Filmhandlung und Hintergrund

Horrorklassiker um einen plastischen Chirurgen, der eine perfide Methode findet, das Gesicht seiner entstellten Tochter wiederherzustellen.

Der plastische Chirurg Dr. Genessier, der zurückgezogen in der französischen Provinz lebt, will das Gesicht seiner einst wunderschönen Tochter Christiane wieder herstellen, nachdem sie bei einem Autounfall entstellt wurde. Zum Leidwesen der weiblichen Bevölkerung Frankreichs bedarf die Prozedur der Hilfe seiner Assistentin Louise, die schöne Mädchen mit einer Ähnlichkeit zu Christiane auffindet, deren Gesichter dann ausgetauscht werden sollen.

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Kritikerrezensionen

    1. Our Daily Free Stream: Georges Franju - Eyes without A Face (engl. subt.). Our Daily Free Stream: Georges Franju - Eyes without A Face (engl. subt.). Professor Genessier zeigt tiefe Reue und er hat allen Grund dazu. Führt aber Reue auch dazu, sein Handeln zu verändern? Genessier ist Spezialist für Transplantationen. Er ist imstande, lebendes Gewebe von einer Person auf eine andere zu übertragen. Beide Menschen bleiben bei dieser Operation am Leben. Nachdem seine Tochter einen schrecklichen Autounfall erleidet, entscheidet er, das Gesicht einer anderen Frau zu transplantieren. Pierre Brasseur spielt den wahnsinnigen Professor, das Herz von Georges Franjus gnadenlosem Horrorfilm aus dem Jahr 1960 (den auch immer der Hauch der Nouvelle Vague umgab). Einst war er ein geachteter Chirurg, nun experimentiert er mit Vögeln, Hunden oder hilflosen Mädchen, die ihm seine Assistentin Louise liefert. Einmal erleben wir ihn beim Eingriff in das Gesicht eines Opfers - die Polizei klingelt und während er sie abwimmelt, lässt er das Gesicht des Mädchens einfach offen. Die entstellte Tochter Christiane (Edith Scob) verbringt ihre Zeit in einem verriegelten Zimmer. Sie trägt eine Maske, die nur ihre Augen zeigt. Alle Spiegel im Haus sind verhängt, während Genessier nach einem Gesicht für seine Tochter sucht... Eyes Without A Face ist wunderbar verhalten und nüchtern gefilmt. Die Schwarzweiss Bilder wirken unheimlich kräftig und die Kamera mitunter fast bizarr: Achte mal auf die Friedhof-Szene, in welcher der Professor eine Leiche aus seinem eigenen Familiengrab holen will. Die Kamera verharrt auf einem Gebilde toter Zweige vor dem Himmel - wie eine grosse Geste! Eine surrealistische Note zeichnet diese Bilder, die umso schockierender wirken, da man sie nicht genau übersetzen kann. Franju abeitet mit Stimmungen, weniger mit einer Geschichte. Sein Film sucht deshalb keine "Auflösung", sondern schliesst mit einem Bild: Die Tochter ohne Gesicht verschwindet im Wald, umringt von Tauben... Eine schlechte Eigenschaft "seriöser" Kinogänger ist die, bestimmte Genres (wie Horror oder Teenager Romanzen) einfach zu meiden. Die eigene Ignoranz wird als "guter Geschmack" verkauft. Die Kritiker der Nouvelle Vague unternahmen viel, diese Einstellung zu verändern im Rückgriff auf "Pulp"-Genres. Am Ende müssen wir aber selbst entscheiden und uns auf das eigene Gefühl verlassen! Wir selbst müssen uns das Beste aus jedem Bereich heraus picken! In dem Moment, da ich merke, wie ein Film sich nur auf Konventionen verlässt und eigene Ambitionen scheut, werfe ich ihn einfach zurück in sein "Genre". Eyes Without A Face aber weigert sich, mir mit einen linearen "Story" zu dienen. Was bleibt, ist das ungute Gefühl, der Professor würde mit seinen irrsinnigen Operationen fortfahren und Gesichter aufschneiden, während seine Tochter verrückt wird. A meisten hat mich berührt, dass die Verbrechen des Vaters und nicht ihr eigenes Schicksal, das Herz seiner Tochter brachen. Auf dieser Fabel hat Franju seine Bilderwelt konstruiert, die uns viel mehr vermittelt als es Worte könnten. Die für uns besten französischen Filme der 60er gibts dazu als Film List auf der Seite unserer Videothek cinegeek.de
    2. Das Schreckenshaus des Dr. Rasanoff: Horrorklassiker um einen plastischen Chirurgen, der eine perfide Methode findet, das Gesicht seiner entstellten Tochter wiederherzustellen.

      Ein Klassiker des Horrorgenres, der unzählige Filme wie Jess Francos „Der schreckliche Dr. Orloff“ oder John Frankenheimers „Der Mann der zweimal lebte“ beeinflusst hat. Georges Franjus „Das Schreckenshaus des Dr. Rasanoff“ ist ein Kronjuwel des Genres, das Franjus pragmatisch nüchterne Herangehensweise an das fantastisch-bizarre Material unterstreicht. Unvergesslich: der irre Jahrmarkts-Score von Maurice Jarre.

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