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Der letzte Exorzismus

   Kinostart: 30.09.2010
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Filmhandlung und Hintergrund

Horrorthriller zwischen "Blair Witch Project", "[Rec]" und "Rosemary's Baby", in dem sich ein Priester bei seinem letzten Exorzismus von einer Dokufilm-Crew begleiten lässt.

Der Erweckungsprediger Reverend Cotton Marcus ist sehr erfolgreich in seinem Job, dabei fehlt ihm immer öfter der wahre Glaube. Er nutzt sein Schauspieltalent nicht nur für evangelikale Messen, sondern auch für lukrative Teufelsaustreibungen, bei denen er in mitreißenden Shows arme Gläubigerseelen von ihren vermeintlichen Dämonen befreit. Bei seinem letzten Exorzismus will er sich von einem Fernsehteam filmen lassen, um die Austreibung als Märchenstunde für Abergläubische zu entlarven. Im tiefsten Süden soll er die besessene Tochter eines strenggläubigen Mannes heilen…

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. „Der letzte Exorzismus“ ist clever, spannend und verflucht unheimlich. Eine Toleranz für verwackelte Handkameras vorausgesetzt, darf hier einer der besten Horrorfilme des Jahres beschrien werden.
    2. Der letzte Exorzismus: Horrorthriller zwischen "Blair Witch Project", "[Rec]" und "Rosemary's Baby", in dem sich ein Priester bei seinem letzten Exorzismus von einer Dokufilm-Crew begleiten lässt.

      Ein Kamerateam dokumentiert die Arbeit eines populären Exorzisten, als dieser in den Südstaaten einen wahrlich teuflischen Auftrag erhält.

      Man stelle sich „Der Exorzist“ als Mockumentary vor. Aber der Horrorthriller des deutschstämmige Wahlamerikaners Daniel Stamm kann mehr als nur die Fake-Documentary-Methode von „Blair Witch Project“ und des spanischen Terrorhits „“ zu kopieren. Nicht umsonst steht der zweite Spielfilm des Newcomers unter der Ägide von Eli Roth („Hostel“), ehemaliges Protegé von Quentin Tarantino, inzwischen selbst als Mäzen jungen Talenten im Horrorfilm den großen Auftritt organisiert. Und auch die Produzenten von „Dawn of the Dead“ wussten ganz genau, wem sie ihr Vertrauen schenken konnten.

      Derart geadelt, legt Stamm im Stile einer munteren Doku los. Er stellt den Protagonisten, Reverend Cotton Marcus (Patrick Fabian), privat und bei der Arbeit als Prediger vor. Er, seine Familie und eine Fernsehredakteurin melden sich in kurzen Interviews zu Wort - eine wahre Mockumentary, die sich über das Metier amerikanischer Erweckungsprediger amüsiert. Cotton zweifelt am Allmächtigen und nutzt sein ausgeprägtes Schauspieltalent nicht nur für evangelikale Messen, sondern auch für lukrative Teufelsaustreibungen, bei denen er in mitreißenden Shows arme Gläubigerseelen von ihren vermeintlichen Dämonen befreit. Kein Angebot ohne dringende Nachfrage: In seiner Post befindet sich die verzweifelte Bitte des tief gläubigen Farmers Sweetzer (Louis Herthum), der seine 16-jährige Tochter Nell (Ashley Bell) vom Teufel besessen wähnt. Die verfallene Farm liegt im tiefsten Süden jenseits von New Orleans. Für Cotton der Idealfall, um in seinem letzten Auftritt vor laufender Kamera seinen Job als Mumpitz, als perfekt ausstaffierte Märchenstunde für Abergläubische zu entlarven. Also führt er wie abgesprochen den Exorzismus mit großer Verve durch, um augenzwinkernd seine Tricks für das Fernsehpublikum zu enttarnen.

      Dann beginnt die zweite Hälfte und damit der Horror: Nach getaner Arbeit taucht das verstörte Mädchen nachts schlafwandelnd im Motel auf, es mehren sich Anzeichen einer gewalttätigen Psychose, offenbar hervorgerufen durch Inzest und Missbrauch. Cottons Versuch, ärztliche Hilfe zu organisieren, scheitert an Sweetzers verbohrter Religiosität. Lange spielt der Thriller im Grenzgebiet zwischen natürlichen und übernatürlichen Ursachen, sammelt geschickt Hinweise für einen austarierten psychologischen Schocker, der seine anfängliche Effekt-Askese nun ablegt, um intensiv mit schauriger Soundkulisse und Wackelkamera dämonische Abgründe aufzudecken und samt höllischem Finale auch „Rosemary’s Baby“ nach zu eifern. Damit sollte Daniel Stamm die Aufmerksamkeit sicher sein, die ihm mit seinem Vorgänger „A Necessary Death“ noch verwehrt blieb. tk.
      1. Pseudo-Horror-Dokumentationen zählen im Schauer- und Spukgenre seit dem Erfolg des umstrittenen „Blair Witch Project“ zu jenen vertrauten Stilmitteln, um das Übernatürliche im Alltag zu lancieren. Mit den Mitteln eines Home Videos oder einer TV-Reportage wird zunächst eine harmlos erscheinende Situation eingeführt, um danach den allmählichen Einbruch des Grauens umso nachhaltiger wirken zu lassen. Die Bilder der mitunter ungelenken Handkamera wollen kein gelacktes Hollywoodambiente aufkommen lassen, sondern sollen mit Nahaufnahmen und bewussten Unschärfen eine schaurige Realität vor unserer Haustür suggerieren.

        Nach diesem Prinzip funktioniert ebenso der zweite Spielfilm des in Hamburg geborenen Daniel Stamm, der seinen abgeklärten Protagonisten Reverend Cotton Marcus zunächst im heimeligen Umfeld zwischen Familie und Gemeinde einführt. Schnell wird klar, dass der professionelle Dämonenjäger keine Sekunde an seine selbst auferlegt Profession glaubt, aber – pst, nicht weitersagen! Doch Hochmut kommt vor dem Fall. Wenn ein Charakter in einem Horrorfilm allzu deutlich sein Ego erkennen lässt, erhält er bald einen Denkzettel. Als der umtriebige Priester, der seinen Anzug als eine Art Rüstung anlegt, mit Kamerateam ins tiefste Louisiana reist, helfen seine Taschenspielermethoden nur im ersten Moment weiter. Wo Menschen umso bibeltreuer reagieren, hat der Teufel offenbar leichtes Spiel. Nach einem eher unfreundlichen Empfang häufen sich die merkwürdigen, unerklärlichen Vorkommnisse.

        Geschickt spielt Stamm mit Zuschauererwartungen, um sie sowohl zu bestätigen als auch zu unterlaufen. Die im Grunde simple Story der Pseudo-Dokumentation beginnt wie eine Parodie auf William Friedkins Klassiker, bis sich das dramatische Geschehen immer stärker zuspitzt. Dabei setzt Stamm im ersten Drittel häufiger auf komische Momente, um eine unbeschwert-sorglose Atmosphäre zu etablieren, während im Verlauf die Spannungsschraube fester angezogen wird. Im Gegensatz zu vielen Fake-Dokus wie „The Last Broadcast“, „The Blair Witch Project“, „Paranormal Activitiy“ oder dem perfekter produzierten „Cloverfield“ zeigt sich die Story wesentlich stringenter angelegt und vermeidet Leerlauf.

        Schon im Mittelteil prophezeit eine grausige Zeichnung der offenbar besessenen Nell, welches furchtbare Schicksal den drei Eindringlingen später zuteil werden soll. Man darf sicher sein, dass solche furchtbaren Drohungen im Schreckenskino keine leeren Versprechungen bleiben. Trotzdem haben Stamm und seine beiden Autoren noch ein bis zwei Wendungen in der Hinterhand, um ihrer satanischen Mär ein überraschendes, wenn auch reichlich abruptes Ende zu sichern. Dank gelegentlicher Improvisationen verleihen die glaubwürdigen Darsteller, deren eigener Vorname teils mit ihrem Rollennamen identisch ist, der dichten Spukgeschichte die nötige Rückhand. Ebenso wurden die wenigen Spezialeffekte ökonomisch in die Story integriert, wobei man auf überzogene Einlagen verzichtet. Wer daher auf Goreeinlagen wartet, muss sich einen anderen Schocker suchen, aber daran sollte in diesem Herbst kein Mangel herrschen.

        Fazit: Clever konstruierte Fake-Horror-Doku rund um vertraute Genremuster zwischen komödiantischer Exposition und grimmigen Finale.

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