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Der Kommissar und das Kind

  

Filmhandlung und Hintergrund

Der Kommissar und das Kind - PsychoMontagskrimi mit Anja Kling und Silke Bodenbender als verzweifelte Mütter Verzweifelte Mütter stehen im Mittelpunkt dieses routiniert gemachten, gut besetzten und um Atomsphäre bemühten Fernsehkrimis, der sich zu stark auf die Psychologie seiner handelnden Personen konzentriert und zu wenig auf eine möglichst glaubwürdig konstruierte, spannende Handlung. Nachtaufnahmen dominieren...

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Kommissar und das Kind - PsychoMontagskrimi mit Anja Kling und Silke Bodenbender als verzweifelte Mütter

    Verzweifelte Mütter stehen im Mittelpunkt dieses routiniert gemachten, gut besetzten und um Atomsphäre bemühten Fernsehkrimis, der sich zu stark auf die Psychologie seiner handelnden Personen konzentriert und zu wenig auf eine möglichst glaubwürdig konstruierte, spannende Handlung. Nachtaufnahmen dominieren das düstere Geschehen, das den titelgebenden Kommissar auf Trab hält. Roeland Wiesnekker, am Theater und im Fernsehen gleichermaßen gefragt, gibt ihn mit von Schuldgefühlen zerfurchter Stirn, auch weil ihn sein aktueller Entführungsfall an ein ganz ähnliches Verbrechen erinnert, das er vor Jahren nicht aufklären konnte. Ein Kleinkind ist aus seinem Bett verschwunden und mit einer Puppe ersetzt worden, dieselbe Puppe, die Stunden zuvor eine verwirrte Frau in ihrem Kinderwagen durch die Stadt geschoben hat.

    Die viel gefragte Anja Kling, die es in diesem Jahr mit „Honigfrauen“ und dem zehnten „Spreewaldkrimi“ auf mehr als ein halbes Dutzend Fernsehrollen bringen wird, spielt eine prominente Nachrichtenmoderatorin, der das zweijährige Kind aus dem Schlafzimmer entwendet wird, während sie nebenan für Freunde und ihren Mann ein Abendessen gibt. Die im TV mindestens ebenso gefragte Silke Bodenbender, zuletzt hervorragend in „Königin der Nacht“, spielt die verwirrte Frau, die das Kind an sich nimmt, um das fehlende eigene zu ersetzen. Die alarmierte Polizei, allen voran Kommissar Brühl, glaubt an einen Entführungsfall, auch wenn die Lösegeldforderungen hartnäckig ausbleiben. Bald ahnt der versierte Fernsehkrimigucker, dass Brühls ungelöster Fall, bei dem ebenfalls ein Kind entführt und nie mehr aufgefunden wurde, eine verhängnisvolle Verbindung zum aktuellen Geschehen hat. Als auch noch ein Junge verschwindet, der zu viel beobachtet hat, setzt sich ein arg konstruiertes Räderwerk in Bewegung, das im Verlauf überraschend geständnisfreudige Schuldige hervorbringt. Bis dahin gibt es viel an moralischer und psychologischer Überforderung zu diskutieren, ob prominente Mütter Rabenmütter sind, ob Kommissare mit der Polizeipsychologin schlafen und doch am selben Fall arbeiten sollten, und ob die Verletzung der Privatsphäre durch die Regenbogenpresse die Kinder von Stars besonderen Risiken aussetzt. Am Ende kommt alles nicht sehr viel anders, als man denkt. Die Drehbuchautoren und der Regisseur, auch sie mit vielen Fernsehaufträgen gereift, liefern höchst routinierte Unterhaltung ab, und erzählen und inszenieren die nicht allzu komplizierten Verwicklungen so, dass man ihnen gut folgen kann. Einem Krimiquotenerfolg in der Montagsprimetime steht also nichts im Wege. UH.
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