Der Tote im Eis

  

Filmhandlung und Hintergrund

Familiendrama, das in einer schicksalhaften Gipfelbesteigung kulminiert.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Tote im Eis: Familiendrama, das in einer schicksalhaften Gipfelbesteigung kulminiert.

    Ein herausragendes Ensemble krönt ein besonderes Werk: Niki Steins Geschichte ist eine gekonnte Mischung aus Bergfilm, Familiendrama und Wirtschaftskrimi.

    Es sind wahrlich große Namen, die dieses TV-Movie zu einem Ereignis machen. Ein Pflichttermin ist der Film schon allein dank der Riege prominenter Schauspieler: Manfred Zapatka als Ich-bezogenes Zentralgestirn einer Familie, die dank der Skrupellosigkeit des Patriarchen zu Macht, Ansehen und Reichtum gekommen ist; Kai Wiesinger als sein Sohn Mark, dem es nie gelungen ist, aus dem Schatten des übermächtigen Vaters zu treten; Benjamin Sadler als Schwiegersohn, der versucht, in die Rolle des designierten Nachfolgers hineinzuwachsen; Aglaia Szyszkowitz als Tochter, die ein düsteres Geheimnis hütet; Ulrich Tukur als korrupter Staatssekretär, der die Familie mit sich in den Abgrund reißen will. Sie alle führt Niki Stein zu großen Leistungen. Vor allem aber ist ihm ein Werk gelungen, das Bergfilm, Familiendrama und Wirtschaftskrimi in einem ist. Die familiäre Ebene bildet dabei das Fundament: Der alte Kress möchte reinen Tisch machen und sich seinem Schicksal stellen. Vor zwanzig Jahren ist sein ältester Sohn von einer Bergtour mit Mark nicht zurückgekehrt. Nun will er noch mal jene Route klettern, die dem Sohn damals zum Verhängnis wurde. Der strapaziöse Aufstieg wird zu einer Reise in die Vergangenheit, in deren Verlauf sich einige Überraschungen ergeben. Gleichzeitig wird die Kress AG von juristischen Turbulenzen erfasst, die das Ende des Unternehmens bedeuten könnten. Nach und nach finden sich alle Familienangehörigen und sämtliche weitere Betroffene in der Berghütte des Clans in den Kärntner Alpen ein, und ausgerechnet die unschuldige Verena muss eine traumatisierende Erfahrung wiederholen, die einst ihr Leben verändert hat. Dankenswerterweise hat das ZDF Stein ausreichend Zeit gegeben, um seine Familiensaga zu erzählen. Trotzdem sind die 120 Filmminuten von einer großen Dichte, zumal viele Nebenstränge zunächst nur angedeutet werden. Der Film lebt daher nicht nur von der Spannung, die die Darsteller untereinander aufbauen (unbedingt noch zu erwähnen: Hanns Zischler als Anwalt, Maxim Mehmet als Bergführer mit Tiroler Dialekt und Marie Rönnebeck als Marks Frau), sondern auch von der Neugier darauf, wie die Figuren die vielen Konflikte lösen werden. Wie stets setzt Stein auf bewährte Kräfte. Neben der Musik (Jacki Engelken, Andreas Koslik, Ulrik Spies) muss vor allem die Arbeit von Arthur W. Ahrweiler hervorgehoben werden: Die Bildgestaltung ist auch dank der Wechselwirkung zwischen Kammerspiel und Alpenpanorama zuweilen atemberaubend. tpg.

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