinem Lehrer in eine Festung auf Capri verbannt. Befreit von seinem Leibgardisten und einer byzantinischen Kriegerin, zieht der von Goten verfolgte kleine Trupp nach Britannien. Dort sucht Romulus die letzte loyale Legion Roms, um das Reich zurückzuerobern.

Nachdem seine Eltern von den Goten ermordet wurden, wird Romulus Augustus, der gerade inthronisierte zwölfjährige letzte Kaiser Roms, zwar verschont, aber entmachtet und mit seinem Lehrer in eine Festung auf Capri verbannt. Befreit von seinem Leibgardisten und einer byzantinischen Kriegerin, zieht der von Goten verfolgte kleine Trupp nach Britannien. Dort sucht Romulus die letzte loyale Legion Roms, um das Reich zurückzuerobern. Ein geschichtsträchtiges Schwert soll den Sieg über die Übermacht sichern.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Die letzte Legion ist ein unerwartetes Kinoerlebnis. Die letzten Jahre boten eine Schwemme von Fantasy und Abenteuer Filmen, bei denen die Herr der Ringe – und Fluch der Karibik – Trilogien als Paradebeispiel und Vorbild gedient haben. Auch kleine Produktionen boten in diesem Fahrwasser auf einmal große Effekten und animierte Wesen und Bösewichte auf. Und schon vor nunmehr sieben Jahren wurde auch der Sandalenfilm durch das Historienepos Gladiator wieder neues Leben eingehaucht.

      Doch Die letzte Legion bricht mit all diesen neuen Traditionen, vielmehr ist dies ein Abenteuerfilm des alten Schlages. Als es noch nicht so wichtig war, dass die Effekte dem verwöhnten Auge des Zuschauers gefielen und als die Geschichten noch nicht auf harten Fakten und historischen Ereignissen basierten.

      Nimmt man diesen Maßstab, ist Die letzte Legion ein durchaus guter Film. Wer hätte schon gedacht, dass der romantische Held Colin Firth, Ursache vieler verträumter Seufzer von Frauen mit Hang zum Kitsch, tatsächlich als kerniger Actionheld durchgehen würde. Ein gewagter Versuch, der tatsächlich aufgeht. Zwar kommt er an den melancholischen Blick eines Clive Owen nicht heran, doch bietet er andere Qualitäten, die vor allem mit seiner selbstironisch vorgetragenen Art zu einem neuen Typus des Helden werden.

      Natürlich setzt Die letzte Legion auf viele Story Klischees, und natürlich kann man sich beim Anblick des geheimnisvollen Reiters aus dem oströmischen Reich schon denken, dass es sich um eine Frau handelt. Denn bis dato fehlte der Geschichte die Liebeskomponente, die damit erfolgreich und durchaus hübsch anzusehen, installiert wurde. Aber in diesen Ideen findet sich auch ein tiefes Vertrauen zum Kino wieder, ein „ich habs doch gleich gewusst“ Effekt, der manchen Menschen durchaus positiv aufstoßen wird.

      Allerdings begibt sich Die letzte Legion nichtsdestotrotz auf ein gefährliches Feld. Denn Tatsache bleibt, weder die Geschichte, noch die Darsteller, trotz des großartigen Ben Kingsley, können mit den Filmen der letzten zehn Jahre mithalten. Hier fehlt es an überzeugenden Charakteren und oft schlichtweg am Timing. Der Film lässt sich oft an den falschen Momenten zu viel Zeit und an anderen passieren drei Dinge gleichzeitig. Dies alles wird dem verwöhnten Zuschauer übel auffallen und im Vergleich kann dieser Film nur schlecht abschneiden.

      Dennoch, man sollte ihn nicht gleich verurteilen. Regisseur Doug Lefler, Regisseur einiger Xena Folgen und des Video Release Filmes Dragonheart A New Beginning, hat zwar keinen neuen Gladiator oder gar Herr der Ringe geschaffen. Dennoch kann man sich diesen Film an einem verregneten Sonntagnachmittag anschauen und sich durchaus amüsiert fühlen. Gerade die familientaugliche Umsetzung mit wenig blutrünstiger Gewalt und rasanten Kampfszenen, könnte dem Film zumindest als DVD Release noch einige Zuschauer bescheren. Im Kino hingegen muss man ihn nicht unbedingt gesehen haben. Denn dafür ist er stellenweise zu schwülstig und kitschig, hier fällt vor allem der überschwängliche Score von Komponist Patrick Doyle auf. Und auch Aishwarya Rai bringt durch ihr stellenweise übertriebenes Bollywoodspiel nicht gerade Authentizität auf den Plan. Dennoch, ein Film, dem man gerne glauben mag, dass er eigentlich viel besser sein wollte und dem man dadurch gerne Sympathiepunkte schenkt.

      Fazit: Altbackener Abenteuerfilm mit schnelllebiger Geschichte und erstaunlich komplexen Cast.
    2. Die letzte Legion: Actionabenteuer über die Rettung des jugendlichen letzten römischen Kaisers vor der Klinge brutaler gotischer Eroberer.

      Internationale Koproduktion, die den letzten und darüber hinaus jugendlichen Kaiser Roms zum Mittelpunkt eines Actionabenteuers macht.

      Vor „Gladiator“ galt der Kino-Untergang Roms als endgültig, und auch nach dem Comeback mit Ridley Scotts Welthit zog sich der Glanz der Cäsaren vor allem in Mini- und TV-Serien wie „Empire“ oder „Rome“ zurück. Schon aus diesem Grund ist diese Medium-Budget-Produktion aus dem Clanzentrum von Dino De Laurentiis (Produzenten sind Ehefrau und Tochter) ein Wagnis, denn sie holt Rom in Cinemascope und damit großformatig wieder ins Kino. Das von David Leland überarbeitete Drehbuch von Jez & Tom Butterworth ist ein Destillat aus geschichtlichem Hintergrund, dem gleichnamigen Roman von Valerio M. Manfredi und Hollywood-Historik, ergänzt von Anspielungen an jüngere Blockbuster aus Mittelerde. Die Handlung setzt etwa 80 Jahre nach der Spaltung des Reichs in eine oströmische (byzantinische) und weströmische Hälfte ein. Geschichtliche Überforderung droht aber keinem Zuschauer, da der Film Details ausspart und sich auf ein klassisches Waisentrauma konzentriert. Das Opfer verliert allerdings nicht nur seine Eltern, sondern auch deren Krönungsgeschenk, das weströmische Reich: Gerade erst von seinem Vater illegitim zum Kaiser ernannt, wird der 12-jährige Romulus durch einen brutalen Überfall gotischer Barbaren seiner Eltern beraubt, entmachtet und nur dank der Überredungskünste seines Lehrers (Ben Kingsley im trendigen Gandalf-Look) verschont. Gemeinsam werden Schüler und Meister nach Capri verbannt, um schließlich von Romulus‘ Leibgardisten (Colin Firth ungewohnt actionorientiert) und einer byzantinischen Amazone (Indiens Naturwunder Aishwarya Rai) befreit zu werden. Verfolgt von einem angemessen finsteren Goten, macht sich die kleine, von wenigen tapferen Kameraden unterstützte Gruppe nach Britannien auf. Gefunden wird dort die letzte loyale Legion Roms, aber auch ein magisches Schwert, das die Brücke baut von Cäsar bis hin zu Camelot. Auch wenn man das ursprüngliche Ziel, die Rückeroberung Roms, schließlich aufgibt, wird der Actionfan im Rahmen des Budgets zufrieden gestellt. Regisseur Doug Lefler, der schon eine Direct-to-DVD-Antwort auf das opulentere Fantasyabenteuer „Dragonheart“ meistern musste, meidet die große Auseinandersetzung, setzt auf viele kleine Schwert- oder spätantike Martial-Arts-Duelle und auf den sanft erotischen Geschlechterkampf zwischen der attraktiven Poserin Rai und Sandalenneuling Firth. Am Ende wird auch noch Genrenachwuchs geboren, der als kleiner Bruder von „King Arthur“ verstanden werden kann. kob.

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