Die Dienstagsfrauen: Sieben Tage ohne

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   2013
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Dienstagsfrauen: Sieben Tage ohne: Eine Komödie mit Tiefgang, in der die Freundschaft der Titelheldinnen auf eine echte Probe gestellt wird.

Nachdem sich Eva im ersten Film von ihrer Familie emanzipiert hatte, sucht sie nun in der Fränkischen Schweiz nach ihrem Erzeuger. Die Freundinnen hat sie überredet, sie zu begleiten, allerdings nicht zur Vatersuche, sondern zum Heilfasten. Nach und nach stellt sich raus, dass nicht nur Eva, sondern auch die anderen Mitglieder des Damenkränzchens ihre Geheimnisse mitgebracht haben; eine echte Bewährungsprobe für ihre Freundschaft.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das „Dienstagsfrauen“-Sequel überzeugt als Komödie mit Tiefgang, in der die Freundschaft der Titelheldinnen auf eine echte Probe gestellt wird.

    Mit der Adaption ihres eigenen Romans „Die Dienstagsfrauen“ hat Monika Peetz vor zwei Jahren die beste Voraussetzung für eine kongeniale Verfilmung geschaffen. Erfahrene Schauspielerinnen wie Ulrike Kriener, Saskia Vester und Inka Friedrich hatten sichtlich Freude an den wunderbar ausgefeilten Dialogen. Für die Fortsetzung „Sieben Tage ohne“ konnte Produzent Marc Conrad („Im Angesicht des Verbrechens“) wieder die bewährten Kräfte gewinnen: Peetz schrieb das Drehbuch, Olaf Kreinsen führte erneut Regie. Bloß Inka Friedrich stand nicht mehr zur Verfügung; die Rolle der Judith übernahm Jule Ronstedt. Dafür gibt es mit der von Mimi Fiedler (bis vor kurzem noch Miranda Leonhardt) verkörperten Kiki ein neues Mitglied im Damenkränzchen, das allerdings nicht weiter eingeführt wird. Der Film tut so, als sei sie schon immer dabei gewesen, was aber nicht weiter stört.

    Zentrale Figur der Fortsetzung ist ohnehin Eva (Saskia Vester), die in der ersten Geschichte gelernt hat, sich von ihrer Familie zu emanzipieren. Diesmal geht sie einen Schritt weiter: Jahrzehntelang hat ihre alleinerziehende Mutter (Kathrin Ackermann) ein Geheimnis aus der Identität des Vaters gemacht. Nun findet Eva Hinweise, die zu einer Burg in der Fränkischen Schweiz führen. In dem früheren Kinderheim kann man mittlerweile Fastenkuren buchen. Ohne ihre Freundinnen in ihr wahres Motiv einzuweihen, überredet sie das Quintett (Nina Hoger spielt die Fünfte im Bunde) zu einer Auszeit bei Wasser und Gemüsebrühe. Während Eva quasi „undercover“ herauszufinden versucht, ob der Burgherr (Reiner Schöne) tatsächlich ihr Vater ist, zeigt sich, dass die anderen Damen ebenfalls ihre kleinen und großen Geheimnisse haben, was die Freundschaft der Dienstagsfrauen erheblich auf die Probe stellt.

    Auch ohne Kenntnis des ersten Films ist man sofort Teil der Gruppe: weil es Peetz und Kreinsen im Nu gelingt, die Frauen mit bestimmten Charaktermerkmalen zu versehen, ohne in die Klischeekiste zu greifen. Die Darstellerinnen sind ohnehin ausgezeichnet, funktionieren aber auch und gerade als Gruppe großartig, wobei vor allem Nina Hoger von den boshaften Dialogen profitiert. Geschickt verknüpft das Drehbuch die Ensemble-Ebene mit den Einzelschicksalen. Im Vordergrund steht zwar Evas Suche nach dem Vater (wobei ein von Dieter Hallervorden verkörperter Fotograf eine entscheidende Rolle spielt), aber auch die anderen Frauen bekommen ihre eigenen Erzählstränge: Caro (Kriener) ist drauf und dran, sich wieder mit ihrem Ex-Mann Philipp (Hans Schenker) zu liieren, und weiß genau, wie ihre Freundinnen reagieren werden, zumal Philipp sie mit Judith betrogen hat. Die wiederum fühlt sich zur Frau des Burgherrn hingezogen (eine hübsche Rolle für Minh-Khai Phan-Thi als Fastendomina). Und Kiki steht vor den Ruinen ihrer Beziehung, weil ihr Freund (Constantin von Jascheroff) Grund zu der Annahme hat, keineswegs Vater des gemeinsamen Babys zu sein.

    Naturgemäß sorgt der Verzicht auf leibliche Genüsse für viele komische Momente, und einige Pointen bewegen sich zumindest in Sichtweise einer gewissen Unappetitlichkeit. Auch in solchen Momenten gelingt Kreinsen jedoch die Gratwanderung zwischen Esprit und Slapstick. Und wie Peetz am Ende alle Verwirrungen zu teilweise überraschenden Auflösungen führt, ist ohnehin sehenswert. tpg.

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