Filmhandlung und Hintergrund

Justizthriller über einen cleveren Anwalt, der nach vielen Kleinverbrechern einen großen Fisch aus vermögendem Haus verteidigt, dem versuchter Mord und Vergewaltigung vorgeworfen wird.

Bei Cops und Staatsanwälten ist Anwalt Haller unbeliebt, weil er mit Schlitzohrigkeit die Lücken des Systems ausnützt, um für seine meist schuldigen Klienten gute Deals auszuhandeln. Louis Roulet, Sohn aus reichem Haus, scheint die Ausnahme von der Regel zu sein, wurde vielleicht wirklich von einer Prostituierten reingelegt, die er angeblich vergewaltigen und ermorden wollte. Doch ein alter Fall verändert die Sicht auf den neuen, zwingt Haller unter Lebensgefahr, seine ganze Cleverness auszuspielen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. „Der Mandant“ ist ein Justizthriller, in dem der Fall schier unlösbar erscheint und Köpfchen erfordert. Dieses hat der Strafverteidiger Mick Haller, und ein scharfes Mundwerk noch dazu. Er bewegt sich in der Riesenstadt Los Angeles und zwischen den Schlingen des komplizierten Rechtssystems wie ein Fisch im Wasser und stets zum Vorteil seiner Klienten. Doch dann stößt er an seine Grenzen und zappelt selbst an der Angel: Es droht der Entzug der Anwaltslizenz, falls er sich nicht zum Komplizen gegen die Wahrheit machen will. Matthew McConaughey brilliert als gewiefter Anwalt in diesem spannenden Film von Regisseur Brad Furman, der auf dem gleichnamigen Roman von Michael Connelly basiert.

      Zunächst fährt man mit Mick Haller und seinem Chauffeur Earl durch die Stadt, er hat Termine vor Gericht und im Gefängnis Inglewood. Der Strafverteidiger lässt einen Mandanten, der nicht ordentlich zahlt, böse auflaufen, er schmiert einen Gerichtsdiener für einen Gefallen, bekommt von einem Bekannten einen reichen Klienten empfohlen, und dann zwingt ihn eine Gruppe Motorradrocker mitten auf der Straße zu einer Unterredung. Wie Haller mit Worten Situationen zu seinem Vorteil wendet, beweist eindrucksvoll, welche Klasse dieser Anwalt besitzt.

      Sein neuer Mandant Louis Roulet ist anders als die Kleinkriminellen, die sonst Hallers intellektuellen Beistand und sogar ein wenig von seinem Mitleid bekommen. Wenn Haller und sein Privatdetektiv Frank Levin diesen jungen Mann sprechen wollen, müssen sie sich auf den Golfplatz fahren lassen. William H. Macy spielt Hallers Freund und Ermittler Levin, einen vom Leben gezeichneten Typen mit langen Haaren und tiefen Furchen im Gesicht, praktisch das Gegenteil von Louis Roulet. Aber ist dieser Sohn aus reichem Hause, der meistens von der Mutter und ihrem Anwalt begleitet wird, nicht ebenfalls ein armes Opfer, ein gefundenes Fressen für eine Prostituierte und ihre Komplizen, um ein hohes Schmerzensgeld zu erstreiten aufgrund falscher Beschuldigungen? Ryan Phillippe spielt diesen Mandanten als unschuldige Figur, der der Reichtum seiner Familie auch Belastung ist.

      Die Geschichte ist fein durchzogen von Merkmalen alter Noir-Filme. Der Anwalt greift zur Flasche, wenn er unter der Last seiner Gefühle zusammenzubrechen droht. Da gibt es nämlich die Erinnerung an einen geliebten Vater, das berufliche Vorbild, und dessen Warnung, im Angesicht der Unschuld nicht womöglich einmal betriebsblind zu versagen. Haller hat den Schwung uneinholbarer Filmhelden, aber er funktioniert nur, wenn er ein Mensch mit Gewissen und Anstand bleibt. Das amerikanische Rechtssystem mit seinem strengen Regelwerk für Anwälte zeigt ihm plötzlich die kalte Schulter. Haller wird als Kämpfer in eigener Sache zum Außenseiter, dem gleichzeitig die Aufgabe zufällt, das System vor dem inneren Bankrott zu bewahren.

      Es gibt auch eine geschiedene Ehefrau, mit der Haller in gutem Kontakt ist, und eine kleine Tochter. Glücklicherweise spielen diese inhaltlichen Zutaten keine größere Rolle, als zu verhindern, dass die Geschichte bei all dem temporeichen Denksport ins Hecheln gerät. Los Angeles ist in diesem Film eine Autostadt, ein schwer greifbares Versprechen, dass irgendwo dort im Häusermeer, auf das Haller von seiner Wohnung hinabschaut, der Erfolg wartet. Zu weit scheint der Weg dorthin, zu viele Schleifen gibt es auf den Straßenbrücken, die zu Orten führen, wo es nicht schwer sein dürfte, auf Abwege zu geraten. Die Bilder sind manchmal flirrend vor Eindrücken, wie Haller spiegeln sie ständige Bewegung, als ginge es darum, den überall ausgelegten Schlingen durch harte Anstrengung zu entwischen.

      Fazit: Matthew McConaughey flitzt wie ein Fisch im Wasser durch diesen spannenden Justizthriller mit Köpfchen.
    2. Der Mandant: Justizthriller über einen cleveren Anwalt, der nach vielen Kleinverbrechern einen großen Fisch aus vermögendem Haus verteidigt, dem versuchter Mord und Vergewaltigung vorgeworfen wird.

      In den letzten Jahren spielte er nur mit Frauen, doch in Brad Furmans auf Mittelhitze kochendem Justizthriller jongliert Matthew McConaughey exklusiv mit Klienten und Paragraphen.

      Nach „Die Jury“ und „Amistad“ gibt McConaughey, der sich zuletzt zu oft auf Brustkorbposer mit Breitwandlächeln reduzieren ließ, wieder einen Anwalt - und schon passt der texanische Mix aus Schlitzohrigkeit und smartem Charme zu einer Rolle, die maßgeschneidert für ihn scheint. Mit Mick Haller (McConaughey) stößt Bestsellerautor Michael Connelly in die Lücke, die John Grisham hinterlassen hat, der nach sieben verfilmten Justizthrillern in Hollywood keine wohlgesinnte Jury mehr findet und sich auf sein gedrucktes Kerngeschäft beschränken muss.

      Haller ist Bestandteil des juristischen Systems, aber auch natürlicher Feind von Cops und Staatsanwälten, weil er für viele namenlos bleibende Dealer, Prostituierte, Schläger und kleine Fische günstige Deals aushandelt, die sie schnell wieder zurück auf die Straße und ins Geschäft bringen. Hallers Methoden sind so unkonventionell wie sein mobiles Büro auf dem Rücksitz eines Lincoln Continentals, doch ein korrupter Paragraphenhai ist er nicht, nur ein gerissener Profi, dessen Integrität selten gefordert ist, weil 90 Prozent seiner Klienten ohnehin schuldig sind und nur auf eine milde Strafe hoffen. Louis Roulet (Ryan Phillippe) scheint die Ausnahme von der Regel zu sein. Er stammt aus reichem Haus und behauptet, seines Geldes wegen in eine Falle gelockt worden zu sein. Tatsächlich scheint es Indizien dafür zu geben, dass er nicht versucht hat, eine junge Prostituierte zu vergewaltigen und zu ermorden. Doch als sich Haller an einen alten Mordfall und den von ihm verteidigten Täter erinnert, verändert das auch die Perspektive auf seinen aktuellen Klienten.

      „Der Mandant“, ohne stilistische Mätzchen inszeniert von Newcomer Brad Furman, beginnt als klassischer Täter suchender Thriller mit multiplen Schauplätzen und Figuren und verdichtet sich nach der ersten Hälfte auf den Gerichtssaal und die Lösung eines juristischen Dilemmas, das Haller gleichzeitig an zwei Klienten bindet. Klassische Actionelemente gibt es dabei kaum, einen brillanten Coup, der wirklich überrascht, auch nicht. Haller ist trotz seines ungewöhnlichen Büros ein bodenständiger Held, der seine Fälle mit Cleverness und einem Netzwerk an Beziehungen, nicht mit der Faust oder Einsteinscher Genialität löst. Für den Zuschauer bleibt er wie auch sein Ermittler (William H. Macy im Helge-Schneider-Look) stets eine Sympathiefigur - und der bis in kleinste Nebenrollen stark besetzte Film bis zum Ende hin sehr unterhaltsam, auch wenn oder gerade weil hier einmal dramaturgisch nicht alles überhitzt wird. kob.

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