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Die andere Mutter

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Filmhandlung und Hintergrund

Mit Jessica Lange (Beste Hauptdarstellerin in „Blue Sky“) und Samuel L. Jackson (Bester Nebendarsteller in „Pulp Fiction“) befinden sich gleich zwei Darsteller des mitreißenden Sozialdramas „Losing Isaiah“ im aktuellen Oscar-Rennen. Es sind denn auch in erster Linie die hervorragenden schauspielerischen Leistungen von Lange, die als weiße Sozialarbeiterin Margaret Lewin das schwarze Crack-Baby Isaiah adoptiert, und...

Im Crackrausch läßt die drogenabhängige Afroamerikanerin Khaila ihr Baby im Müll liegen. Müllfahrer können es retten und ins Krankenhaus bringen, wo sich die gutsituierte Ärztin Margaret Lewin auf Anhieb in das Baby verliebt. Als Adoptivkind wächst Isaiah wohlbehütet bei den Lewins auf. Vier Jahre später stöbert die reformierte Khaila ihren Sohn wieder auf und fordert Isaiah wieder zurück. In einem Prozeß soll entschieden werden, wo der Junge künftig aufwachsen soll.

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Kritikerrezensionen

  • Mit Jessica Lange (Beste Hauptdarstellerin in „Blue Sky“) und Samuel L. Jackson (Bester Nebendarsteller in „Pulp Fiction“) befinden sich gleich zwei Darsteller des mitreißenden Sozialdramas „Losing Isaiah“ im aktuellen Oscar-Rennen. Es sind denn auch in erster Linie die hervorragenden schauspielerischen Leistungen von Lange, die als weiße Sozialarbeiterin Margaret Lewin das schwarze Crack-Baby Isaiah adoptiert, und Halle Berry („Flintstones - Die Familie Feuerstein“), die als reformierte Drogenabhängige Khaila vier Jahre später ihren Sohn zurückfordert, die die nicht unbedingt taufrische Adoptionsgeschichte tragen und sehenswert machen. Das adaptierte Drehbuch von Naomi Foner, die mit dem regieführenden Stephen Gyllenhaal („Waterland“) verheiratet ist, basiert auf dem Roman von Seth Margolis. Die Problematik beschränkt sich nicht nur darauf, wer von den beiden die fähigere Mutter ist, sondern befasst sich auch mit der ethnischen Frage, ob ein afro-amerikanisches Kind besser bei einer Familie derselben Hautfarbe aufwachsen sollte. Jackson in der Rolle des kühl kalkulierenden Anwalts Kadar Lewis bringt Margaret und ihren Mann Charles (David Strathairn aus „Am wilden Fluß“) im Zeugenstand mit Fragen in Verlegenheit, ob sie Isaiah mit schwarzem Kulturgut in Berührung bringen würden. Sie müssen eingestehen, daß er weder mit schwarzgesichtigen Puppen spielt, noch Geschichten schwarzer Autoren vorgelesen bekommt und sie auch keinerlei afro-amerikanische Freunde zu sich nach Hause laden. Die von der Verhandlung zunehmend nervlich zerüttete Margaret erhält einen weiteren Schlag ins Gesicht, als sie von einer Affäre ihres Mannes erfährt. Die Lewins haben ihrerseits eine schwarze Anwältin (La Tanya Richardson, Jacksons Ehefrau) engagiert, die den Verlust des Erziehungsrechts jedoch nicht verhindern kann. Das folgende Happy End wirkt konstruiert und überzogen, lässt den Film aber mit einer versöhnlichen Note enden. Die Polarität zwischen Weiß und Schwarz wird auch vorwiegend in diesen Farben gezeichnet: Die Lewins samt elfjähriger Tochter (Daisy Eagan, die für ihre Rolle in „Der geheime Garten“ einen Tony gewann), sind eine respektable Familie, die in friedlicher Idylle leben; Khaila hingegen lebt im heruntergekommenen Ghettoslum, dessen Bewohner lediglich an Sex und Drogen interessiert zu sein scheinen. Wenn auch nicht frei von Klischees, wurde das Drama von Gyllenhaal effektiv und bewegend in Szene gesetzt. Am US-Boxoffice konnte die sensible Adoptionsgeschichte mit integriertem Rassenkonflikt am Startwochenende 2,5 Mio. Dollar einspielen. In Deutschland dürften sich die reifere Klientel und das weibliche Publikum besonders angesprochen fühlen. ara.

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