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The Cove: Oscar-gekrönter, schockierender Dokumentarfilm über die Grausamkeit der jährlichen Delfinmassaker in Japan.

Handlung und Hintergrund

Richard O’Barry war in den sechziger Jahren Trainer vom berühmten TV-Darling Flipper. Seit 38 Jahren engagiert er sich gegen den Fang von Delfinen, die weltweit für bis zu 150 000 Dollar an Vergnügungsparks verkauft werden. Denn die Fangmethoden gleichen eher einem Massaker. Im japanischen Küstenort Taiji etwa werden die Meeressäuger zusammengetrieben und brutal abgestochen. Viele verenden einfach in den Fangnetzen. Nur die stärksten und schönsten Delfine werden für den Verkauf an Zoos am Leben gelassen.

Richard O’Barry war in den Sechzigerjahren Trainer des berühmten TV-Darlings Flipper. Seit 38 Jahren engagiert er sich gegen den Fang von Delfinen, die weltweit für bis zu 150.000 Dollar an Vergnügungsparks verkauft werden. Denn die Fangmethoden gleichen eher einem Massaker. Im japanischen Küstenort Taiji etwa werden die Meeressäuger zusammengetrieben und brutal abgestochen. Viele verenden einfach in den Fangnetzen. Nur die stärksten und schönsten Delfine werden für den Verkauf an Zoos am Leben gelassen.

Besetzung und Crew

Regisseur
  • Louie Psihoyos
Produzent
  • Jim Clark,
  • Paula DuPré Pesman,
  • Fisher Stevens
Darsteller
  • Richard O'Barry,
  • Simon Hutchins,
  • Mandy-Rae Cruikshank,
  • Kirk Krack,
  • Dave Rastovich,
  • Scott Baker,
  • Charles Hambleton,
  • Joe Chisholm,
  • Greg Mooney
Drehbuch
  • Mark Monroe
Musik
  • Joshua Ralph
Kamera
  • Brook Aitken
Schnitt
  • Geoffrey Richman

Kritikerrezensionen

    1. Flippers Beliebtheit war mitverantwortlich für die Errichtung von weltweit über 200 Delfinarien, sowie für Schwimmprogramme mit den intelligenten Meeressäugern. In der Nähe der japanischen Stadt Taiji verläuft eine Wanderroute von Delfinen, so dass Fischer jedes Jahr ab September Tiere in eine nahe Bucht treiben können. Dort werden junge Weibchen der Spezies Großer Tümmler für bis zu 150.000 Dollar pro Exemplar verkauft. Das können Zuschauer beobachten. Der Dokumentarfilm des Fotografen und Mitbegründers der Oceanic Preservation Society, Louie Psihoyos, aber pirscht sich mit einer minutiösen Geheimoperation an den Teil der Bucht heran, in dem das Schlachten der restlichen Tiere stattfindet.

      Der ungemein informative und spannende, von der Oceanic Preservation Society produzierte Film hat zum einen die Planung der geheimen Aufnahmen zum Inhalt. Einer militärischen Operation ähnlich, werden High-Tech-Geräte in großer Menge ins Land gebracht, Steine mit versteckten Kameras präpariert, in nächtlichen Einsätzen Kameras unter Wasser und auf die Felsen der streng bewachten Bucht platziert. Die Polizei versucht die neugierigen Fremden zu beschatten, die Fischer bedrohen sie. Wer erst einmal verhaftet wurde, darf nicht wieder hierherkommen.

      Ric O’Barry steuert in anderen Szenen viel Information über Delfine bei. Ihr Sonarsinn macht sie ungeheuer lärmempfindlich, so dass die Geräusche in der Enge eines Beckens für sie zur Qual werden können. Es gibt Einblicke in die langwierigen Sitzungen der Internationalen Walfangkommission. Das 1986 erreichte Verbot des kommerziellen Walfangs erstreckt sich nicht auf Delfine. 600 Dollar bringt ein getöteter Delfin, dessen Fleisch zum Verzehr verkauft wird.

      Weil das hoch mit Quecksilber verseuchte Delfinfleisch aber sehr billig ist, wird es manchmal als Walfleisch deklariert verkauft. Oder es gelangt auf den Tisch von Schulkindern. Alarmiert durch die Untersuchungen des Filmteams, warnten in Taiji zwei Gemeinderäte vor der Gefahr für die Kinder. Inzwischen ist in der Region Delfinfleisch vom Schulspeiseplan gestrichen.

      Die Filmemacher mit O’Barry an der Spitze umkreisen von allen Seiten die Absurdität und Sinnlosigkeit der Delfinschlachtung. Gerade deshalb bleibt es auch ein wenig rätselhaft, warum die japanischen Behörden diese Praktiken mit so viel Aufwand zur Geheimhaltung weiter unterstützen. Am Schluss des Films jedenfalls kann der unerschrockene O’Barry einen ersten Sieg verbuchen, als er mit umgeschnalltem Bildschirm in eine Konferenz der Internationalen Walfangkommission eindringt und die noch nie gesehenen Szenen des Blutvergießens abspielt.

      Fazit: In der japanischen Stadt Taiji werden massenweise Delfine getötet: Ein Team von Spezialisten und Tierschützern hat erstmals gefilmt, was strenger Geheimhaltung unterlag.
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    2. Die Bucht: Oscar-gekrönter, schockierender Dokumentarfilm über die Grausamkeit der jährlichen Delfinmassaker in Japan.

      Schockierender Dokumentarfilm über die Grausamkeit der jährlichen Delfinmassaker in Japan.

      Sie sind den Menschen ans Herz gewachsen, die Delfine in den Delfinarien und Tiershows, Kids knuddeln sie, dem Tier mit dem vermeintlich immerwährenden Lächeln soll es gefallen, durch Ringe zu hüpfen oder unter Applaus in Betonbecken durchs Wasser zu pflügen. Alles nur Schein. Richard O’Barry, in den sechziger Jahren Trainer vom berühmten TV-Darling „Flipper“, enthüllt in dieser aufrüttelnde Doku die brutalen Tötungsmethoden in einem Multimilliardengeschäft. An dem Tag, als ein Delfin-Weibchen in seinen Armen das Atemloch verschloss und dadurch freiwillig starb, wurde er zum kämpferischen Aktivisten, fühlt er sich doch verantwortlich für die kommerzielle Entwicklung. Seit 38 Jahren engagiert er sich gegen den Fang von Delfinen, die weltweit für bis zu 150 000 Dollar an Vergnügungsparks verkauft werden. Zentrum der blutigen Schlächterei ist der japanische Küstenort Taiji.

      Die Arbeit am Film wurde von den örtlichen Behörden, der Polizei und den Fischern behindert, die Filmemacher bedroht. Im Stil des Guerilla-Filmmaking ging das Team von Tauchern, Surfern, Unterwasserfilmern und Special Effects-Künstlern unter der Leitung von Regisseur Louie Psihoyos vor, arbeitete mit Nachtsichtgeräten, zum Teil unter künstlichen Steinen versteckten Unterwasserkameras und - mikrofonen und neuester High-Tech-Ausrüstung. Da färbt sich das Wasser blutrot, wenn die Fischer die Meeressäugetiere zusammentreiben und mit Fischerhaken und Speeren abstechen, andere hilflos in den Treibnetzen verenden. Nur die schönsten und kräftigsten Delfine dürfen für den lukrativen Verkauf überleben.

      Die Reaktion reicht von Faszination bis tiefem Abscheu. Ganz nebenbei erfährt der Zuschauer Erstaunliches über das Land der aufgehenden Sonne wie Korruption, Vertuschung wissenschaftlicher Ergebnisse über den für Menschen gefährlichen Quecksilberanteil im Delfinfleisch oder Einschüchterung von Kritikern durch die Delfin-Mafia. „Die Bucht“, Gewinner des Publikumpreises in Sundance und als Oscar-Kandidat gehandelt, ist verstörendes und reales Horror-Kino mit dem Menschen als größten Feind der Natur und funktioniert auf zwei Ebenen - auf der emotionalen wie auf der informativen, lebt vor allem durch den Hauptprotagonisten Richard O’Barry. mk .
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      1. Es scheint, als würden die Einwohner der japanischen Küstenstadt Taiji Wale und Delfine lieben und respektieren. Doch jedes Jahr färbt sich eine nicht einsehbare Bucht Taijis blutrot, weil die Fischer des Ortes mit den Delfintötungen viel Geld verdienen können. Regisseur Louie Psihoyos und Ex-Flipper Trainer und Delfin-Aktivist Ric O’Barry decken unter schwersten Bedingungen ein lang gehütetes Geheimnis mit aufrüttelnden Bildern von illegal installierten Kameras auf. Darüber hinaus enthüllt diese fesselnde Dokumentation auch die Hintergründe zum Delfinhandel sowie zur Lebensmittelverwertung und rührt damit an einer ganzen Reihe von Welt überspannenden politischen und wirtschaftlichen Skandalen. Ein eindringlicher, vielschichtiger und drastischer Appell, der nicht ungehört bleiben sollte!

        Jurybegründung:

        Als ehemaliger Trainer von ‚Flipper‘ engagiert sich Ric O’Barry leidenschaftlich für Delfine. Hat er durch die legendäre Fernsehserie seiner Ansicht nach doch mit dazu beigetragen, dass in aller Welt Delfin-Shows zu einem Milliardengeschäft wurden und die Deckung des ‚Bedarfs‘ an Delfinen zu einem lukrativen Geschäft. Daher kämpft er nun seit fast vier Jahrzehnten gegen den massenhaften Freiheitsentzug und vor allem auch gegen die sinnlose Tötung dieser intelligenten Meeressäuger unter rein kommerziellen Aspekten. In einer geheimen und streng abgeschotteten Meeresbucht der japanischen Küstenstadt Taiji geschehen die ungeheuerlichsten Verbrechen an den Delfinen.

        Dieser Film ist Dokumentation, Öko-Thriller, Abenteuerfilm und provokantes Pamphlet zugleich. Er soll mit drastischen Bildern verstören und eine an Sensationen satt gesehene Zivilisation aufrütteln. Für was will sich der Mensch überhaupt noch engagieren? Entweder man ist Aktivist oder Inaktivist, so die Gleichung der Tierschützer.

        So bezieht der Film eine eindeutige Stellung und klagt verschiedenste Missstände an: Die Vergiftung der Weltmeere geht in die Nahrungskette über und bedroht den Menschen. Aus wirtschaftlichen Interessen deckt die Politik die Zerstörung der Natur und seiner Lebewesen bis hin zur Ausrottung. Mit Lügen, Bestechung und Korruption sollen diese Verbrechen letztendlich übertüncht werden, bedauerlicherweise oft mit Erfolg.

        Im Ausschuss entbrannte die Diskussion darüber, ob sich der Film mit seiner Vielzahl von Themen nicht überfrachtet hätte. Und, ist es legitim, in fast Thrillerhafter Weise ein so ernstes Anliegen filmisch umzusetzen? Die Kommandos, die auf illegale Weise die Verbrechen in der Bucht dokumentieren, werden im Negativ oder der Nachtbildkamera gefilmt. Ein filmisches Stilmittel, das diesem Einsatz den reinen Abenteuerlook nimmt. Mit einem weiteren ästhetischen Stilmittel werden die riesigen Fischmärkte im Zeitraffer beobachtet und auch Ric O’Barry als wandelnder demonstrierender ‚Fernseher‘. Die schockierenden Bilder der Delfinschlachtung, bleiben noch lange haften. Ebenso wie O’Barrys Frage: Wenn schon das relativ kleine Problem der Erhaltung der Delfine nicht gelöst werden kann, wie sollen erst die großen Weltprobleme gelöst werden?

        Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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