Die Neue

  

Filmhandlung und Hintergrund

Drama mit Iris Berben als Lehrerin, die eine Lösung für einen weltanschaulichen Konflikt an ihrer Schule sucht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Neue: Drama mit Iris Berben als Lehrerin, die eine Lösung für einen weltanschaulichen Konflikt an ihrer Schule sucht.

    Ein Kopftuch als Zeichen der Rebellion, ein Film wie ein Lehrstück: Buket Alakus befasst sich in ihrem Drama mit einem brisanten und hochaktuellen Thema.

    Dieser Film ist ein großartiges Lehrstück, ohne dabei je belehrend zu sein, und erinnert phasenweise an „Die Welle“: Eine Lehrerin muss erkennen, dass sie mit einer Entscheidung eine Kettenreaktion ausgelöst hat. Die Geschichte ist brandaktuell: An einer säkularen Schule taucht eines Tages eine Schülerin auf, die völlig aus dem Rahmen fällt, denn Sevda (Ava Celik) ist von Kopf bis Fuß verhüllt. Sie besteht darauf, ein Kopftuch tragen zu dürfen und will nicht am Sportunterricht teilnehmen. Der Direktor fordert gleiches Recht und gleiche Pflichten für alle, aber ausgerechnet Sevdas Klassenlehrerin Eva Arendt (Iris Berben), eine überzeugte Religionsgegnerin, setzt sich für das Mädchen ein, ohne zu ahnen, welche Eigendynamik die Ereignisse entwickeln. Schlicht „Die Neue“ heißt dieses fesselnde und ausnahmslos ausgezeichnet gespielte Drama von Buket Alakus. Basis für die besondere Dramaturgie von Christoph Silbers Drehbuch war die Entscheidung, sich nicht ausschließlich auf den Kopftuchstreit zu konzentrieren. Deshalb ist auch nicht die Schülerin, sondern die Lehrerin die Hauptfigur, und die hat noch ganz andere Sorgen: Die als uneheliches Kind aufgewachsene Eva hat gerade ihre Mutter verloren, an der sie sehr hing. Im Nachlass findet sie einen Hinweis auf ihren Vater und fragt sich, ob sie sich mit ihm treffen soll. Diese Nebenebenen sorgen für doppelte Komplexität: Die Lehrerin wird nicht allein auf ihren Beruf und der Film nicht ausschließlich auf den Konflikt reduziert. Davon abgesehen imponiert „Die Neue“ durch den seriösen und respektvollen Umgang mit dem Thema. Die Entwicklung der Handlung ist jederzeit plausibel und wirkt fast wie eine Fallstudie. Die Inszenierung ist ruhig und klar, sie lässt den Schauspielern Zeit, ihre Figuren zu entwickeln, wovon vor allem die ausgezeichnet geführten jungen Darsteller profitieren. tpg.

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