Die Bremer Stadtmusikanten (2009)

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Kritikerrezensionen

  • Fundamentalistische Märchenliebhaber werden die künstlerische Freiheit vielleicht verurteilen, aber die Idee ist prima: Wer hätte gedacht, dass die Geschichte der vier Bremer Stadtmusikanten das Potenzial für einen waschechten Liebesfilm hat? Natürlich bricht die Romanze nicht unter den Titeltieren aus, die benehmen sich nicht anders, als es die Gebrüder Grimm erzählt haben. Aber Autor David Ungureit hat die Handlung keck um ein Pärchen erweitert.

    Der einfältige, aber im Grunde gutmütige Bauer Georg (Florian Martens) hat nach dem Tod der Gattin noch mal geheiratet. Martha (Gesine Cukrowski) ist eine hartherzige und vor allem gierige Frau, die ihre hübsche Stieftochter Lissi (Anna Fischer) unbedingt mit einem wohlhabenden Nachbarn (Frank Giering) verheiraten will. Lissi aber liebt den Knecht Johann (Johannes Zirner). Als ihre Stiefmutter das mitbekommt, wird Johann ins Exil gezwungen. Und weil die altersschwachen Hoftiere nicht zum bevorstehenden Reichtum passen, sollen sie das Zeitliche segnen.

    Nun erst nimmt die Geschichte jenen Verlauf, wie man ihn aus dem Märchen kennt, wenn auch mit kleinen Unterschieden: Johann fällt auf seinem Weg nach Bremen in die Hand der Räuber, Lissi stößt nach gelungener Flucht zu den Tieren und ist nach der Vertreibung der Ganoven endlich mit ihrem Geliebten vereint. Wie geschickt Ungureit das Märchen adaptiert, zeigt ein für die Dramaturgie nicht unwesentliches Detail: Die Tiere jagen den Räubern vor allem deshalb einen riesigen Schrecken ein, weil die sich gerade Gruselgeschichten zum Besten geben und einer von einem schrecklichen riesigen Geist erzählt, der ganz grauenhafte Geräusche von sich gibt; und diese Beschreibung passt nun mal perfekt auf das Quartett und seine Bemühungen als Laienchor.

    Die Tiere sind naturgemäß ohnehin die eigentlichen Helden der Geschichte, zumal markante Stimmen gewonnen werden konnten. Schade nur, dass der ursprünglich angekündigte Mario Adorf jetzt doch nicht den Esel spricht; das hat nun Peter Striebeck übernommen. Hannelore Elsner gibt der Katze viel Erotik mit, Bastian Pastewka leiht seine Stimme dem fast tauben und beinahe blinden Hund, und Harald Schmidt darf dem geilen Gockel, den die jungen Hühner eiskalt abblitzen lassen, eine kräftige Portion Ironie verpassen. Die digitale Bearbeitung der sprechenden Tiermäuler ist so gut gelungen, dass man auch über kleine logische Fehler hinwegsieht: Gerade noch war der Esel angebunden, kurz drauf steht im Stall, um dem Bauern die Mistgabel in den Hintern zu pfeffern. Zwar gebührt der Tierdressur großer Respekt, aber Dirk Regels Führung der menschlichen Darsteller ist gleichfalls gelungen; gerade Martens und Cukrowski sind ein genau im richtigen Maß übergezeichnetes Paar. tpg.

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