Der Wannsee-Mörder

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   2002
Der Wannsee-Mörder Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Der Wannsee-Mörder: Gruselthriller um einen Serienkiller, der den Tiefen des Wannsees entsteigt.

Frisch zurück von ihrem einjährigen Studienaufenthalt in Turin feiert die Design-Studentin Johanna mit den Freunden ihrer „Wannsee-Clique“ im örtlichen Segelclub eine rauschende „Welcome-back-Party“. Das ausgelassenen Treiben wandelt sich rasch in einen Albtraum, als zwei von Johannas Freunden die ersten Opfer einer mysteriösen Mordserie am Wannsee werden. Während die Polizei von einem Unfall ausgeht, wird Johanna in ihrer Überzeugung bestärkt, dass es sich um ein schreckliches Verbrechen handelt: Sie bekommt anonym ein Videoband und Ermittlungsprotokolle zugesandt, aus denen hervorgeht, dass das Idyll der Wannseesegler bereits vor 25 Jahren Schauplatz eines ähnlich mysteriösen Unglücks war.

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Kritikerrezensionen

  • Im ersten Projekt der neuen Produktionsfirma Stream Films erweist sich Jörg Lühdorff nach seinem ProSieben-Quotenerfolg „Ratten – Sie werden dich kriegen!“ ein weiteres Mal als versierter Thriller-Regisseur. „Der Wannsee-Mörder“ lehnt sich von der Grundkonstellation an amerikanische Teen-Horrorfilme an, arbeitet aber auch mit Versatzstücken des 60er-Jahre-Kriminalfilms Marke Edgar Wallace.

    Insgesamt setzen Lühdorff und Drehbuchautor Tim Krause erfreulicherweise nicht auf plumpe Schockeffekte, sondern entwickeln eine durchdachte, weitgehend plausible Handlung, die den Zuschauer bei der Mörder-Suche auf mehrere gekonnt gelegte falsche Fährten führt. Auch in stilistischer Hinsicht gelingem den Regisseur – vor allem bei der Gestaltung der Rückblenden ins Jahr 1975 – einige Szenen, die den „Wannsee-Mörder“ deutlich vom Fernsehkrimi-Durchschnitt abheben: die 70er-Jahre-Jugendlichen werden in schwarz-weiß gezeigt, wichtige Aussagen, die die beiden Handlungsstränge verbinden, in Untertiteln hervorgehoben. Bei der Auswahl der jungen Schauspieler, die die Eltern der Jetzt-Zeit in den Rückblenden verkörpern, ging das „Wannsee-Mörder“-Team offenbar sehr sorgfältig vor. Zum Teil verblüffende Ähnlichkeiten machen es dem Zuschauer leicht, die beiden Erzählebenen zu verknüpfen. Die Haupthandlung, die im Berlin des Jahres 2001 spielt, bestreiten in erster Linie junge, unverbrauchte Gesichter, die bis auf wenige Ausnahmen überzeugen können – allen voran Lavinia Wilson („Schule“) als auf eigene Faust ermittelnde Johanna und Annabelle Lachatte als Schlüsselfigur Jasmin. Unter den älteren Akteuren sticht Gerd Silberbauer als undurchsichtige Vaterfigur hervor, während die Auftritte von TV-Routinier Reiner Schöne als Segelclub-Chef überraschend kurz ausfallen. jl.

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