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Das Wissen vom Heilen

   Kinostart: 22.05.1997
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Filmhandlung und Hintergrund

Umfassender Dokumentarfilm über die tibetanische Medizin, in dem u.a. der Dalai Lama und sein persönlicher Leibarzt zu Wort kommen.

Die tibetische Medizin ist eine ganzheitliche, sanfte Medizin, die das körperliche, geistige und seelische Leben einschließt. Regisseur Franz Reichle sprach mit dem Leibarzt des Dalai Lama, ihm selbst und mit anderen Ärzten, wie man dieses medizinische Wissen, das gerade in der Langzeitbehandlung Erfolge erzielt, auch im Westen sinnvoll einsetzen kann.

In Ostsibirien kommt der Dokumentarfilmer Franz Reichle zum ersten Mal mit der tibetischen Medizin in Kontakt. Anfangs eher davon überzeugt, daß es sich bei den wundersamen Heilerfolgen um reine Suggestion handelt, läßt Reichle sich schließlich vom Arztmönch Chimit Dorzhi überzeugen, daß die Medikamente aufgrund jahrtausendealter wissenschaftlicher Erkenntnisse hergestellt werden. Schließlich bestätigen dann auch westliche Mediziner aus Wien und Jerusalem, daß die Kräuter die Selbstheilungskräfte des Körpers optimal aktivieren.

Die Heilung von Kranken in Tibet ist ein Prozeß, der Körper, Geist und Seele miteinbezieht. Auf den Spuren dieser ganzheitlichen Medizin hat sich Regisseur Reichle mit dem Dalai Lama persönlich getroffen und sich von dessen Leibarzt eine anschauliche Einführung in die fernöstliche Kunst des Heilens geben lassen.

Darsteller und Crew

  • Franz Reichle
  • Marcel Hoehn
  • Paul Riniker
  • Pio Corradi
  • Myriam Flury

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Wissen vom Heilen: Umfassender Dokumentarfilm über die tibetanische Medizin, in dem u.a. der Dalai Lama und sein persönlicher Leibarzt zu Wort kommen.

    Auf den Spuren von Clemens Kuby und dessen Buddhismus-Filmen wandelt der Schweizer Dokumentarfilmer Franz Reichle. Mit seinem sorgsam komponierten Film über die zweitausendjährige Tradition der tibetischen Medizin schlägt er eine auch für Westler begehbare Brücke in eine fremde, faszinierende Welt. Auch aufgeklärte Rationalisten werden sich den Wirkungen dieser nie aufdringlichen, packenden Exkursion kaum entziehen können.

    Assoziationen an schwarz-weiße FWU-Informations-Schinken, die der ungewöhnliche Filmtitel vielleicht wecken könnte, gehen fehl, weil Reichle sein in mehrjähriger Arbeit gewonnenes Material zu einer raffinierten Erzählung montiert. Er holt den reservierten Zuschauer aus seiner Skepsis, indem er tibetische Mönchs-Ärzte kommentarlos auf Krankenbesuchen begleitet. Daß mit dem Dalai Lama ein Medienliebling zu den Patienten zählt, ändert nichts am Unverständnis, mit dem man anfangs den sanften Naturheilmethoden begegnet. Die Kunst des Films besteht eben darin, diese Zurückhaltung allmählich aufzulösen. Sie vermittelt eine Ahnung, daß in der tibetischen Medizin ein das westliche ergänzendes Gesundheitssystem existiert, dessen Erfolge vor allem auf dem Gebiet chronischer Erkrankungen beträchtlich sind.

    Über das medizinische hinaus rufen die ruhigen, an die Tradition des „cinema verité“ anknüpfenden Bilder Erinnerungen an das bedrückende Schicksal Tibets wach, dessen Okkupation durch China diese Traditionen ernsthaft gefährdet. Für den drohenden, kulturellen Untergang hat Reichle ein gespenstisches, gleichwohl poetisches Bild gefunden. Immer wieder huscht ein Lichtkegel über farbenprächtige „Medizin-Thangkas“, Illustrationen aus dem 17. Jahrhundert, in denen Kenntnisse aus Embryologie, Anatomie und Physiologie verarbeitet sind. Wunderschöne Miniaturen, die einst als Eselsbrücken dienten, jetzt aber vom Vergessen bedroht sind. Ein Schatz, der es im Interesse der Menschheit wert wäre, gerettet zu werden. led.
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