Filmhandlung und Hintergrund

Prächtiges Zeichentrick-Abenteuer um die Hybris der Menschen und den Ausgleich mit der Natur.

Ein schrecklicher Schatten liegt über Erdsee, dessen Zukunft auf dem Spiel steht. Drachen fallen über einander her, Menschen werden besessen. Ged, der größte Zauberer des Reiches, zieht fort, um die Rätsel zu lösen und das Gleichgewicht der Welt zu bewahren. Gemeinsam mit Arren, einem jungen Prinzen, der im Wahn seinen Vater tötete und seitdem flieht, bricht er zu einer abenteuerlichen Reise auf. Die Lande sind voller ziellos umherirrender Menschen - das Werk des Zauberers Cob, der die Tür zu den Toten öffnete.

Frei nach Ursula K. Le Guins berühmten „Erdsee“-Zyklus bricht Hayaos Sohn Goro Miyazaki in seinem Regiedebüt in das sagenhafte Fantasy-Reich auf, um mit einem opulenten Animations-Abenteuer eine Welt aus Magie, Drachen und Zauberern zu beschwören.

Drachen duellieren sich am Himmel, Menschen laufen Amok, das Vieh verendet, Zauberer vergessen ihre Magie: Die Welt von Erdsee gerät aus den Fugen. Erzmagier Ged, genannt Sperber, bricht auf, um die Ursache dafür zu finden. Unterwegs rettet er Prinz Arren, der im Wahn seinen Vater erdolchte und seitdem vor seinem Doppelgänger flieht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Chroniken von Erdsee: Prächtiges Zeichentrick-Abenteuer um die Hybris der Menschen und den Ausgleich mit der Natur.

    Goyo Miyazaki, der Sohn von Animé-Legende Hayao, adaptiert Ursula K. Le Guins Fantasy-Klassiker zu einem prächtigen Zeichentrick-Abenteuer um die Hybris der Menschen und den Ausgleich mit der Natur.

    Miyazaki - ein Name, der verpflichtet. Dem berühmten Vater („Prinzessin Mononoke“) folgend, bestimmt ein tiefes Verständnis für das natürliche Gleichgewicht und den es nachhaltig störenden Menschen auch Goyos beachtliches Debüt. Der „Erdsee“-Zyklus der amerikanischen Autorin Le Guin, der neben „Herr der Ringe“ als großer Klassiker der Fantasy-Literatur gilt, bietet eine ideale Vorlage für diese Gedanken, denn der 1968 erschienene Roman ist stark von chinesischen Philosophien des Daoismus und des Wu wei, dem Prinzip des Nichthandelns gegen die Natur, beeinflusst. Zwei Jahre, nachdem mit „Earthsea - Die Saga von Erdsee“ ein seichter Zweiteiler die fiktive Inselwelt um die Lehrjahre eines Magiers dem TV-Publikum bekannt machte, schließt sich der Kreis nach Fernost, auch wenn die Version des Studio Ghibli ebenfalls alles andere als der Handlung treu bleibt.

    Drachen duellieren sich am Himmel, Menschen laufen Amok, das Vieh verendet, Zauberer vergessen ihre Magie: Die mittelalterliche Welt von Erdsee gerät aus den Fugen. Erzmagier Ged, genannt Sperber, bricht auf, um die Ursache dafür zu finden. Unterwegs rettet er Prinz Arren, der im Wahn seinen Vater erdolchte und seitdem vor seinem Doppelgänger flieht. Hinter den rätselhaften Menetekeln steht der sich als Frau manifestierende Magier Cob, der nach ewigem Leben trachtet und dafür das Tor zur Totenwelt aufstieß. Vor seinen Schergen finden Sperber und Arren zunächst Zuflucht auf Tenars Hof, wo das missbrauchte Mädchen Therru lebt, das als Sklavin verkauft werden soll. Cobs Büttel lässt nicht lange auf sich warten.

    Die sprachliche Kraft Le Guins kann zwar schwer übersetzt, doch zumindest in kontemplative Landschaften von bisweilen verwegener Wildromantik gegossen werden. Die erreicht vielleicht nicht Hayaos Magie, hat aber ihre Art. Eine unkomplizierte Handlung führt über verlassene Ruinen, sanfte Grashügel und Bauernhof-Idyllen zur Öko-Botschaft, die ein Koyaanisqatsi aufbietet, das jene Menschen verursachten, die sich über die Natur stellen und eine Katastrophe heraufbeschwören. Keine überbordenden Abenteuer oder ausgewalzte Epik lenken von der gefährdeten Balance ab, die Miyazaki als gediegene Animation aufbereitet und mit einer unaufdringlichen Liebesgeschichte würzt, die auf Drachenflügeln endet.

    tk.

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