Filmhandlung und Hintergrund

TV-Neuverfilmung des Grimmschen Märchens aus der ARD-Reihe "Acht auf einen Streich".

Bilderstrecke starten(19 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Der gestiefelte Kater

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

5,0
2 Bewertungen
5Sterne
 
(2)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du den Film?

Kritikerrezensionen

  • Der gestiefelte Kater: TV-Neuverfilmung des Grimmschen Märchens aus der ARD-Reihe "Acht auf einen Streich".

    Ohne das Engagement von Elke Ried in den Neunzigerjahren wäre das traditionsreiche Geraer Kinderfilm-Festival vermutlich in der Versenkung verschwunden. Mit der Verfilmung des Märchens vom gestiefelten Kater beweist die heutige Produzentin (Ziegler Film Köln), dass sie ihr Gespür für den Kinderfilm nicht verloren hat. Die Adaption bringt alles mit, was eine zeitgemäße Umsetzung braucht.

    Die Geschichte (Buch: Dieter Bongartz, Leonie Bongartz) bleibt der Vorlage treu, sorgt aber durch Übertreibungen oder ironische Brechungen immer wieder für gerade so viel Distanz, dass kleine und große Zuschauer gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Das ist vor allem Roman Knizkas Verdienst, der die Darbietungen des prachtvoll gewandeten Katers immer wieder durch feine mimische Nuancen bricht (Regie: Christian Theede).

    Anders als die meisten anderen Märchen aus der neuen ARD-Staffel hält sich das Drehbuch eng an das Grimm’sche Märchen, das allerdings auch eine Menge Stoff bietet: Hans (Jacob Matschenz) erbt nach dem Tod des Vaters (Jan Fedder) den Kater Minkus. Der Vierbeiner kann Hans gerade noch davon abhalten, ihn zu einem Paar Handschuhe zu verarbeiten, und überredet ihn statt dessen, ihm ein Paar Stiefel zu kaufen. Prompt verwandelt sich Minkus in einen Chevalier (wenn auch ohne Pferd) und revanchiert sich bei Hans, indem er höchst gewitzt ein sympathisches Komplott einfädelt. Am Ende ist dank einer List nicht bloß der böse Zauberer Abaddon (Jürgen Tarrach) besiegt, der seine Opfer in Hunde zu verwandeln pflegt, sondern Hans mit einem Mal auch Besitzer riesiger Ländereien und außerdem mit einer hübschen Prinzessin (Jennifer Ulrich) verlobt.

    Es sind vor allem die erzählerischen und darstellerischen Details, die den Film so liebenswert machen. Ähnlich wie Knizka glückt auch den anderen Schauspielern die Balance auf dem schmalen Grat zwischen Ironie und Übertreibung, Traditionsbewusstsein und modernem Ansatz. Wenn Hans, dem Räuber angeblich die Kleider gestohlen haben, nackt dem See entsteigt, darf die Prinzessin verstohlen einen Blick riskieren. Und als der König (Kai Wiesinger) Hans wie versprochen die Hand seiner Tochter überlässt, geht ihm das alles doch etwas schnell: Küssen sollen sie sich erst später. Seltsam nur, dass alle Welt den Kater als Kater erkennt, denn außer dem ausgeprägten Backenbart und den Schnurrbarthaaren deutet in Knizkas Gesicht nichts auf die tierische Herkunft hin. Dafür ist die Musik (Peter W. Schmitt) großes Kino. tpg.

News und Stories

  • NDR: Drehstart für den Märchenfilm "Der gestiefelte Kater"

    Am 26. Mai 2009 startete der Norddeutsche Rundfunk die Dreharbeiten zu „Der gestiefelte Kater“. Der Film ist Teil der ARD-Märchenreihe „Acht auf einen Streich“, die Das Erste als Fortsetzung der erfolgreichen „Sechs auf einen Streich“-Reihe im Weihnachtsprogramm 2009 sowie am ersten Januar-Wochenende 2010 ausstrahlt (Cinefacts berichtete).Neben Roman Knizka als gestiefelter Kater Minkus und Jürgen Tarrach als Zauberer...

    Ehemalige BEM-Accounts  
  • Das Erste produziert neue Märchenfilme

    Nach dem großen Erfolg der Märchenfilm-Reihe „Sechs auf einen Streich“ im Weihnachtsprogramm 2008 erweckt die ARD weitere Klassiker der Brüder Grimm zu neuem Leben. Unter dem Titel „Acht auf einen Streich“ entstehen bis Juli 2009 neue Märchenfilme mit Starbesetzung. Unter anderem schlüpfen Suzanne von Borsody, Hannelore Elsner, Simone Thomalla, Henry Hübchen, Gottfried John, Florian Martens, Jürgen Tarrach und...

    Ehemalige BEM-Accounts  

Kommentare