Die Frau am Ende der Straße

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Drama: Das Psychoduell zweier ursprünglich befreundeter Nachbarinnen spitzt sich bedrohlich zu.

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Kritikerrezensionen

  • Die Frau am Ende der Straße: TV-Drama: Das Psychoduell zweier ursprünglich befreundeter Nachbarinnen spitzt sich bedrohlich zu.

    Auf den ersten Blick macht die Frau einen ganz normalen Eindruck. Erst bei näherem Hinsehen werden die Risse in der Fassade deutlich: Sie leidet unter Sozialphobie.

    Martina Schneider war offenbar eine Weile lang weg. Souverän überhört sie das Getuschel am Arbeitsplatz. Eine neue Kollegin nennt sie „die Bekloppte“ und spricht von „Klapse“. Auch daheim scheint alles im Lot. Eine offenbar glückliche, selbst nach vielen Jahren noch lustvolle Ehe, ein wohlgeratener Sohn, eine frisch bezogene Doppelhaushälfte: „Alles wird gut“, freut sich Gatte Stefan. Aber dann ändert sich Martinas Verhalten. Sobald sie sich überfordert fühlt, gerät sie in Panik; und sie fühlt sich sehr schnell überfordert. Vor dem unverschämten Handwerker kann sie noch weglaufen, den toten Hamster steckt sie kurzerhand in eine Schublade, aber gemeinsame Grillfeste mit den Nachbarn sind ihr ein Gräuel: Martina mangelt es sichtlich an sozialer Kompetenz. Nähe ist in der Neubausiedlung jedoch unvermeidlich, zumal Stefan sehr kontaktfreudig ist. Zur draufgängerischen Doppelhausnachbarin Evelin (Inga Busch) scheint er sich besonders hingezogen zu fühlen. Er besorgt ihr einen Job in seiner Firma und steht auch sonst mit Rat und Tat zur Seite. Als Evelin schwanger wird, ist Martina überzeugt, das Kind sei von Stefan. Sie belauscht die Nachbarn mit einem Babyfon und sorgt dafür, dass Evelin gefeuert wird, die prompt auch das Baby verliert. Die Situation eskaliert und steuert zielsicher auf eine Tragödie zu.

    Solch eine Geschichte steht und fällt mit der Besetzung der weiblichen Hauptfigur. Maren Eggert, als leicht sphinxhafte Kriminalpsychologin unverzichtbares Mitglied des Kieler „Tatort“-Ensembles, gelingt die Gratwanderung eindrucksvoll. Martina darf ja keine Nervensäge sein, sonst verliert man die Lust beim Zuschauen. Auf erste Mobbing-Ansätze am Arbeitsplatz zum Beispiel reagiert sie sogar sehr sympathisch. Autor Thomas Schwank geht bei den kleinen Aussetzern entsprechend vorsichtig zu Werke: Zumindest zu Beginn sind sie noch nachvollziehbar; später, wenn sich Martina in ihre fixe Idee verrennt, ist sie ohnehin schon völlig aus der Spur.

    Geschickt vermitteln Regie (Claudia Garde) und Kamera (Michael Hammon) zudem von Anfang an, wie fragil dieses familiäre Konstrukt ist. Matthias Brandts Rolle ist dabei nicht weniger wichtig: Weil Schwank völlig auf die Vorgeschichte verzichtet, müssen sich in Stefans Reaktionen nicht nur der Augenblick, sondern auch die Erfahrungen der Vergangenheit spiegeln. Letztlich aber ist es natürlich Maren Eggert, die den Film trägt. Gerade in den Großaufnahmen vermittelt sie mit sparsamer Mimik und dennoch beklemmend eindrucksvoll, wie sich die Kluft zwischen Martinas Innenleben und der Außenwelt zunehmend vergrößert. tpg.

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