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Dear Evan Hansen: Musical-Drama mit Ben Platt, der seine soziale Angststörung mit Briefen an sich selbst in den Griff bekommen will.

Handlung und Hintergrund

Denkst du auch manchmal, dass du allein auf der Welt bist? Um sich seiner sozialen Angststörung aktiv entgegenzustellen, soll Evan Hansen (Ben Platt) Briefe an sich selbst schreiben. So möchte es seine Therapeutin. Damit soll sich der schüchterne Außenseiter selbst begreiflich machen, dass sein Leben gar nicht so schlecht ist, wie er glaubt. Als jedoch einer dieser Briefe in die falschen Hände gerät, und sein Mitschüler Connor (Colton Ryan) Selbstmord begeht, sind die folgenden Ereignisse nicht vorherzusehen.

Evan ist plötzlich der Mittelpunkt von Connors Familie (Amy Adams und und Danny Pino), die davon ausgehen, dass der Brief statt von Evan selbst von Connor stammt. Überfordert wird Evan vom Strudel der Emotionen in seinem Umfeld und seiner Schule mitgerissen und verändert ganz beiläufig sein Leben für immer. Evan Hansen wird schließlich feststellen müssen, dass niemand auf der Welt wirklich allein ist.

Der emotionale Trailer zum Musical-Drama gewährt einen Einblick in Evan Hansens Leben:

„Dear Evan Hansen“ – Besetzung, Hintergründe, Kinostart

Das mitreißende Musical „Dear Evan Hansen“ feierte bereits 2015 die Weltpremiere am Off-Broadway und heimste 2017 sieben Tony-Auszeichnungen ein, unter anderem für das Beste Musical und den Besten Hauptdarsteller in einem Musical für Ben Platt. Eben jener Ben Platt („Pitch Perfect“-Reihe) verkörpert den angstreichen Schüler erneut in der gleichnamigen Filmadaption „Dear Evan Hansen“.

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Filmemacher Stephen Chbosky („Vielleicht lieber morgen“) ist für die Regie verantwortlich, während Steven Levenson das Bühnenstück als Drehbuch adaptierte. An der Seite von Ben Platt spielen Amy Adams („Arrival“), Julianne Moore („Still Alice“), Amandla Stenberg („The Hate U Give“), Colton Ryan („Homeland“) und Danny Pino („Cold Case“) weitere Hauptrollen.

„Dear Evan Hansen“ startet am 28. Oktober 2021 in den deutschen Kinos. Eine Altersfreigabe steht aktuell noch nicht fest.

Besetzung und Crew

Regisseur
  • Steve Chbosky
Darsteller
  • Ben Platt,
  • Julianne Moore,
  • Kaitlyn Dever,
  • Amy Adams,
  • Amandla Stenberg,
  • Nik Dodani,
  • Danny Pino

Kritikerrezensionen

    1. FBW-Pressetext:

      Evan hat von seinem Therapeuten die Aufgabe bekommen, sich selbst Briefe zu schreiben. Doch als einer der Briefe aus Versehen bei Connor, einem Jungen aus Evans Highschool, landet und dieser sich kurze Zeit später umbringt, denkt Connors Familie, Evan sei sein bester Freund. Nun weiß Evan nicht, wie er sich verhalten soll. Denn er ist alles, was Connors Familie noch hat. Die Verfilmung des gleichnamigen Erfolgsmusicals trifft mit seinen berührenden Songs, den glaubwürdigen Charakteren und einer absolut authentischen Geschichte das Lebensgefühl von Jugendlichen.

      Im Jahr 2017 eroberte das Musical DEAR EVAN HANSEN den Broadway im Sturm und wurde mit mehreren Tony-Awards ausgezeichnet. Nun hat Regisseur Steven Chbosky zusammen mit dem Drehbuchautor Steven Levinson die Geschichte für die große Leinwand umgesetzt. Und diese Übersetzung in ein anderes Medium gelingt mühelos dank einer beeindruckenden Schauspielleistung des gesamten Ensembles, zu allererst von Ben Platt, der den Evan bereits im Musical erfolgreich verkörperte und ihn mit all der notwendigen Ambivalenz darstellt, die die Figur von ihm erfordert. Denn obwohl man mit Evan aufgrund seiner inneren Konflikte mitleidet, weiß man doch auch, dass er der Familie von Connor wissentlich die Wahrheit vorenthält. Umso emotional bewegender ist es, diesen Weg des Zweifeln und des Hinterfragens als Publikum mitzugehen. Seine Kraft und den Zauber zieht der Film aus der grandiosen Musik (Benj Pasek und Justin Paul) der Bühnenvorlage. Die wunderschön komponierten und inszenierten Lieder treffen die Gedankenwelt von Jugendlichen und sind vor allem im Original einfach begeisternd und mitreißend dargeboten. Jeder Song erhält dabei eine eigene Sequenz und einen wichtigen dramaturgischen Zweck. Die Auseinandersetzung mit dem schwierigen und hochrelevanten Thema geschieht auf respektvolle Weise, die Figuren werden ernst genommen und erhalten ein großes Maß an Tiefe. Und das Spiel mit Farbe und Licht, eine exzellente Montage und ein kluges Kamerakonzept machen diesen Film auch in technischer Hinsicht zu einem großen filmischen Ereignis.

      FBW-Jury-Begründung:

      Die psychischen Probleme von Highschool-Schülern eignen sich auf den ersten Blick kaum als Thema für ein Musical, doch am Broadway wurde DEAR EVAN HANSEN ein großer Erfolg. In der Verfilmung spielt der Star der Bühneninszenierung Ben Platt wieder die Hauptrolle, und der heute 28 Jährige verkörpert die Rolle des Teenagers Evan Hansen überraschend glaubwürdig. Die Geschichte vom schüchternen Außenseiter Evan, den eine barmherzige Lüge in eine existentielle Krise stürzt, wird hier fesselnd und bewegend erzählt. Offensichtlich wurde bei den Arbeiten am Buch intensiv recherchiert, denn die verschiedenen Krankheitsbilder der Jugendlichen sind realistisch und komplex dargestellt. Auch Nebenfiguren wie die übereifrige Alana sind nuanciert geschriebene und gespielte Charakterstudien und jede Figur, selbst der auf den ersten Blick unsympathisch wirkende Stiefvater, bekommt im Film Raum für eine Szene oder einen Song, der ihnen gerecht wird. Themen wie peer pressure, die Macht der sozialen Netzwerke, die Medikamentierung von Jugendlichen bei Angststörungen und Depressionen, die Überforderung von alleinerziehenden Müttern oder der Selbstmord eines Systemsprengers werden hier intelligent in die Geschichte integriert. Auch die Art und Weise, wie Eltern und Mitschüler auf diese Störungen reagieren, sind glaubwürdig gestaltet und all das fügt sich zu einer durchgängig stimmigen Dramaturgie. Zu der auch die sowohl textlich wie auch musikalisch außergewöhnlichen Songs gehören, die hier, anders als bei vielen anderen Musicals keine Showstopper sind, sondern erfindungsreich und elegant der Handlung dienen und sie weiterbringen. Dabei hat jeder Song seinen eigenen Stempel. Ben Platt gelingt das Kunststück, zugleich gut zu singen und nuanciert zu spielen. Und auch die anderen Darsteller, zu denen Amy Adams und Julianne Moore gehören, bleiben bei ihren Songs jeweils ihren Figuren treu, sodass einige der Musiknummern zu den intimsten Momenten des Films zählen. Die melancholisch, nachdenkliche Popmusik trifft dabei genau das Lebensgefühl von heutigen Jugendlichen. Und DEAR EVAN HANSEN ist auch filmhandwerklich herausragend gelungen. Die Kameraarbeit, Montage, Farbdramaturgie und Lichtsetzung sind außergewöhnlich, und so hat dieses auf allen Ebenen mit großer Sorgfalt und Zärtlichkeit gestaltete Filmmusical das höchste Prädikat verdient. Die Jury bewertete die Originalfassung mit Untertiteln.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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