Der geheimnisvolle Schwiegersohn

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   2007
Der geheimnisvolle Schwiegersohn Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Der geheimnisvolle Schwiegersohn: TV-Thriller mit Barbara Rudnik als besorgte Mutter, die aus Angst um ihre Tochter den dubiosen Schwiegersohn auszuforschen beginnt...

Schriftstellerin Christiane ist völlig durch den Wind, seit der Gatte bei einer von ihr verschuldeten Gasexplosion ums Leben gekommen ist. Als ein Unbekannter ihrer Tochter nach dem Leben trachtet, wird sie fast verrückt vor Angst. Sie ist überzeugt, dass ihr Schwiegersohn hinter dem Komplott steckt, hat aber keinerlei Beweise. Prompt zieht sich ihre Tochter zurück, nicht ahnend, in welcher Gefahr sie schwebt.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Weil ihr letztes Buch immer noch wie Blei in den Regalen der Buchhandlungen liegt, soll Bestsellerautorin Christiane Schachtner (Barbara Rudnik) endlich wieder an ihr früheres Erfolgsrezept anknüpfen. Das waren offenbar Herz/Schmerz-Geschichten, und ebenso offensichtlich hat die Schriftstellerin dieses Kapitel beendet. Drehbuch (Don Schubert) und Regie (Michael Rowitz) verdeutlichen dies mit einer Lakonie, die dem Film auch an anderer Stelle gut getan hätte. Die Romancière beginnt ihr neues Werk mit dem Satz „Es regnet“. Dann fällt ihr nichts mehr ein. Am nächsten Tag nimmt sie einen neuen Anlauf: „Es regnet immer noch“.

    Der Rest der Handlung ist weniger subtil. Da der Titel ohnehin vorweg nimmt, wer in dieser Geschichte der Bösewicht ist, hält sich die Dramatik zwangsläufig in Grenzen. Schwiegersohn David (Florian Stetter) macht zwar einen ganz manierlichen Eindruck, doch sein Bartschatten sorgt von Beginn an für ein gewisses Stigma. Dass Christianes Tochter Greta ihre Mutter nicht zur Hochzeit eingeladen hat, ist allerdings nicht seine Schuld. Seit ihr Vater unter anscheinend etwas skurrilen Umständen aus dem Leben geschieden ist, gibt es gewisse Spannungen zwischen den beiden Frauen: Angeblich hat Christiane den Gasherd nicht abgestellt, und er ist mit brennender Zigarette in die Küche gekommen.

    Dass die Autorin seither eine gewisse Gasneurose hat, ist allzu verständlich; dass sie überhaupt weiter mit Gas kocht, ist hingegen nur eine von diversen Ungereimtheiten. So ist David, obschon gerade mal 28, bereits ein erfolgreicher Strafverteidiger, der sich ein Riesenhaus und ein fettes Auto leisten kann. Aber er ist ja auch der Bösewicht, da muss man wohl ein Auge zudrücken. Diana Amft („Mädchen, Mädchen“) hingegen sieht nicht nur aus wie die jüngere Schwester von Barbara Schöneberger, sie spielt auch so. Das ist nicht unerheblich, denn der Konflikt zwischen Mutter und Tochter ist das tragende emotionale Moment der Geschichte, zumal auf der Thrillerebene keine rechte Spannung aufkommen will: Nach dem Antrittsbesuch von Greta und David erhält Christiane einen Brief mit einem Familienfoto; das Gesicht des verstorbenen Vaters ist verkratzt, über den Kopf von Greta ist ein Fadenkreuz gemalt. Dass das Foto auf dem Weg zur Polizei verloren geht, strapaziert das Wohlwollen selbst langmütiger Zuschauer fast so sehr wie die falsche Fährte, für die ein unbescholtener Nachbar herhalten muss: Erst hält Christiane den Mann für den Täter, später soll er gemeuchelt werden.

    Auch sonst sind Schubert und Rowitz nicht zimperlich. Mal huscht bedrohlich ein Schatten durchs Bild, dann muss Christianes Hund dran glauben, und ständig wummert die Elektromusik viel temporeicher als die Handlung. Wie solche Geschichten enden, weiß man ohnehin. tpg.

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