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Filmhandlung und Hintergrund

Die Jury: Vielschichtiger Gerichtssaalthriller über einen farbigen Arbeiter, der sich an zwei Rednecks tödlich rächt.

Nachdem zwei Rednecks seine zehnjährige Tochter geschlagen und vergewaltigt haben, läßt sich der farbige Arbeiter Hailey zu einer Wahnsinnstat hinreißen und tötet die beiden Verbrecher. Der junge Anwalt Brigance übernimmt die Verteidigung Haileys. Noch ahnt er nicht, daß er sich damit nicht nur den Staatsanwalt, sondern auch den Ku Klux Klan und weitere Gruppierungen zum Feind gemacht hat.

Eine Kleinstadt in den amerikanischen Südstaaten. Nachdem zwei Rednecks seine zehnjährige Tochter auf bestialische Weise vergewaltigt haben, läuft der farbige Arbeiter Carl Lee Hailey Amok und befördert die beiden Verbrecher eigenhändig ins Jenseits. Mit der hochbegabten Jura-Studentin Ellen an seiner Seite erklärt sich der junge Anwalt Brigance bereit, Haileys Verteidigung zu übernehmen. Noch ahnt er nicht, daß er sich damit den Staatsanwalt, den Ku Klux Klan und weitere erzkonservative Gruppierungen zu Feinden gemacht hat.

In der tiefsten Südstaatenprovinz erschießt der farbige Hailey die zwei Vergewaltiger seiner kleinen Tochter. Der unerfahrene Junganwalt Brigance übernimmt seine Verteidigung und muß sich gegen Vorurteile und den ansässigen Ku-Klux-Klan durchsetzen. Spannender Gerichtsthriller nach John Grisham.

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Kritikerrezensionen

  • John Grisham hatte es noch nie so gut. Mit der vierten Verfilmung eines Romans des streitbaren Schriftstellers, der sich mit „Der Regenmacher“ gerade wieder in den deutschen Bestseller-Listen tummelt, ist Joel Schumacher eine scheinbar unmögliche Mission geglückt: Er bietet der Dominanz der lauten, bombastischen High Concept Event Movies über Tornados, Außerirdische und Terroristen jeglicher Couleur dieses US-Kinosommers überzeugend Paroli mit einem vielschichtigen Gerichtssaal-Thriller aus dem schwülen Süden der USA, der als sorgfältig erzähltes Stück Unterhaltungskino in Perfektion auch nach Ende des Abspanns nachwirkt.

    Wer hätte geahnt, daß die Verfilmung eines John-Grisham-Romans zu den intelligenteren Blockbuster-Kandidaten eines amerikanischen Kinosommers gehören könnte? Das ist sicherlich auch Verdienst der gelungenen Vorlage. Denn anders als die späteren Pageturner des ehemaligen Anwalts wirkt „Die Jury“, sein erster, erklärtermaßen autobiographischer Roman aus dem Jahr 1989, nicht wie am Reißbrett entstanden: Die Geschichte über den verzweifelten Rachemord eines farbigen Arbeiters an den Vergewaltigern seiner zehnjährigen Tochter und die dramatischen Folgen in einer Südstaaten-Kleinstadt quillt geradezu über mit präzisem Lokalkolorit und interessanten, liebevoll gezeichneten Figuren. Die sich überschlagenden Ereignisse münden nicht nur in einen packenden Gerichtsprozeß, sondern auch in einen grundliberalen Diskurs über das hochexplosive Verhältnis zwischen Schwarz und Weiß und die Unmöglichkeit der Utopie von Gleichheit, betrachtet durch den Zerrspiegel eines rassistischen Rechtssystems.

    Mit eleganter Souveränität nimmt sich Joel Schumacher dieses aus einer Vielzahl von parallel ablaufenden Nebenhandlungen zusammengesetzte Puzzlespiel zur Brust, in das vom Ku Klux Klan bis hin zu geschäftstüchtigen farbigen Bürgerrechtlergruppen fast alle denkbaren Interessengruppen zumindest kurzfristig eingreifen. Die Klasse von „Die Jury“ läßt den Schluß zu, seine erste Grisham-Verfilmung „Der Klient“ von 1994 sei für den Regisseur lediglich ein erstes Herantasten an den publikumsfreundlichen Belletristikkosmos des umtriebigen Schriftstellers gewesen. Denn jetzt kennt Schumacher die Welt Grishams wie seine Westentasche. Vorangetrieben von der hervorragenden, auf ein Mindestmaß an Information entschlackten Adaption von Akiva Goldman, lenkt er sein brillantes Ensemble in den ersten 90 Minuten des Films durch ein höchst originell verstricktes Gestrüpp von unvermuteten Handlungsentwicklungen, die schließlich im letzten Drittel in den vertrauten Gewässern eines recht konventionellen Gerichtssaalthrillers ihre Auflösung erfahren. Etwa, als der junge Southern-Anwalt Brigance seine rasante Fahrt durch die Winkelzüge der amerikanischen Juristerei mit einem fulminanten Plädoyer tränenreich beendet. Der Kevin Costner aus „JFK“ kann stolz sein auf diesen gelehrigen Schüler, der von dem von Grisham eigenhändig gewählten Nobody Matthew McConaughey knackig-bübisch arrogant auf die Leinwand gebracht wird. Das Publikum mag wohl von den gewohnt zuverlässigen Sandra Bullock und Samuel Jackson – die bekanntesten in diesem Aufmarsch von großen Namen – in die Kinos gelockt werden, wenn man „Die Jury“ verläßt, dann geht man als McConaughey-Fan mit dem Bewußtsein, Zeuge des Aufgehens eines neuen Sterns am Hollywood-Himmel geworden zu sein. Die einfallsreiche Struktur des Films und vollmundige Dialoge tragen zudem noch dazu bei, daß das Urteil der Jury von Kinogängern trotz einer Laufzeit von zweieinhalb Stunden unbedingt lauten muß: Nicht langweilig – Volltreffer! ts.

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