Der schwarze Löwe

  1. Ø 4
   2008
Der schwarze Löwe Poster
Alle Bilder und Videos zu Der schwarze Löwe

Filmhandlung und Hintergrund

Der schwarze Löwe: TV-Tragikomödie: Drei afrikanische Asylbewerber verhelfen einem österreichischen Fußballverein zu ungeahnten Erfolgen...

Darsteller und Crew

Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(1)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (1 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Als die „political correctness“ noch nicht erfunden war und Sportreporter wie Heribert Fassbender („Schickt den Schiri in die Pampa!“) redeten, so wie es ihnen gerade in den Sinn kam, galten Fußballer aus Afrika als „Schwarze Perlen“. Ganz in diesem Sinne erzählt Wolfgang Murnberger in seiner österreichischen Komödie, die eigentlich ein Drama ist, vom Dorfverein SV Heidfeld. Der hat in der letzten Partie wieder mal eine Klatsche kassiert (2:10); dabei sitzt die Rettung auf der Bank. Höchst widerwillig und nur auf Druck des Vereinssponsors (August Schmölzer) hat Trainer Gasser (Wolfgang Böck) eingewilligt, dass drei Männer aus dem örtlichen Asylbewerberheim am Training teilnehmen dürfen, doch der Rest der Mannschaft lässt sie einfach nicht ins Spiel kommen.

    Weil Murnbergers Film ein Fußballmärchen ist (Drehbuch: Uli Brée, Rupert Henning), hat der junge Nigerianer Lionel (Hosh Kane) nicht bloß begnadete Füße, sondern auch eine Gabe: Er ist der einzige Mensch, zu dem Gassers autistischer Sohn Zutrauen fasst. Als Lionel ein furioses Solo mit einem sehenswerten Tor abschließt, sind die Afrikaner auf einen Schlag bei allen beliebt; prompt kickt sich das Team an die Tabellenspitze.

    Die flotte Integration ist zwar genau so unglaubwürdig wie zuvor die demonstrative Diskriminierung, schließlich klappt Völkerverständigung nirgendwo so reibungslos wie auf dem Fußballplatz. Aber man ahnt ohnehin früh, dass der Film ganz Anderes im Sinn hat, und auch die dramatische Wende ist nicht eben unvorhersehbar: Ausgerechnet der Antrag von Lionel wird abgelehnt, er muss zurück nach Nigeria.

    Politisch korrektere Menschen als die schlichten Gemüter aus Heidfeld werden womöglich mahnend den Finger heben und jener Afrikaner gedenken, die keinerlei Sportart beherrschen; und schon gar nicht derart talentiert. Aber Murnberger konzentriert sich lieber darauf, wie einfache Menschen ihre Vorurteile überwinden, und das tut er überaus charmant; selbst wenn der Film seine Botschaft mitunter ein bisschen allzu unübersehbar vor sich herträgt. tpg.

Kommentare