Der Babadook

   Kinostart: 07.05.2015

The Babadook: Starkes Horrordrama über eine verwitwete Mutter und ihren schwererziehbaren Sohn, die von einer unheilvollen Gestalt heimgesucht werden.

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„Der Babadook“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

Starkes Horrordrama über eine verwitwete Mutter und ihren schwererziehbaren Sohn, die von einer unheilvollen Gestalt heimgesucht werden.

Amelia hat schwer an ihrem momentanen Leben zu knabbern. Nicht nur ist sie nach dem Tod ihres Mannes verwitwet und alleinerziehend, ihr sechsjähriger Sohn Samuel fällt auch durch sein seltsames und aggressives Verhalten in Schule und familiären Umfeld auf. Dann taucht plötzlich im Kinderzimmer ein düsteres Bilderbuch über einen dunklen Mann auf, das sich auch scheinbar nicht aus dem Haus verbannen lässt, während sich Samuel immer mehr von Monstern verfolgt fühlt. Nach und nach schleicht sich der Horror in Amelias und Samuels Leben.

Eine verwitwete Mutter und ihr schwer erziehbarer Sohn werden von einer unheilvollen Gestalt heimgesucht. Überragender Horrorfilm, der die Mittel des Geisterfilms zu einem brillanten Psychogramm ausreizt.

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Darsteller und Crew

  • Daniel Henshall
    Daniel Henshall
    Infos zum Star
  • Essie Davis
    Essie Davis
  • Noah Wiseman
    Noah Wiseman
  • Tim Purcell
    Tim Purcell
  • Hayley McElhinney
    Hayley McElhinney
  • Barbara West
    Barbara West
  • Benjamin Winspear
    Benjamin Winspear
  • Cathy Adamek
    Cathy Adamek
  • Carmel Johnson
    Carmel Johnson
  • Jennifer Kent
    Jennifer Kent
  • Kristina Ceyton
    Kristina Ceyton
  • Kristian Moliere
    Kristian Moliere
  • Jan Chapman
    Jan Chapman
  • Jeff Harrison
    Jeff Harrison
  • Jonathan Page
    Jonathan Page
  • Michael Tear
    Michael Tear
  • Radek Ladczuk
    Radek Ladczuk
  • Simon Njoo
    Simon Njoo
  • Jed Kurzel
    Jed Kurzel
  • Nikki Barrett
    Nikki Barrett

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

3,5
19 Bewertungen
5Sterne
 
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4Sterne
 
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3Sterne
 
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2Sterne
 
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1Stern
 
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Kritikerrezensionen

    1. Wenn man Frauen mit Horrorfilmen in Verbindung bringt, dann denkt man wohl in den aller meisten Fällen an das so beliebte "Final Girl" – das reine, überlebende Mädchen, das am Ende eines jeden Slashers überlebt und sich seit den Achtzigerjahren zu einem obligatorischen Bestandteil des Terrorfilms entwickelt hat. Genrekino inszenierende Filmemacherinnen sind dagegen deutlich unterpräsent. Die australische Schauspielerin und Regisseurin Jennifer Kent agiert nun (endlich) entgegen dieses Trends und legt mit ihrem horrenden Psychodrama "Der Babadook" ein Genredebüt nach Maß vor, das seine umjubelte Premiere auf dem Sundance Film Festival feierte. Fortan tingelte die Geschichte über eine von Spukerscheinungen heimgesuchte Mutter-Sohn-Familie durch diverse Filmveranstaltungen, heimste Award um Award ein und gelangt nun hierzulande endlich zu einem regulären Kinostart. Tatsächlich könnte es Jennifer Kent mit "Der Babadook" gelingen, den modernen Gruselfilm um weitere Facetten zu ergänzen. Ihre schaurige Trauerarbeitsmetapher ist klug, unheimlich und bis zum Schluss innovativ.

      Jennifer Kent erzählt in "Der Babadook" zwei Tragödien auf einmal und kleidet sie in melancholisch-düstere Gewänder. Die dysfunktionale Verbindung zwischen Amelia und Samuel ist nicht weniger ein Kampf mit (den eigenen) Dämonen, als die Auseinandersetzung mit der stark animierten Gruselgestalt, deren Existenz lange im Dunkeln bleibt. Kent nimmt viele Motive des gängigen Haunted-House-Horrors zu Hilfe; auch in dem ungemütlichen Anwesen, das dem Wort "Tristesse" eine ganz neue Bedeutung verleiht, gibt es widerliches Ungeziefer, unheimliche Schatten und flackerndes Licht als Vorboten für die bevorstehenden Ereignisse zu bestaunen. Dabei variiert die Filmemacherin die Grusel-Versatzstücke so geschickt und misst ihn mithilfe ihres tragischen Familien-Subplots ganz andere Blickwinkel bei, sodass der Zuschauer sich nie in der Wiederholung bekannter Grundsätze wiederfindet. "Der Babadook" wird trotz eindeutiger Richtung zu einem unberechenbaren Gruselspektakel, das sich ganz auf seine Stärken, die ruhigen Töne, verlässt.

      Zugleich baut der Film auf Subtilität. Den im Genre bekannten Fehler, das Grauen visuell zu früh zu entlarven, umgeht Jennifer Kent, indem sie die Fantasiekreation des gezeichneten Babadook von vornherein aktiv in die Albträume ihrer Figuren einfließen lässt. Mit ebenjenen steht und fällt darüber hinaus die Erzählung. Die Interaktion zwischen Essie Davis ("The Slap – Nur eine Ohrfeige") und der Neuentdeckung Noah Wiseman ist brillant und authentisch, in ihrem Facettenreichtum jedoch vor allem eines: berührend. Und wenn sich das Drehbuch von Jennifer Kent im Epilog schließlich für die völlige Demontage des eigentlich so unheimlichen Babadook entscheidet, um an der formvollendeten Verlustparabel festzuhalten, beweist sich "Der Babadook" als mutigstes Schauerstück der vergangenen Jahre.

      Fazit: Newcomerin Jennifer Kent inszeniert mit ihrem Horrorfilmdebüt eine melancholisch-beunruhigende Metapher auf Verlust- und Bindungsangst und reichert ihr spannungsgeladenes Schockszenario mit einem zwischenmenschlichen Drama an, das für sich allein stehend fast noch angsteinflößender ist. Kultfilmpotenzial!
    2. Der Babadook: Starkes Horrordrama über eine verwitwete Mutter und ihren schwererziehbaren Sohn, die von einer unheilvollen Gestalt heimgesucht werden.

      In dem ebenso kleinen wie großartigen psychologischen Horrordrama kämpft eine verwitwete Mutter mit ihrem schwererziehbaren Sohn, Dämonen der Vergangenheit und ihrem eigenen Verstand.

      Schon immer war das Horrorgenre nicht nur im großen Effektekino zu finden, sondern feierte seine besten Momente stets auch im Arthouse-Bereich - siehe Klassiker wie „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ oder moderne Meisterwerke wie „So finster die Nacht“ oder „Under The Skin“. Und auch dass sich das Grauen wie bei „Der Exorzist“ oder „Omen“ über eigentlich unschuldige Kinder ins Leben der Betroffenen schleicht, ist nicht wirklich neu. „Der Babadook“, das Langfilmdebüt von Regisseurin Jennifer Kent, betritt also keine wirklich neuen Pfade. Doch nicht nur angesichts der mickrigen zwei Mio. Dollar an Budget ist das, was Kent aus der Geschichte holt, ebenso gruselig wie grandios.

      Sie konzentriert sich dabei ganz auf den psychologischen Aspekt ihrer Geschichte: Die verwitwete Amelia ist mit der Erziehung ihres sechsjährigen Sohns Samuel sichtlich überfordert. Sowohl im persönlichen Umfeld, als auch in der Schule fällt der Junge durch sein aggressives und unvorhersehbares Verhalten auf. Eines Tages bittet Samuel Amelia darum, ihm aus einem Bilderbuch, „Mister Babadook“, vorzulesen. Amelia hat das Buch, das plötzlich auf dem Nachtisch ihres Sohnen liegt zuvor noch nie gesehen. Doch der sinistere Lesestoff, in dem es um einen mysteriösen dunklen Mann geht, der, einmal gerufen, nicht mehr aus den Leben seiner Opfer tritt, ist der Mutter viel zu negativ für ihren ohnehin gebeutelten Sohn. Doch alles Verstecken oder Verbrennen hilft nichts: Das Buch findet stets seinen Weg zurück ins Zimmer des Kindes. Dieses steigert sich immer stärker in seinen Kampf gegen vermeintliche Monster herein, und so verliert Amelia schließlich nicht nur die Geduld für ihren Sohn, sondern auch den Glauben an alle Sicherheiten.

      Was folgt könnte Genreware in Reinform sein. Und auch nicht jeder Twist der Geschichte kommt wirklich überraschend. Doch Kent ist nie am plumpen Effekt interessiert. Und letztlich ist es nicht der Junge, der das Opfer von Dämonen ist, sondern Amelia, die an unausgesprochenen Verlustängsten fast zu Grunde geht. Kent und Kameramann Radek Ladczuk packen ihren Film in extrem kalte und düstere Bilder, angelehnt an die Zeichnungen des titelgebenden Bilderbuchs, das selber ein kleines Designwunder ist. Und auch der Film weiß um die Macht stark komponierter Bilder, wenn z.B. Samuel plötzlich auf der oberen Stange einer Schaukel steht. Nicht nur Eltern stockt in Momenten wie diesen der Atem.

      Dennoch kommt der Schrecken hier nur selten offen ins Bild, sondern wabert dank grandiosem Set- und Tondesign allgegenwärtig unheilvoll im Untergrund. Um die schwierige Bewältigung eines persönlichen Traumas geht es. Doch reicht es dieses Mal nicht, sich einfach seinen Ängsten zu stellen und sie anschließend im Keller der Seele oder des Hauses wegzusperren. Hin und wieder müssen sie auch gefüttert werden. So wie jedes Kinos immer wieder mit kleinen Meisterwerken wie „Babadook“ gefüttert werden sollte. mahe.
      1. Über weite Strecken gelungenes „haunted house“-Riff mit psychologischer Tiefenwirkung.
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