Filmhandlung und Hintergrund

TV-Komödie mit den bayerischen Tatort-Kommissaren Nemec und Wachtveitl als beste Spezl, deren Freundschaft auf eine ganz harte Probe gestellt wird.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Copiloten: TV-Komödie mit den bayerischen Tatort-Kommissaren Nemec und Wachtveitl als beste Spezl, deren Freundschaft auf eine ganz harte Probe gestellt wird.

    Sie stehen seit 17 Jahren gemeinsam vor der Kamera und wirken längst wie ein altes Ehepaar. Trotzdem gelingt es Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec immer noch, ihrem „Tatort“-Gespann jedes Mal wieder neue Seiten abzugewinnen. Gerade die gegenseitigen Frotzeleien machen einen großen Reiz der Krimis aus München aus. Es hat ganz schön lange gedauert, bis der Bayerische Rundfunk auf die Idee kam, dieses Potenzial für eine Komödie zu nutzen.

    Mitunter hat man allerdings das Gefühl, der krimiversierte Michael Illner hat gemeinsam mit Koautorin Marion Gaedicke bloß den Rahmen vorgegeben: Wachtveitl und Nemec dürfen sich einige male regelrecht austoben. Weil das aber enorm unterhaltsam ist, schaut man ihnen gern dabei zu, wie sie sich als Nachbarn gegenseitig das Leben schwer machen.

    Dabei sind der verheiratete Fotograf Lothar (Wachtveitl) und der verwitwete Pilot Milan (Nemec) eigentlich seit vielen, vielen Jahren die dicksten Freunde. Aber dann macht ihnen die Liebe einen Strich durch die perfekte Nachbarschaft. Als Milans Tochter Jenny (Friederike Kempter), die in England studiert, im Sommer heimkehrt, löst sie eine Kettenreaktion aus: Sie gesteht Lothar, seit Jahren in ihn verliebt zu sein. Der lässt sich hinreißen, seine Frau Amelie (Nicole Beutler) sucht Trost bei Milan, der wiederum schockiert ist, als er in Lothars Fotolabor zufällig Nacktfotos von Jenny entdeckt. Amelie zieht aus, Jenny zieht ein, und die beiden Freunde erklären einander den Krieg, was zu höchst kurzweiligen Scharmützeln führt.

    Den Abspann hat Regisseur Thomas Jauch wie bei Kinokomödien mit verpatzten Szenen dekoriert; die Dreharbeiten haben allen Beteiligten offenbar einen Riesenspaß gemacht. Ganz so turbulent und heiter geht’s im Film dann zwar doch nicht zu, aber Wachtveitl und Nemec entschädigen dafür, dass die Geschichte nicht immer Tiefgang hat. Außerdem sorgen diverse Nebenhandlungen für viel Abwechslung: Milan hält immer wieder mal Zwiesprache mit seiner verstorbenen Gattin und sülzt neue Damenbekanntschaften regelmäßig mit Anekdoten über die Verstorbene voll. Lothar und Amelie pflegen auch nach 15 Ehejahren noch ein beneidenswert aktives Sexualleben, bis sich rausstellt, dass sie Sex nach Fahrplan treiben, weil Amelie unbedingt ein Kind will. Und Lothar hält sich für einen Künstler, verdient seine Brötchen jedoch mit dem Fotografieren von Badewannen und Duschkabinen. Trotz ihrer kleinen Fehler aber sind die beiden Nachbarn echte Sympathieträger; und am Ende selbstredend auch wieder dickste Freunde. tpg.

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