Der Nikolaus im Haus

  1. Ø 3.5
   2008
Der Nikolaus im Haus Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Der Nikolaus im Haus: Vorweihnachtliche Romantic Comedy mit Christine Neubauer und Bernhard Schir.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Manchmal werden Wünsche eben doch wahr, und das gilt keineswegs bloß für diese zauberhafte Geschichte. Freitags pflegt das „Erste“ ja Romanzen von der Stange zu zeigen, und wenn dann auch noch Christine Neubauer mitspielt, genügt in der Regel ein flüchtiger Blick auf die Inhaltsangabe, denn den Rest kann man sich vorstellen: Die Geschichten, die ihre Landärztinnen im Tal des Schweigens erleben, sind ohnehin immer die gleichen. Auch mit „Der Nikolaus im Haus“ wird die ARD-Tochter Degeto, die diesen Sendeplatz allein nach Quotengesichtspunkten gestaltet, keine Preise gewinnen, aber für einen kuscheligen Nikolaus-Abend im Kreis der Familie ist der Film mit seiner Vermittlung von Lebensmut sowie der Balance zwischen Rührseligkeit und Kitsch genau das Richtige.

    Natürlich sind auch in dieser moderat dramatischen Geschichte (Buch: Henner Höhs, Regie: Gabi Kubach) die Rollen klar verteilt; es gehört schließlich zu den Freitagsgrundsätzen, dass Gut und Böse auf Anhieb identifizierbar sind. Allerdings treiben die Bösen ein finsteres Spiel: Mit Hilfe ihres korrupten Geschäftsführers wird Bäckerin Klaudia (Neubauer) von ihrem stillen Teilhaber Lehmann (Helmut Berger) derart übers Ohr gehauen, dass sie sogar ins Gefängnis muss. Wutschnaubend flieht sie aus dem Gerichtssaal, klaut eine Nikolaus-Verkleidung und entkommt so der Polizei. Als sie in Lehmanns Haus nach Beweisen für ihre Unschuld suchen will und ein Alarm losgeht, findet sie in der Nachbarschaft Zuflucht. Hier lebt Paul Weber (Christian Schir), verwitweter Vater zweier entzückender Kinder, die Klaudia für den Nikolaus halten. Angesichts der kaum zu verbergenden Beweise für Klaudias Weiblichkeit fliegt der Schwindel zwar auf, aber da haben die Kinder sie schon in ihr Herz geschlossen. Auch der zunächst zögerliche Paul beißt bald an, zumal auch er Probleme hat: Er leitet einen Feinkostladen, den sich der skrupellose Geschäftemacher Klett (Hans Sigl) unter den Nagel gerissen hat; die gesamte Belegschaft wird auf die Straße gesetzt. Da trifft es sich gut, dass Klaudia Dinge über Klett weiß, die dessen Frau besser nicht erfahren sollte.

    Die Handlung ist zwar konstruiert, dass es kracht, aber die Umsetzung wischt alle Einwände beiseite: weil Höhs und Kubach die Geschichte konsequent als modernes Märchen erzählen. Der Film kommt zwar ohne entsprechende Effekte aus, aber verschiedene Figuren (der rettende Rocker gleich zu Beginn, der weise Großvater aus der Nachbarschaft) lassen sich unschwer als Himmelsboten erkennen. Und dass Klaudia es schneien lassen kann, ist im winterlichen Salzburg vermutlich ein kalkulierbares Risiko. Selbstredend muss sich kurz vor Schluss zwischen dem Paar noch das handelsübliche Hindernis auftun, aber es gibt eben Filme, bei denen man Vorhersehbarkeit nicht nur in Kauf nimmt, sondern sogar begrüßt. tpg.

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