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Der Mann, der die Sterne macht

Kinostart: 11.07.1996
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  • Kinostart: 11.07.1996
  • Dauer: 110 Min
  • Genre: Drama
  • FSK: ab 12
  • Produktionsland: Italien
  • Filmverleih: Prokino (Filmwelt)

Filmhandlung und Hintergrund

Wunderbare, publikumswirksam erzählte Hommage an das Kino vom italienischen Geschichtenerzähler Guiseppe Tornatore.

Der Schausteller und Talent-Scouts Joe Morelli zieht im Jahre 1953 durch die Dörfer Siziliens und bittet ihre Bewohner per Megaphon lautstark zum ganz individuellen Screen-Test. Der Zulauf ist gewaltig, verspricht er doch die große Karriere und Millionen von Lire. Von der Putzfrau bis zur Mafia, vom Banditen bis zum Polizeichef, von den Arbeitslosen bis zu den Kommunisten werden alle einzeln vor die Kamera gelockt und dort nach Strich und Faden düpiert hat.

Sizilien, 1953. Schausteller Joe Morelli reist durch die Dörfer und lockt die Bewohner per Megaphon in sein Zelt. Er gibt vor, im Auftrag der römischen Universalia Studios unterwegs zu sein, die händeringend auf der Suche nach frischen Kino-Gesichtern wären. Für nur 1500 Lire könne jeder vor die Kamera treten und seine Leinwandpräsenz testen lassen. Die gutgläubigen Menschen lassen sich nur allzu gern verführen. Doch dann legt der eiskalte Trickbetrüger die falschen Leute herein…

Wunderbare, publikumswirksam erzählte Hommage an das Kino vom italienischen Geschichtenerzähler Guiseppe Tornatore. Das Werk im Stil von „Cinema Paradiso“ wurde mit dem Spezialpreis der Jury in Venedig ausgezeichnet.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Mann, der die Sterne macht: Wunderbare, publikumswirksam erzählte Hommage an das Kino vom italienischen Geschichtenerzähler Guiseppe Tornatore.

    Mit drei Beiträgen war das Veranstaltungsland Italien bei der 52. Film-Biennale von Venedig die stärkste Nation im Wettbewerbsprogramm. Während sich Ettore Scola und Marco Tullio Giordana mit unbedeutenden Auszeichnungen zufrieden geben mußten, ging einmal mehr Giuseppe Tornatore als strahlender Sieger hervor. Der 39jährige Sizilianer erhielt für „L’uomo delle stelle“ den Spezialpreis der Jury. Wie „Cinema Paradiso“ handelt „Der Mann, der die Sterne macht“, so der deutsche Verleihtitel, von den guten, alten Zeiten des Kinos. Das konventionelle, publikumswirksam erzählte Werk, das wohl weniger wegen seiner künstlerischen Originalität, sondern dank der passenden Thematik anläßlich des 100jährigen Kinojubiläums ausgezeichnet wurde, hat - ähnlich wie sein vielfach prämierter und auch kommerziell erfolgreicher Vorgänger - gute Chancen, für volle Kassen in jenen großstädtischen Kinos zu sorgen, die sich niveauvollem Unterhaltungsprogramm verschrieben haben. Nach seinem Zwei-Personen-Stück „Una pura formalità“ kehrt Tornatore nun in den Landstrich zurück, den er wie seine Westentasche kennt, nach Sizilien. Dort verfolgt er das Schicksal des Schaustellers und Talent-Scouts Joe Morelli (herrlich schmierig und wunderbar herzlos: Sergio Castellitto), der im Jahre 1953 durch die Dörfer zieht und ihre Bewohner per Megaphon lautstark zum ganz individuellen Screen-Test bittet. Morellis Zulauf ist gewaltig, verspricht er doch eine Karriere in Roms Cinecittà und Millionen von Lire. Die Menschen dort sind arm, gutgläubig, naiv und somit ein gefundenes Fressen für diesen miesen, kleinen Trickbetrüger. Denn daß Morelli nicht der ist, der er zu sein vorgibt, wird schon nach wenigen Minuten des Films unmißverständlich klar. Nachdem der Gauner Gott und die Welt, von der Putzfrau bis zur Mafia, vom Banditen bis zum Polizeichef, von den Arbeitslosen bis zu den Kommunisten, einzeln vor die Kamera gelockt und dort nach Strich und Faden düpiert hat, ist schließlich die Zeit der Abrechnung gekommen. Morellis falsches Spiel wird durchschaut, jetzt muß er dafür büßen. „Der Mann, der die Sterne macht“ ist eine weitere Liebeserklärung Tornatores an das Kino, wenn sie auch diesmal einen bittersüßen Beigeschmack erhält. Beginnt der Film noch episodenartig mit zahllosen, teils überaus komischen Screen Tests, mündet er in der zweiten Hälfte unvermittelt in eine Geschichte und erhält somit seine dramatische Wendung. Denn erst als Morelli auf das Mädchen Beata (Tiziana Lodato, Typ dralle Lolita) trifft, das ihn abgöttisch verehrt, wird dessen beruflicher Niedergang und somit die Story eingeleitet. Diese Ungereimtheit des Drehbuchs können starke darstellerische Leistungen, ideenreiche, sketchartig inszenierte Einschübe, der nostalgisch-verklärte Soundtrack von Ennio Morricone, sowie die trefflichen Bildkompositionen des meist in Hollywood wirkenden Kamermanns Dante Spinotti allerdings wettmachen. lasso.
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