Filmhandlung und Hintergrund

TV-Drama um eine Familie, die vor eine schwerwiegende moralische Entscheidung gestellt wird.

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    Kritikerrezensionen

    • Die Drachen besiegen: TV-Drama um eine Familie, die vor eine schwerwiegende moralische Entscheidung gestellt wird.

      In diesem Drama wollen gottesfürchtige Eltern mit einem künstlich gezeugten Baby das Leben ihrer an Leukämie erkrankten Tochter retten. Rodica Döhnert ist es gelungen, das sperrige Thema alltagsnah aufzulösen.

      Martin und Sabine Vogt (Michael Fitz, Gabriela Maria Schmeide) führen ein vom eigenen Gasthof geprägtes Leben. Ihre Tochter Anna (Amelie Kiefer) träumt davon, am Salzburger Mozarteum zu studieren. Ausgerechnet kurz vor der Aufnahmeprüfung verschlechtern sich ihre Werte dramatisch: Sie hat Leukämie. Einziger Ausweg: eine Knochenmarkspende. Ihre Familienmitglieder kommen als Spender nicht in Frage. Aber es gäbe eine Alternative: Ihre Eltern müssten noch mal ein Kind zeugen. Mit Hilfe der Präimplantationsdiagnostik könnte es gewissermaßen maßgeschneidert werden. Die Stammzellen des Neugeborenen wären Annas Rettung. Es gibt jedoch zwei Hindernisse: Das Verfahren ist in Deutschland nicht gestattet; und die Vogts sind gläubige Menschen.

      Döhnert hat ihre Geschichte auf dem bayerischen Land angesiedelt, was den Grundkonflikt enorm zuspitzt. Aus Sicht des Städters mag das Verhalten fast sektiererisch anmuten, aber gerade Martin Vogt besteht zunächst darauf, dem Herrgott nicht ins Handwerk zu pfuschen. Die katholische Kirche lehnt das Verfahren vor allem deshalb ab, weil nach der reinen christlichen Lehre mit dem Moment der Zeugung das Leben beginnt. Bei der Suche nach einem geeigneten Baby würden zwangsläufig diverse künstlich gezeugte Embryonen auf der Strecke bleiben.

      Dank der ausgezeichneten Darsteller (in weiteren Rollen: Anneke Kim Sarnau als Annas Ärztin, Roman Knizka als tschechischer Arzt) gelingt es Regisseurin Franziska Buch, den Konflikt von aller grauen Theorie zu befreien. Fitz und Schmeide spielen die Rolle der Eltern sehr nachvollziehbar: er als Bedenkenträger, sie als kämpferisches Muttertier. Gerade Schmeide vermittelt höchst eindringlich, dass Sabine bereit wäre, für das Leben ihrer Tochter jeden Preis zu bezahlen; auch auf Kosten des beinahe inbrünstigen Glauben ihres Mannes. Sie ist ohnehin der Meinung, Gott habe ihre Familie „auf die schwarze Liste gesetzt“. Gerade in der Überspitzung von Martins Haltung liegt allerdings das Manko des Films. Der ethische Konflikt hätte auch ohne die fast fundamentalistische Einstellung des Vaters funktioniert. So aber erweckt Döhnerts Drehbuch den Eindruck, die moralische Grenzverletzung stelle nur für eine Minderheit religiöser Eiferer ein Problem dar. tpg.

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