Filmhandlung und Hintergrund

Eindringliches Kammerspiel nach Originalmanuskripten über die Verhöre des Serienmörder Fritz Haarmann in den 20er Jahren.

Im Jahre 1924 erregt ein einzigartiger Kriminalfall die deutsche Öffentlichkeit. Fritz Haarmann gesteht, daß er in den letzten sechs Jahren 24 junge Männer getötet hat. Über seine Morde gibt er dem Psychiater Ernst Schultze Auskunft. Im Liebesrausch hat Haarmann, der sich mit zunehmendem Alter zu immer jüngeren Männern hingezogen fühlte, seinen Liebhabern angeblich zunächst die Kehle durchgebissen und deren Leichen anschließend zerstückelt. 1925 wird Haarmann durch das Fallbeil hingerichtet.

Kammerspielartiger, authentischer Film über den Serienmörder Fritz Haarmann, der innerhalb von sechs Jahren 24 junge Männer tötete. Götz George wurde für die Darstellung des psychogeschädigten Killers in Venedig ausgezeichnet.

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Kritikerrezensionen

  • Der Totmacher: Eindringliches Kammerspiel nach Originalmanuskripten über die Verhöre des Serienmörder Fritz Haarmann in den 20er Jahren.

    Die Selbstbeweihräucherung im jungen deutschen Film steht häufig im krassen Gegensatz zu seiner Anerkennung auf großen internationalen Festivals. Deshalb ist es um so erstaunlicher, daß Romuald Karmakars erster Spielfilm „Der Totmacher“ nach fünf Jahren deutscher Abstinenz den Sprung in den diesjährigen Biennale-Wettbewerb geschafft hat. Und nicht nur das! Trotz hochkarätiger Konkurrenz gehört „Der Totmacher“ zu den von der Kritik gefeierten Filmen in Venedig. Das liegt möglicherweise daran, daß der Film über den Massenmörder Fritz Haarmann weder zur Kategorie der subventionierten Prestigeprojekte zählt, noch den Kreuzweg einer allzu umständlichen Fernsehfinanzierung gehen mußte. All denjenigen Gremien, die bei der Vorlage des Buchs zu dem Kammerspiel abwinkten, dürften ob des Erfolgs eines Besseren belehrt worden sein. Karmakars Alleingang jenseits der ausge-tretenen Pfade des deutschen Förderdschungels beschert dem deutschen Film in jedem Fall eine internationale Anerkennung der lange vermißten Art. Mit Götz George (Fritz Haarmann) und dem überragenden Jürgen Hentsch (Prof. Schultze) als Darsteller sowie dem Kameramann Fred Schuler, der u. a. für Scorsese und De Palma arbeitete, gelang es Karmakar, in einem einzigen Raum als Schauplatz des Films eine Spannung zu erzeugen, die trotz der Länge von 110 Minuten nur in wenigen Augenblicken nachläßt. Aus den simplen Dialogen zwischen dem Psychatrieprofessor und dem Menschenschlächter klingt das Echo der frühen 20er Jahre, an dessen Expressionismus „Der Totmacher“ anknüpft. Um diesem Film auch an den Kinokassen einen Erfolg zu garantieren, bedarf es trotz des Festivalerfolgs einer subtilen Verleihpolitik. Gegenwärtig ist noch nicht klar, wer sich hierzulande dieser diffizilen Aufgabe annehmen will. mmc.

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