Der Freund meiner Mutter

Filmhandlung und Hintergrund

Katrin bringt ihre 16-jährige Tochter Nele gegen sich auf, weil sie von ihrem neuen Freund - ausgerechnet Neles Hockeytrainer - ein Kind erwartet. Doch kurz darauf wird auch Nele schwanger...

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Freund meiner Mutter: Katrin bringt ihre 16-jährige Tochter Nele gegen sich auf, weil sie von ihrem neuen Freund - ausgerechnet Neles Hockeytrainer - ein Kind erwartet. Doch kurz darauf wird auch Nele schwanger...

    Ein bisschen erinnert die Geschichte ja an ein Talkshow-Thema: „Hilfe, ich liebe den Freund meiner Mutter“. Und deshalb heißt der Film auch so: „Der Freund meiner Mutter“. Dabei war Tochter Nele (Nadja Bobyleva) zuerst da, denn Klaus (Jürgen Vogel) ist ihr Hockeytrainer. Weil in Torfrau Nele ein Riesentalent schlummert, sucht Klaus das Gespräch mit Mutter Katrin (Anica Dobra) - und schon hat es beide erwischt.

    Ende der Geschichte? Keineswegs, denn jetzt fangen die Probleme erst an. Sylvia Leuker hat in ihrem Drehbuch derart viele große und kleine Konflikte untergebracht, dass man sich mitunter wie in einer Daily Soap fühlt. Mit dem Unterschied, dass es für Nele eigentlich bloß schlechte und keine guten Zeiten gibt: Ihre Eltern haben sich getrennt; im Trainer - „Klaus gehört mir“ - sieht sie mehr als bloß den Coach; ihr Vater verbringt seine karge Freizeit lieber mit der neuen Freundin als mit der Tochter und hat ohnehin vor, wegzuziehen; ihr Freund macht bald Abitur, lebt die Devise „Pauken statt Petting“ und beendet die Beziehung dann ganz. Zu allem Überfluss wird Neles Mutter, die angeblich gar keine Kinder mehr kriegen kann, auch noch schwanger; kein Wunder, dass der Traum vom Olympischen Gold mit der Hockey-Nationalmannschaft zerplatzt wie eine Seifenblase.

    Klingt alles ziemlich dramatisch; ist es auch, zumal Dagmar Knöpfel die Geschichte mit ganz viel Einfühlungsvermögen inszeniert. Deutliches Manko sind dennoch die Figuren: Während Neles oftmals irrationales Verhalten nicht weiter erklärt werden braucht, schließlich ist sie 16, kann man nur bedingt verstehen, worin die gegenseitige Anziehungskraft zwischen dem Trainer und der Apothekerin besteht. Er ist ein eher grober Klotz, sie ist etwas spießig und neigt ein wenig zu Hysterie: Eigentlich passen sie nicht zusammen, und weder Buch noch Regie halten sich mit Erklärungen auf, warum es trotzdem funkt. Jürgen Vogel, der schon in so vielen Rollen als gebrochener oder innerlich zerrissener Charakter brilliert hat, ist von der Romanze mit Hindernissen jedenfalls deutlich unterfordert. Die eine oder andere Dialogzeile - „Das Leben ist kein Rezeptblock, du musst nehmen, was es dir bietet“ - scheint ohnehin direkt aus der Apothekenzeitschrift zu stammen.

    Trotzdem ist „Der Freund meiner Mutter“ weit davon entfernt, eines der üblichen Hochglanz-Melodramen zu sein, zumal Neles „Alle sind gegen mich“-Perspektive äußerst authentisch wirkt; so mancher handfeste Krach zwischen Mutter und Tochter ist unangenehm lebensnah. Und die junge Nadja Bobyleva ist ohnehin eine Entdeckung. tpg.

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