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Das Unwort

  

Filmhandlung und Hintergrund

Dramatische Komödie, die den wachsenden Antisemitismus auf deutschen Schulhöfen in die Fernseh-Primetime bringt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Unwort: Dramatische Komödie, die den wachsenden Antisemitismus auf deutschen Schulhöfen in die Fernseh-Primetime bringt.

    Dramatische Komödie, die den wachsenden Antisemitismus auf deutschen Schulhöfen in die Fernseh-Primetime bringt.

    Das meist lieber übergangene, aber sich immer stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit schiebende Thema des wachsenden Alltagsantisemitismus in Deutschland und auf deutschen Schulhöfen hat sich Autor und Regisseur Leo Khasin für sein TV-Movie vorgenommen. Schon in seinem Kinofilm „Kaddisch für einen Freund“ hat er gezeigt, dass er damit gleichzeitig behutsam und pointiert umgehen kann. Hier steht nun eine ratlose Schulkonferenz im Mittelpunkt, mit überforderten Lehrern und Eltern, die alle Opfer ihrer Vorurteile und Verständnislosigkeit sind. Der Schüler Max (Samuel Benito) gibt im Deutschunterricht, in dem das Tagebuch der Anne Frank behandelt werden soll, zu erkennen, dass er Jude ist. Fortan wird er von muslimischen Mitschülern gemobbt. Die um Harmonie bemühte Lehrerin (Anna Brüggemann) versucht das nach Kräften zu übersehen. Max und weitere, vom Direktor (Devid Striesow) identifizierte, jüdische Mitschüler sollen zu ihrer eigenen Sicherheit die Pausen nicht mehr auf dem Schulhof verbringen. Bei einer Prügelei zwischen Juden und Muslimen bricht Max seinem besten Freund die Nase und beißt einem anderen das Ohrläppchen ab. Nun kommt die Schulaufsicht in Gestalt von Iris Berben ins Spiel und soll den Dingen auf den Grund gehen. Schon bald stellt sich heraus, dass der Antisemitismus auf dem Schulhof nicht ins Bild einer fortschrittlichen, rassismusfreien Lehranstalt passt. Der Streit in der Schulkonferenz legt die verzweifelten Bemühungen von Schule und Lehrkörper offen, das bestehende Problem möglichst nicht zu adressieren. Khasins Drehbuch formt die dramatischen wie die komischen Aspekte des schwelenden Konflikts heraus, schafft dafür aber ein eher funktionelles Figurenarsenal wie für ein Lehrstück als wirklich vielschichtige Charaktere. Ein großartiges Schauspielerensemble findet trotzdem die richtigen Nuancen und Zwischentöne. Ein Film, bei dem alle alles richtig machen wollen, und doch nicht ganz ohne Klischees auskommen. Aber die Überzeichnung macht schließlich eine gute Komödie aus. uh.
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