Filmhandlung und Hintergrund

Gelähmter Cop und agile Streifenpolizistin jagen einen sadistischen Serienmörder.

Mit sadistischen Morden und rätselhaften Tatorthinweisen spielt ein Serienkiller mit der Polizei New Yorks Katz und Maus. Bis der querschnittsgelähmte Ex-Kriminologe und Spurenanalytiker Rhyme mit Hilfe einer jungen, instinktsicheren Streifenpolizistin den Täter in die Enge treiben kann und in einer Atmosphäre des Todes wieder Lebensmut bekommt.

Der New Yorker Ex-Polizist Lincoln Rhyme, der seit einem Arbeitsunfall querschnittgelähmt zu Bett liegt und nur noch einen Zeigefinger und das Gesicht bewegen kann, hat jeglichen Lebensmut verloren. Da tritt dessen blutjunge Kollegin Amelia auf den Plan und weckt durch ihre umsichtige Tatortsicherung bei einem rätselhaften Mord wieder Rhymes berufliches Interesse. Gemeinsam machen sie Jagd auf einen hochintelligenten, gemeingefährlichen Psychopathen und versuchen, weitere Bluttaten des Massenmörders zu verhindern.

Der querschnittsgelähmte New Yorker Ex-Polizist Lincoln Rhyme und seine junge Kollegin Amelia jagen einen gemeingefährlichen Psychopathen. Düstere Serienkiller-Action in der Tradition von „Sieben“ mit Angelina Jolie und Denzel Washington in den Hauptrollen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Psychothriller wie "Der Knochenjäger" sind seit "Sieben" keine Seltenheit mehr, so ist das Genre auch mittlerweile ziemlich ausgelutscht. Dass "Der Knochjäger" dann auch nicht besonders intelligent und in seiner Psychologie, besonders in der der Nebenfiguren, nicht nachvollziehbar und stellenweise vorhersehbar ist, hilft da nicht gerade viel. Beim Drehbuch wurde bereits ein großer Fehler gemacht: der Film bedient das Klischee, dass der Killer eine Person sein muss, die bereits zuvor aufgetaucht ist.

      Besetzt man die Rolle dann auch noch mit einem nicht ganz unbekannten Darsteller, dann muss sich ja jeder fragen, welche Funktion diese Figur überhaupt hat. Und wenn man dann noch mal im Film deutlich die Frage stellt, wer denn der Täter sein kann und dann die Kamera ausgerechnet auf diese eigentlich funktionslose aber namenhaft besetze Figur fährt und diese dann blöde grinst, dann kommt selbst dem unbedarftesten Kinogänger der Geistesblitz.

      Washington bleibt, auch wenn er die ganze Zeit nur liegt, tough wie eh und je und Angelina Jolie wirkt schön, kühl und glaubhaft. Und so bleibt "Der Knochenjäger" ein zwar gut inszenierter, in düsteren Bilder gehaltener und auch recht fesselnder Film mit zwei tollen Hauptdarstellern, jedoch könnte er kaum noch konventioneller und klischeehafter sein und kommt dadurch nicht über den Durchschnitt hinaus. Der 48 Millionen Dollar teure Film scheitert größtenteils an seinem Drehbuch, doch Regisseur Phillip Noyce tut auch nichts, um dagegen einzuwirken.

      Fazit: Ein düsterer und durchaus fesselnder Psychothriller, der jedoch an seinem Drehbuch scheitert.
    2. Der Knochenjäger: Gelähmter Cop und agile Streifenpolizistin jagen einen sadistischen Serienmörder.

      Nicht Todesstille, aber mit etwa 500.000 Zuschauern doch überraschende Flaute herrschte in den deutschen Kinos, als Phillip Noyce, der nach zwei Tom Clancy-Verfilmungen Anfang der Neunzigerjahre in die Regieelite Hollywoods vorgestoßen war, das Großprojekt „The Saint - Der Mann ohne Namen“ nicht vom Makel eines schwachen Drehbuchs und exzentrischen Stars (Val Kilmer) befreien konnte. „Der Knochenjäger“, der das Serienkillergenre auf der Verfolgerseite um die Variante eines querschnittsgelähmten Ex-Cops bereichert, stellt den Ruf des in Amerika als Actionspezialist etikettierten Australiers wieder her, auch wenn Wiedererkennungswerte in Plot und Atmosphäre unvermeidlich sind.

      Nach dem Autorensalat seines letzten Films geht Noyce mit Jeremy Iacones Adaption von Jeffery Deavers Bestseller „The Bone Collector“ auf Nummer Sicher und kann nach dem vielversprechenden Start in den US-Kinos auch hierzulande mit kommerzieller Wiedergutmachung retten. Trumpfkarten seines atmosphärisch auf den Spuren von „Sieben“ wandelnden, in Ausstattung, Kameraarbeit (Oscarpreisträger Dean Semler) und visuellen Einfällen gewohnt beeindruckenden Thrillers sind der interessante Subtext vom Sterbens- und Lebenswunsch und die beiden Hauptdarsteller, deren zwangsläufig rein emotionale Bindung überzeugt. Als ans Bett gefesselter, seines Lebens überdrüssiger Ex-Cop, der nach einem schweren Unfall nur noch einen Zeigefinger bewegen kann, zeigt sich Denzel Washington in darstellerischer Bestform und hat die Sympathien des Zuschauers nicht nur aus Mitleid auf seiner Seite. Ähnlich gut und sowohl in Verletzlichkeit wie auch Stärke glaubwürdig Jon Voights Tochter Angelina Jolie, die schon im Berlinale-Beitrag „Playing By Heart“ in einer emotional ähnlich gepolten Rolle sehr glaubwürdig war. Jolie spielt eine junge Streifenpolizistin, die durch ihr beherztes und intelligentes Verhalten bei der Sicherung eines Mordtatorts die Aufmerksamkeit Washingtons erregt, der von seinen Ex-Kollegen um Mithilfe bei der Klärung des Falles gebeten wird. Daß Washingtons Spezialität die Entdeckung und Analyse von Tatortspuren ist, gibt dem inhaltlich sonst konventionellen Suspensethriller in Koalition mit den unheimlichen Schauplätzen (stillgelegten, oft unterirdischen Industrieanlagen aus dem New York des frühen 20. Jahrhunderts) eine originelle Note. Die Spannung des Films gründet sich auf Jolies mitunter einsamen, von Washington über Funk begleiteten Tatortinspektionen und der Enträtselung der vom Killer zurückgelassenen Hinweise, zu denen immer auch ein blutig herausgetrennter Knochen seiner Opfer zählt. Wie schon in „Sieben“ zeigen die Mordszenarien die sadistisch schier unerschöpfliche menschliche Fantasie - ohne den diabolisch moralischen Subkontext von David Finchers Welthit. Der Knochenjäger mordet nicht als mahnendes Restgewissen einer babylonisch verdorbenen Welt, sondern aus vergleichsweise simplen Motiven. Was für das zahlende Publikum aber bedeutungslos bleiben dürfte. kob.

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