Die Leibwächterin

  1. Ø 4.4
   2005
Die Leibwächterin Poster
Alle Bilder und Videos zu Die Leibwächterin

Filmhandlung und Hintergrund

Die Leibwächterin: Thrillerdrama: Ulrike Folkerts als Personenschützerin, die eine EU-Politikerin (Barbara Rudnik) vor einem Attentat bewahren muss, gleichzeitig aber von den Killern mit einer Drohung gegen ihren Sohn erpresst wird.

Darsteller und Crew

Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(6)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Drei Geschichten sind manchmal eine zuviel: Harald Göckeritz und Markus Imboden können sich nicht entscheiden, ob sie einen Polit-Thriller, ein Familiendrama oder einen Beziehungsfilm erzählen wollen.

    Kaum eine „Tatort“-Darstellerin wird derart mit der Ermittlerrolle identifiziert wie Ulrike Folkerts. Das ist der Fluch des frühen Ruhms: Lena Odenthal war ihre erste große Rolle. Doch die Ludwigshafener Kommissarin hat man nach zehn Minuten vergessen. Der Film „Die Leibwächterin“ hat ein anderes Manko, und das wiegt ungleich schwerer als das eindeutig besetzte Image von Folkerts: Autor Harald Göckeritz und Regisseur Markus Imboden, beide bekannt für starke Frauenfiguren, wollen einen Polit-Thriller als Melodram verpacken. Oder einen Beziehungsfilm als Polit-Thriller. Und das funktioniert hier nicht.

    Das interessanteste an dem immer unwahrscheinlicher werdenden Konstrukt ist der Ausgangspunkt: Die ehrgeizige EU-Politikerin Johanna Sieber (Barbara Rudnik) will die Subvention des Tabakanbaus abschaffen. Ihre Argumentation ist schlüssig, gibt doch die EU die gleiche Summe aus, um vor den Folgen des Rauchens zu warnen. Die Lobbyisten der südeuropäischen Tabakbauern finden das natürlich gar nicht gut. Es kommt zu ersten, noch glimpflich verlaufenden Anschlägen. Wer die Drahtzieher sind, bleibt offen; Göckeritz begnügt sich mit Andeutungen auf die Mafia.

    Verantwortlich für die Unversehrtheit der angehenden EU-Kommissarin ist ihre Leibwächterin Mona (Folkerts). Die ahnt nicht, was auf sie zukommt, als eine Zeitung für das unfreiwillige Outing ihrer Chefin sorgt: Johanna ist lesbisch. Eine nette Besetzungsidee, mit der Colonia Media und das ZDF womöglich auf Schlagzeilen spekulieren: Nicht etwa Odenthal, die öffentlich aus ihrer sexuellen Vorliebe für Frauen keinen Hehl mehr macht, spielt also die Homosexuelle, sondern Rudnik.

    Bis hierher ist man noch bereit, der Geschichte zu folgen, doch dann wird Mona erpresst: Weil ihr Sohn mal süchtig war, hat sie beim LKA ein Pfund Heroin mitgehen lassen. Wenn sie ihrem Erpresser (Peter Kremer) keine Informationen über Johannas Pläne zuspielt, lässt er sie auffliegen. Prompt ist Mona völlig verunsichert, wird nachlässig in ihrem Job, gibt sich Johannas Avancen hin und hat zudem noch Angst um ihren Sohn; spätestens jetzt ist die Geschichte völlig überfrachtet. Auch wenn Imboden eindeutig kein Regisseur für Action-Szenen ist: Die Thriller-Ebene ist durchaus packend; dafür sackt die Spannung in den melodramatischen Momenten spürbar ab. Schade ist das vor allem wegen der beiden wirklich sehenswerten Hauptdarstellerinnen, deren gemeinsame erotische Momente übrigens höchst züchtig bleiben. tpg.

Kommentare