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Das zweite Leben des Monsieur Manesquier

Kinostart: 24.11.2005
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Filmhandlung und Hintergrund

Patrice Lecontes mehrfach ausgezeichnete Fantasykomödie über die ungewöhnliche Freundschaft eines Bankräubers und eines älteren Lehrers.

Der alternde Gentleman-Gauner Milan (Johnny Hallyday) kommt in eine fremde Kleinstadt, um vor Ort einen Banküberfall zu organisieren. Weil er im Hotel kein freies Zimmer findet, übernachtet er für ein paar Tage in der Villa des pensionierten Lehrers Manesquier (Jean Rochefort), den er zufällig kennen gelernt hat. In der Folgezeit kommen die Herren einander kumpelhaft näher, entdecken überraschende Gemeinsamkeiten und beschließen, die Rollen einfach mal zu tauschen.

Feiner Humor und französische Lebensfreude prägen das so hochdekorierte wie originell besetzte Altherrendrama von Patrice Leconte („Ridicule„).

Der notorische Kriminelle Milan soll in einer französischen Kleinstadt einen Banküberfall organisieren. Mit dem Kopf voller Pläne und keinem Ort zum Schlafen, nimmt er bei seiner Ankunft mit dem Zug das Angebot eines pensionierten Lehrers an. Die ungleichen Mitbewohner freunden sich an und stellen fest, dass sie lieber das Leben des anderen führen würden.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das zweite Leben des Monsieur Manesquier: Patrice Lecontes mehrfach ausgezeichnete Fantasykomödie über die ungewöhnliche Freundschaft eines Bankräubers und eines älteren Lehrers.

    Einmal ein anderer sein: In der tiefsten französischen Provinz treffen ein Lehrer und ein Krimineller aufeinander und träumen vom Rollentausch.

    Nicht Highnoon, sondern Midnight: Milan steigt wie ein Westernheld als einziger Reisender aus dem Zug nach Nirgendwo (er will die örtliche Bank überfallen) und trifft zufällig auf Manesquier, einen Französischlehrer im Ruhestand kurz vor der Herzoperation. Während der Pensionär von einer Existenz als Abenteurer träumt und den nur mit einer Sporttasche reisenden Fremden in der Macho-Lederjacke bewundert, möchte der Kriminelle eigentlich nur eins, mal irgendwo Zuhause ankommen. Trotz unterschiedlicher Lebenserfahrungen freunden sie sich an. Sie haben drei Tage Zeit herauszufinden, was wohl gewesen wäre, hätte jeder von ihnen einen anderen Weg eingeschlagen. Eigentlich wollte Patrice Leconte am Ende Manesquier und Milan sterben lassen, entging dann aber der Verlockung und entschied sich für ein seltsames, aber positives Ende. Bei diesem Zusammenprall zweier Welten gelingt ihm ein Meisterstückchen an subtiler Beobachtung, er zelebriert die Lust am Spiel mit dem Unbekannten, ein Stückchen Befreiung aus einengendem Alltagstrott. Durch Stilisierung und Verfremdung vermeidet er das Klischee von der hübschen und heilen Provinz, amüsiert mit einem ironischen Selbstzitat aus „Der Mann der Friseuse“, wenn Manesquier beim Haarkünstler einen neuen Schnitt verlangt. Nach der sehr unwahrscheinlichen Begegnung nähern sich die Männer (Jean Rochefort, Johnny Hallyday) an, gucken sich gegenseitig Verhaltensweisen ab. So schmaucht Milan ein Pfeifchen und probiert sogar Pantoffeln an, wagt es der sonst so schüchterne Manesquier, sich im Lokal über Lärm zu beschweren und staucht die Störer zusammen. Und ganz nebenbei führen sie wunderbar philosophische Gespräche, der eine bezieht sein Wissen aus der Literatur, der andere aus dem Leben. Das Duo genießt den kleinen Ausflug in die Welt des anderen, den Versuch zum kleinen Rollentausch auf Zeit. Zwar kann letztendlich niemand aus seiner Haut, erwartet jeden das ihm eigene Schicksal - zur gleichen Zeit, in der sich Manesquier der Operation unterzieht, zieht Milan seine Operation durch, den Banküberfall. Aber es ist schön anzusehen, wie sich Wunsch, Traum und Wirklichkeit für einen kurzen Moment mischen. mk.
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