Der Schaum der Tage

  1. Ø 5
   2013

Der Schaum der Tage: Vor visuellen Einfällen überbordende, surreal angehauchte Liebesgeschichte nach dem Kultroman von Boris Vian mit Frankreichs Stars Audrey Tautou und Romain Duris.

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Filmhandlung und Hintergrund

Der Schaum der Tage: Vor visuellen Einfällen überbordende, surreal angehauchte Liebesgeschichte nach dem Kultroman von Boris Vian mit Frankreichs Stars Audrey Tautou und Romain Duris.

Colin ist ein reicher Müßiggänger und Tagträumer, ihm fehlt nur die große Liebe. Darüber kann ihn auch sein Koch und Vertrauter durch die Zubereitung kulinarischer Skurrilitäten nicht hinwegtrösten. Als er auf einer Hunde-Geburtstagsparty die schöne Chloé trifft, scheint das Leben perfekt. Doch schon auf der Hochzeitsreise kränkelt sie und stirbt an einer Seerose im Lungenflügel, obgleich Colin sein Vermögen für ihre Genesung ausgibt.

Endlich findet ein junger Müßiggänger die große liebe, die alsbald jedoch an einer unheilbaren Krankheit darbt. Visuell herausragende Verfilmung des Erfolgsromans von Boris Vian, von Michel Gondry mit Starbesetzung realisiert.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Herzzerreißende und traurig-schöne Verfilmung des surrealen Kultromans von Boris Vian.

    Aale, die aus Wasserleitungen kriechen und zu feinen Pasteten verarbeitet werden, eine Geburtstagsfeier für einen Pudel, eine im Lungenflügel wachsende Seerose, deren Wachstum nur durch den Duft anderer Blumen aufgehalten werden kann, Pianos, die je nach Ton Cocktails mischen können, ein Stuhl der schrumpft, bevor man sich auf ihn setzen kann, eine Wohnung, die mit wachsender Armut und Krankheit enger und kleiner wird und immer wieder die Musik von Duke Ellington. Kinomagier Michel Gondry hat sich einiges einfallen lassen bei der Verfilmung von Boris Vians gleichnamigen Kultroman aus dem Jahre 1947 und entführt in fantastische Gefilde. Um die tragische Liebesgeschichte zwischen dem reichen jungen Müßiggänger Colin und der zarten nach der Hochzeit erkrankten Chloé rankt sich ein surreales Universum mit wahnwitzigen Wortschöpfungen, eine visionäre Welt, in der die optischen Effekte und Ausstattungsdetails fast wichtiger sind wie die Akteure: Der charmante Romain Duris als Tagträumer verliebt sich in die entzückende Audrey Tautou, die trotz tödlicher Krankheit in ihrer Sanftheit und Lebensfreude stark an „Amélie“ erinnert, Omar Sy aus „Ziemlich beste Freunde“ gibt den Schutzengel, Koch und Vertrauten, der die wildesten kulinarischen Skurrilitäten serviert. Gad Elmaleh als verarmter Anhänger von Jean-Sol Partre hängt an Devotionalien des berühmten Existentialisten wie der Junkie an der Nadel, seine Freundin (Aissa Maiga) zündet am Ende vor Zorn die gesammelten Werke des Meisters an. Die Handlung des zeitlosen Films spielt in Paris irgendwann zwischen 1947 und 2013 mit vielen Anspielungen auf die 1970er Jahre. Fehlen darf auch nicht „das Loch von Paris“, früher mal das Hallenviertel als Bauch von Paris. Darüber schwebt das Paar wie auf einer verzauberten Wolke in einer gläsernen Gondel. Gondry zieht den Gefühlsbogen von großem Optimismus und heiterer Unbeschwertheit bis hin zu tiefster Verzweiflung, dabei lenken fein sortierte Retro-Patina und visuelles Überangebot streckenweise vom menschlichen Schicksal ab, machen die verletzbaren Protagonisten zu Verzier-Figurinen, zu schmückendem Beiwerk eines außergewöhnlichen Schauwerts. Den genießt man aus vollem Herzen. mk.

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