Der schöne Tag

  1. Ø 0
   2001

Der schöne Tag: Ruhiger Berlin-Film über eine junge Frau, die einen schönen Tag lang durch die Hauptstadt streift.

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Filmhandlung und Hintergrund

Der schöne Tag: Ruhiger Berlin-Film über eine junge Frau, die einen schönen Tag lang durch die Hauptstadt streift.

Deniz jobbt als Synchronsprecherin und will Schauspielerin werden. Eines Tages nach der Arbeit macht sie mit ihrem Freund Jan Schluss. Ziellos streift sie durch Berlin und begegnet dabei immer wieder Diego. Die beiden lernen sich im Laufe der Nacht näher kennen. Doch auch am nächsten Morgen wacht Deniz wieder mit einer unerfüllten Sehnsucht auf.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Mit „Der schöne Tag“ vollendet Thomas Arslan seine Trilogie, die er mit „Geschwister“ und „Dealer“ begann. Den gemeinsamen Nenner der Filme bildet die Tatsache, dass „es sich bei den Hauptfiguren jeweils um junge Personen türkischer Herkunft handelt, die in Deutschland aufgewachsen sind“, so der Regisseur in einem Interview. Im Mittelpunkt des letzten Teils steht eine Berliner Schauspielerin, Deniz.

    Die Kamera verfolgt Deniz vom Morgen eines Sommertages bis zum nächsten Morgen: Sie erwacht in der Wohnung ihres Freundes Jan, geht nach Hause und anschließend zur Arbeit in ein Synchronstudio. Später trennt sie sich von Jan und besucht ihre Mutter. Nach einem Casting lernt sie Diego kennen, einen Portugiesen, mit dem sie sich für den späten Abend verabredet. In der Zwischenzeit trifft sie ihre beruflich erfolgreiche Schwester aus Hamburg. Sie verbringt die Nacht mit Diego ohne körperliche Annäherung. Am Morgen hat sie ein verkrampftes Gespräch mit Jan, das ohne Versöhnung endet. Zuletzt erzählt ihr eine Dozentin in einem Café von den geschichtlichen Hintergründen der Liebe.

    Wenn diese Aufzählung alltäglich wirkt, ist das kein Zufall. Thomas Arslan hat sich für eine einfache Geschichte entschieden, mit natürlichem Licht, wenig Darstellern und viel Ruhe. Beim mutigen Versuch, eine entspannende Enklave in der von Actionfilmen beherrschten Filmlandschaft zu schaffen, läuft Arslan Gefahr, durch zuviel Ruhe und Klarheit mitunter Langeweile zu erzeugen. Es gibt keinen zentralen Konflikt, kein Problem und keinen Spaß – nur eine junge Frau, die etwas mit ihrem Leben und ihren Gefühlen anfangen möchte, wobei ihre türkische Abstammung keine Rolle spielt. Die Selbstverständlichkeit, mit der sie und ihre Gefährten ihre Meinungen über Schwangerschaft, Ehe und Beruf in fast druckreifen Sätzen formulieren, ruft Eric Rohmer in Erinnerung (dessen „Sommer“ symbolträchtig im Synchronstudio bearbeitet wurde). Für seine Verehrer sollte „Der schöne Tag“ einen Abend im Kino wert sein. csz.

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