Filmhandlung und Hintergrund

Ein erst gehörnter und dann verlassener Ehemann greift mit Hilfe seiner Kinder in die Trickkiste, um seine Frau zurückzugewinnen.

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Kritikerrezensionen

  • Das verflixte 17. Jahr: Ein erst gehörnter und dann verlassener Ehemann greift mit Hilfe seiner Kinder in die Trickkiste, um seine Frau zurückzugewinnen.

    Die Filme von Hermine Huntgeburth sind gern Gratwanderungen: Vordergründig mögen sie komisch sein, doch die Figuren balancieren stets am Abgrund. Ein falscher Schritt, und vorbei ist’s mit der sorgsam gepflegten Fassade. In der unterschätzten Kinokomödie „Das Trio“ analysierte die Regisseurin die Beziehung zweier alternder Homosexueller; im Fernsehfilm „Das verflixte 17. Jahr“ geht gleich zu Beginn ausgerechnet am Hochzeitstag eine Ehe in die Brüche. Der brave Fernmeldetechniker Hannes (Florian Martens) verbringt jede freie Minute damit, das gemeinsame Eigenheim auszubauen; die Ehe ist dabei wohl auf der Strecke geblieben. Verloren hat Hannes seine Frau (Andrea Sawatzki) ausgerechnet an den Lackaffen Tom (Peter Lohmeyer) aus seinem Handballclub.

    Weit davon entfernt, Hannes‘ Schicksal als Tragödie eines lächerlichen Mannes aufzuziehen, beschreibt Huntgeburth (nach dem Drehbuch ihres Lebensgefährten Volker Einrauch) nun mit Herz und Humor seine Versuche, die Gattin zurückzuerobern. Hannes Einfälle sind allerdings eher grotesk als witzig: Als erstes lässt er einen jungen Burschen aus der Halbwelt den Porsche von Nebenbuhler Tom klauen, um Sohn Marki (Florian Riedel) mit dem Auto der Polizei in die Arme zu schicken. „Ein Schrei nach Hilfe!“, erklärt er seiner Frau den Fehltritt und hofft, sie so zur Rückkehr zur bewegen. Dummerweise wird Sohnemann eingebuchtet, weil man im Porsche eine Tasche mit Autoknackerzubehör findet.

    Hannes, der sich neuen Herausforderungen stets mit Haut und Haar zu widmen scheint, stürzt sich nun in die nächste Aufgabe: Marki aus dem Knast ‚rausholen. Weil Marki vom Zellenkumpan denunziert wird, sieht Hannes keinen anderen Weg, als ihm ein Alibi zu kaufen. Kostenpunkt: 100.000. Da sich kein Geldgeber findet, holt er sich die Kohle eben von der Bank. Das Unterfangen ist zwar rührend dilettantisch (während des Überfalls wird ihm auch noch sein Fluchtfahrrad geklaut), doch dank Zottelperücke und Gasmaske bleibt er wenigstens unerkannt. Daheim allerdings warten gleich mehrere Überraschungen auf ihn…

    Das Vergnügen an der Geschichte wird allein durch die allzu düstere Atmosphäre getrübt. Sorgfältig hat Kameramann Sebastian Edschmied darauf geachtet, dass selbst die Farben trist wirken; richtig hell wird es ohnehin nie. Fabelhaft sind dafür die Darsteller, allen voran Florian Martens als verzweifelter, aber stets würdevoller Familienvater. tpg.

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