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Das Wunder von Loch Ness

  

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Abenteuer für die ganze Familie.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Wunder von Loch Ness: TV-Abenteuer für die ganze Familie.

    Dank eindrucksvoller Tricktechnik und einer ansprechenden Mischung aus Fantasy-Film und romantischer Komödie ist „Das Wunder von Loch Ness“ ein kurzweiliger Film für die ganze Familie.

    Im packenden Prolog zerlegt ein Seeungeheuer das Boot zweier harmloser Angler, aber dann wandelt sich der Film zu einer jener Komödien, in denen Kinder einen Partner für ihre alleinstehenden Eltern suchen: Der elfjährige Tim (Lukas Schust, von Regisseur Michael Rowitz sehr sicher geführt), ein kleiner Klugscheißer, hat eine Kontaktanzeige aufgegeben. Mutter Anna (Lisa Martinek) ist Biologin, läuft gern barfuß durch die Großstadt und mag es gar nicht, wenn die kleine Nervensäge in ihr Leben eingreift. Derweil sucht Tims angeblich verschollener Vater Eric (Hans-Werner Meyer) im fernen Schottland nach „Nessie“, und weil ein TV-Reporter (Thomas Fritsch) ein Interview mit ihm führt, fällt Tim im fernen München aus allen Wolken. Heimlich reist er zum Loch Ness, gibt sich Eric gegenüber als Reporter einer Schülerzeitung aus und fragt ihn ein Riesenloch in den Bauch, plumpst aber dann ins Wasser - und jetzt geht die Geschichte erst richtig los.

    Wie schon in „Das total verrückte Wunderauto“ gibt es eine weitere, allerdings animierte Hauptfigur, und sie ist der Star des Films: Oki sieht ein bisschen aus wie eine Kreuzung aus Gollum („Herr der Ringe“) und E.T., ist aber weder Hobbit noch Außerirdischer, sondern 603 Jahre alter Druide und Hüter eines uralten Schatzes. Dieser „Stein der Druiden“ verleiht seinem Besitzer unermessliche Macht, und ausgerechnet ein mieser Mitarbeiter Erics will ihn sich unter den Nagel reißen. Oki hat Tim gerettet, und gemeinsam bringen sie den Stein in Sicherheit.

    Einmal am Loch Ness (in Wirklichkeit der österreichische Weißensee) angekommen, lässt die Handlung (Buch: Daniel Maximilian, Thomas Pauli) alle Komplexität fahren und setzt voll auf Effekte. Aber das funktioniert, weil die Figuren gut eingeführt worden sind; und weil die Firma Trixter, die auch schon das Wunderauto „Charlie“ zum Leben erweckt hat, richtig gute Arbeit geleistet hat. Oki, markant gesprochen von Rufus Beck, ist im Nu als gleichwertige Figur akzeptiert. Der Rest ist mysteriöse grüne Strahlung und allerlei unterhaltsame Einfälle, etwa der „Wald des Schweigens“, der sich unerwartet aggressiv gegen Krach zur Wehr setzt, oder die „Todesschlucht“, in der man die giftige Luft einatmen muss, um zu überleben. Außerdem sorgt Thomas Fritsch immer wieder dafür, dass gerade Tim nie ernstlich in Gefahr gerät. Der Reporter aus dem Prolog tritt auch mal als Taxifahrer auf, ist aber in Wirklichkeit niemand anders als der legendäre Merlin. Eine märchenhafte Komödie, die am Ende noch richtig dramatisch wird. tpg.
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