Filmhandlung und Hintergrund

Die Bestseller-Autorin Felicia Schlesinger macht sich auf die Suche nach den Mördern ihres Vaters.

Archäologe Schlesinger ist überzeugt, die sterblichen Überreste von Jesus Christus entdeckt zu haben. Weil der Fund das Christentum erschüttern würde, sorgt ein fundamentalistischer Orden dafür, dass sich der Mann nicht lange an seiner Theorie erfreuen kann. Mit der unfreiwilligen Hilfe eines attraktiven Chirurgen will Schlesingers Tochter Felicia dafür sorgen, dass die Wahrheit ans Licht kommt; eine lebensgefährliche Mission.

Professor Arno Schlesinger macht in den Judäischen Bergen einen spektakulären Fund: Die sterblichen Überreste von Jesus Christus. Kurze Zeit später wird er bei einem Bombenanschlag schwer verletzt. Nach einer Lebertransplantation in München stirbt der Wissenschaftler. Das Organ, das ihm eingepflanzt wurde, war vergiftet. Der Chirurg Dr. Gregor Gropius gerät unter den Verdacht, einen Kunstfehler begangen zu haben. Doch der Arzt hat eine andere Theorie. Gemeinsam mit der Schriftstellerin Felicia Schlesinger, der Tochter des Toten, sucht Gropius die Mörder Schlesingers. Dabei machen sich die beiden einen mächtigen christlichen Geheimbund zum Feind, der Schlesingers Entdeckung mit allen Mitteln geheim halten will, und geraten selbst in Lebensgefahr.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Akte Golgatha: Die Bestseller-Autorin Felicia Schlesinger macht sich auf die Suche nach den Mördern ihres Vaters.

    Gemessen an anderen erfolgreichen RTL-Abenteuern ist diese Romanverfilmung zwar eine Nummer kleiner ausgefallen, aber dank Katharina Schüttler trotzdem sehenswert.

    Die eher zierliche Schauspielerin wird gern in anspruchsvollen Dramen besetzt. Als Star eines reinen Unterhaltungsfilms, der einen Mix aus Action, Comedy und Romanze darstellt, ist sie zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber das legt sich rasch: Die schlagfertige Autorin von Abenteuerromanen, die unversehens selbst zum Spielball unkontrollierbarer Ereignisse wird, steht ihr ausgezeichnet. Die Dialogduelle, die sich Felicia Schlesinger mit ihrem unfreiwilligen Begleiter Gropius liefert, sind das Beste an diesem Film. Das Drehbuch von Conny Lens basiert auf dem gleichnamigen Roman von Philipp Vandenberg (Bastei-Lübbe), auch wenn „Nach Motiven von“ die korrektere Formulierung wäre: Ein Archäologe ist überzeugt, die sterblichen Überreste von Jesus Christus entdeckt zu haben. Weil der Fund das Christentum erschüttern würde, sorgt ein fundamentalistischer Orden dafür, das sich Schlesinger nicht lange an seiner Theorie erfreuen kann. Mit Hilfe eines ebenso attraktiven wie angesehenen Chirurgen (Marco Girnth), der den Tod ihres Vaters nicht verhindern konnte, will Tochter Felicia (Schüttler) dafür sorgen, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Leider ist Zoltan Spirandellis Film längst nicht so aufwändig und einfallsreich wie die beiden ganz ähnlich konzipierten Abenteuerfilme, mit denen RTL großen Erfolg hatte („Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen“, „Die Jagd nach der Heiligen Lanze“). Die Schauplätze zwischen Italien und Israel mögen internationaler sein, aber das Star-Aufgebot ist ungleich überschaubarer; und die Handlung auch. Zwar setzt Lens gleichfalls auf eine Mischung aus religiösen Mysterien und verrätselten Botschaften, aber die Hinweise, die Schlesinger seiner Tochter hinterlassen hat, sind längst nicht so liebevoll ausgeklügelt. Und während die Geschichten, die RTL mit „Lasko“ erzählt, oft fast zu komplex für eine Serienfolge sind, geht „Akte Golgatha“ mit seinem Potenzial fast fahrlässig um. Natürlich gibt es diverse Schauwerte, auch Katharina Schüttler zählt dazu, die in ihren Rollen sonst eher selten sexy sein muss. Mitunter wird es richtig spannend, weil die Schergen der bösen Fundamentalistien über Leichen gehen. Aber dann stolpert man immer wieder über Ungereimtheiten. Kaum zu glauben beispielsweise, dass die skrupellosen Killer einfach nicht in der Lage sind, das Pärchen zu ermorden. Aber Schüttler ist in der ungewohnten Rolle sehenswert; vor allem ihretwegen ist „Akte Golgatha“ allen Einwänden zum Trotz durchaus unterhaltsam. tpg.

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