Der Mann, der Weihnachten erfand

  1. Ø 5
   Kinostart: 22.11.2018

Der Mann, der Weihnachten erfand: Wie hat Charles Dickens seine Weihnachtsgeschichte erfunden? Das zauberhafte Biopic erzählt den Schaffensprozess als weihnachtliches Abenteuer für die Familie.

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Filmhandlung und Hintergrund

Der Mann, der Weihnachten erfand: Wie hat Charles Dickens seine Weihnachtsgeschichte erfunden? Das zauberhafte Biopic erzählt den Schaffensprozess als weihnachtliches Abenteuer für die Familie.

London, 1843: Nach drei Misserfolgen steckt der große Schriftsteller Charles Dickens (Dan Stevens) nicht nur in einer kreativen Krise, auch sein Konto ist leer. Ein neues Buch muss her, und zwar schnell. Denn Dickens Frau Catherine (Morfydd Clark) ist mit dem fünften Kind schwanger, sein Vater (Jonathan Pryce) braucht ebenfalls dringend Geld und außerdem steht die längst überfällige Renovierung der Wohnung an. Nur leider findet der große Schriftsteller keine Ideen.

Dann lauscht Dickens zufällig, als das neue Kindermädchen Tara (Anna Murphy), das einen eher reißerischen Geschmack hat, den Kindern eine Gespenstergeschichte erzählt. Das Volksmärchen dreht sich um Geister, die zum Weihnachtsfest erscheinen. Dickens ist hellauf begeistert. Und in seinem Umfeld findet er stetig neue Inspirationen, bis der alte Ebenezer Scrooge (Christopher Plummer) tatsächlich vor ihm erscheint. Nun hat Dickens nur noch sechs Wochen, um seine Geschichte rechtzeitig zum Weihnachtsfest zu veröffentlichen.

„Der Mann, der Weihnachten erfand“ — Hintergründe

Die kurze Erzählung „Eine Weihnachtsgeschichte“ (Originaltitel: „A Christmas Carol“) von Charles Dickens gehört zu den großen Werken der Weltliteratur und wurde bereits mehrfach verfilmt — zuletzt im Jahr 2009 unter dem Titel „Disneys Eine Weihnachtsgeschichte“ mit Jim Carrey und Gary Oldman in den Hauptrollen. Regisseur Bharat Nalluri („The 100“) erzählt nun von der Entstehung des berühmten Werkes. Inhaltlich basiert das magische Biopic auf dem Sachbuch „The Man Who Invented Christmas“ des Historikers Les Standifords.

Für seine märchenhafte Hintergrundgeschichte hat Bharat Nalluri einen starken Cast engagiert. Angeführt wird die Besetzung von Oscarpreisträger Christopher Plummer („Alles Geld der Welt“) als alter Ekels Ebenezer Scrooge, der zum Weihnachtsfest von drei Geistern heimgesucht wird. In die Rolle des Schriftstellers Charles Dickens schlüpft Dan Stevens („Die Schöne und das Biest“), dessen Vater wird von Jonathan Pryce („The Man Who Killed Don Quixote“) gespielt. Dickens Ehefrau wird von Morfydd Clark („Love & Friendship“) verkörpert.

Darsteller und Crew

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    CHARLES DICKENS: DER MANN, DER WEIHNACHTEN ERFAND verknüpft auf bezaubernde Weise die weltberühmte Weihnachtsgeschichte von Dickens mit dessen eigener Biographie.

    London, 1843: Charles Dickens weiß nicht mehr weiter. Seine letzten drei Bücher sind allesamt schlecht verkauft, sein Verlag will ihm kein Geld mehr geben, sein Haus will renoviert und die Familie ernährt werden. Aber was soll er denn bloß machen, wenn die Inspiration ausbleibt? Doch dann, eines Abends, durchfährt ihn ein Geistesblitz. Warum nicht eine Geschichte über Weihnachten schreiben? Seine Verleger sind alles andere als begeistert. Denn im 19. Jahrhundert ist Weihnachten ganz und gar nicht dazu geeignet, um damit irgendein Geschäft zu machen. Doch Dickens bleibt hartnäckig und möchte das Buch selbst herausbringen. Wenn er es denn mal fertig schreiben kann. Denn regelmäßig erhält er in seinem Arbeitszimmer Besuch von einem alten Mann, der sich Ebeneezer Scrooge nennt. Und der so seine ganz eigenen Ansichten hat, wie und was Charles Dickens schreiben sollte. Der Weihnachtsfilm CHARLES DICKENS: DER MANN, DER WEIHNACHTEN ERFAND verbindet auf bezaubernde Weise die Biographie des berühmten Autors mit einer seiner bekanntesten Geschichten überhaupt. Das Ergebnis ist ein berührender und äußerst unterhaltsamer Mix aus historischen Fakten und Fiktion. Dan Stevens sprüht als Charles Dickens vor liebenswertem Charme und kreativer Energie, und Christopher Plummer ist als griesgrämiger Ebeneezer Scrooge, der sein gutes Herz hinter einer rauen Schale versteckt, die absolute Idealbesetzung. Ein spritziges Drehbuch und eine sorgfältige Ausstattung unterstützen die wohlig weihnachtliche Stimmung, die der Film verbreitet. Der perfekte Film für die Vorfreude aufs Fest.

    Jurybegründung:

    Am 19. Dezember 1843 sorgte die erste Ausgabe von "A Christmas Carol" von Charles Dickens für lange Schlangen vor den Buchläden in London. Heute gehört der kleine Band zu den meist verkauften und gelesenen Büchern weltweit und hat damit das Bild von London in dieser Ära und von Weihnachten geprägt. Mehrmals wurde es verfilmt, sogar Kermit, Miss Piggy und ihre Freunde aus der Muppets Show agierten in einer farbenfrohen Version, die dem Geist der Geschichte treu blieb.
    Nach dem Muster von SHAKESPEARE IN LOVE erzählt die Mischung aus Biopic und Weihnachtsgeschichte vom Entstehen der Erzählung. Er gibt dabei einen tiefen Einblick in die Seele von Charles Dickens, der nach dem Welterfolg von "Oliver Twist" finanziell ein gemachter Mann ist. Oder zumindest eine Zeitlang war. Nach dem Erfolg hat er seiner Familie ein Haus gebaut, drei Flops geschrieben und leidet unter einer Schreibblockade.
    Ein irisches Hausmädchen erzählt ihm die alte Legende von drei Geistern, die am Heiligen Abend auf die Erde kommen. Diese Vorstellung ist der Startschuss für das Buch, das Dickens mit Beobachtungen seiner Familie, Freunde und seiner Zeitgenossen spickt. Um jedoch einen stimmigen Schluss zu finden, muss er sich erst den eigenen Dämonen stellen, die seine Seele seit seiner Kindheit überschatten.
    Dieses Spiel mit dem Wiedererkennen von Fakten und Fiktion gibt dem Film die besondere Würze und seinen Witz, zumal Christopher Plummer als Geizhals Scrooge und auch die anderen Figuren aus dem Buch lebendig und ständige Begleiter von Dickens werden. Dabei setzt der Film auf den reinen Wiedererkennungswert der Romanfiguren mit ihren Vorbildern, weitere Abgründe oder auch mehr Tiefe werden ihnen nicht gegeben. Daher wirkt die Handlung nach Ansicht der Jury oft ein wenig vorhersehbar und klischeehaft.
    In Ausstattung und Kostümen schafft der Film ein farbenfrohes Abbild der Welt, die Dickens beschreibt. -Für eine typische Weihnachtsgeschichte funktioniert dies ganz wunderbar, als ein historisch authentisches London von Dickens selbst wirkt es in den Augen der Jury jedoch ein wenig zu steril, oberflächlich und kitschig.

    FBW-Jugend-Filmjury:

    (www.jugend-filmjury.com)

    1842 kommt der Schriftsteller Charles Dickens von seiner Amerikatournee zu seinem Buch "Oliver Twist" genervt zurück nach London. 16 Monate und 3 Flops später steckt er in hohen Schulden und er muss wieder ein neues Buch schreiben, damit er seinem Lebensstil und seiner großen Familie gerecht werden kann. Doch seine Verleger glauben nicht an seine Idee und wollen das Buch nicht drucken. Charles Dickens nimmt nun sein Schicksal in die Hand und will es in den sechs Wochen bis Weihnachten selber fertigstellen. Als er zufällig auf einem Friedhof landet, hat er eine zündende Idee, die sich langsam in ein Feuer verwandelt, welches ihn zu verschlingen droht. Seine Inspirationen sammelt er auf den Londoner Straßen und in seinen dunklen Erinnerungen. Doch die daraus entwickelten Figuren werden für ihn real und mit ihrem Eigenleben langsam lästig. Durch die umwerfende Ausstattung, tolle Kameraführung und genialen Lichtsetzungen kann man sich gut in das 19. Jahrhundert hineinversetzen, denn alles ist sehr detailverliebt und aufwendig in Szene gesetzt. Die Musik und das emotionale Spiel der Schauspieler sorgen dafür, dass man perfekt in den Film eintauchen kann. Dieser Film zeigt uns auch die eigentliche Bedeutung des Weihnachtsfestes und plädiert für mehr Aufmerksamkeit für den Nächsten: Niemand ist nutzlos in dieser Welt, solange er die Last des anderen lindert. Ob man das Buch kennt oder nicht, ist bei diesem Film nicht wichtig, denn alle Fragen, die man dabei hat, werden auf spannende, emotionale und mitreißende Weise im Laufe der Story gelöst. Es ist ein Film, den man sich oft ansehen kann, um jedes Detail zu entdecken. Durch die sehr realistisch abgebildete Armut und einige gruselige Szenen empfehlen wir den Film ab 9 Jahren.

    fantasievoll: 5 Sterne
    spannend: 4 Sterne
    mitreißend: 4 Sterne
    detailreich: 5 Sterne
    emotional: 4,5 Sterne

    Gesamtbewertung: 5 Sterne.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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